Eurosport - So 20.Apr. 16:41:00 2008
Der Titelkampf bleibt spannend. Das Führungstrio gab sich in seinen Heimspielen keine Blöße. Die SG Flensburg-Handewitt (52:8 Punkte) schlug die MT Melsungen 43:25 (20:10), der THW Kiel (51:7) bezwang den TBV Lemgo mit 32:27 (15:12), der HSV (49:11) siegte mit 38:25 (16:14) gegen die TuS N-Lübbecke.
Flensburg deklassierte Melsungen in der Campus-Halle nach allen Regeln der Kunst. Der Spitzenreiter führte nach nicht einmal vier Minuten schon mit 5:0. Bis zur Halbzeit setzte sich Flensburg deutlich mit zehn Toren ab (20:10). Durch den Sieg bleibt die Mannschaft von Trainer Kent-Harry Andersson zwar weiterhin vor Kiel an der Tabellenspitze. Der THW hat aber ein Spiel weniger ausgetragen.
"Wir haben es selbst nicht mehr in der Hand", bekannte Flensburgs Manager Fynn Holpert, versicherte allerdings: "Wenn Kiel einen Punkt lässt, werden wir zur Stelle sein." In der Hoffnung auf Punktgleichheit am Saisonende bauen die Blau-Weiß-Roten ihr Torverhältnis peu a peu aus. Derzeit sind sie mit 29 Treffern im Vergleich mit den Kielern im Plus. In der vergangenen Saison entschied die Tordifferenz das Titelrennen.
Die "Zerbas" punkteten nach dem 36:36-Unentschieden im Topspiel in Hamburg am vergangenen Mittwoch gegen Lemgo nun auch wieder doppelt. Beim Sieg gegen die Mannschaft von Spielertrainer Markus Baur war allerdings über weite Strecken deutlich Sand im Getriebe. Die erstmalige Führung nach einer Viertelstunde (7:6) baute der Rekordmeister im weiteren Verlauf aus.
"Wenn es selbst mit einer solchen Leistung zu zwei Punkten reicht, bin ich zuversichtlich, dass es mit der Meisterschaft doch klappen könnte", gab der gewohnt kritische THW-Trainer Zvonimir Serdarusic zu Protokoll.
HSV peilt Champions League an
Auch der HSV Hamburg hatte gegen Abstiegskandidat Lübbecke mehr Mühe als erwartet. Nicht souverän, durch eine Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt aber verdient, setzte sich der Vizemeister beim 38:25 gegen die TuS durch. Auch wenn der erhoffte Titelgewinn für die Hamburger in dieser Spielzeit wohl nicht mehr gelingen wird, ist der HSV auf dem besten Weg, die neuerliche Champions-League-Qualifikation zu schaffen.
Im Kampf um den vierten Rang, der ebenfalls einen Startplatz in der Champions League bedeuten kann, liegen die Rhein-Neckar Löwen und die HSG Nordhorn unverändert gleichauf. Die Nordbadener siegten daheim gegen den SC Magdeburg mit 27:25 (12:13). Die Nordhorner kamen bei HBW Balingen-Weilstetten zu einem 28:24 (15:12). Beide verfügen nun über 44:16 Punkte.
Der VfL Gummersbach setzte sich gegen FA Göppingen mit 34:29 (17:15) durch und schob sich an Lemgo vorbei auf den sechsten Tabellenplatz. Schlusslicht Wilhelmshavener HV erkämpfte gegen die HSG Wetzlar mit 27:27 (12:14) einen Punkt, konnte den letzten Platz aber nicht verlassen.
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