New Orleans (dpa) - Die «Hornissen» aus New Orleans haben Basketball-Superstar Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks einen Stich versetzt. Zum Auftakt der NBA-Playoffs verlor Nowitzki mit den «Mavs» in New Orleans 92:104 und liegt in der K.o.-Serie «best of seven» mit 0:1 zurück.
Drei Tage nach dem 111:98- Sieg in der nordamerikanischen Profiliga NBA gegen die Hornets war Nowitzki mit 31 Punkten treffsicherster Texaner und holte zehn Rebounds. Aber der Mann des Abends war Chris Paul, der bei seinem Playoff-Debüt mit 35 Punkten für die Hornets die «Kastanien aus dem Feuer» holte.
«Das war nur ein Spiel», sagte Nowitzki. «Der Verlierer muss wieder aufstehen, aus den Fehlern lernen und Wege finden, den Spieß im zweiten Spiel umzudrehen.» Wie 2007, als der haushohe Titelfavorit aus Texas gegen die maßlos unterschätzten Golden State Warriors gleich in der ersten Playoff-Runde scheiterte, konnte das Team von Trainer Avery Johnson die Erwartungen nicht erfüllen.
Dallas gab die komfortable 52:40-Pausenführung beim Sieger der Southwest Division aus der Hand und steht am Dienstag im zweiten Spiel an selber Stelle unter Druck. Besonders der 22-jährige Paul zeigte vor 17 446 Zuschauern in der ausverkauften New Orleans Arena ein grandiose Leistung und drehte im 3. Viertel das Spiel. 15 seiner 35 Punkte gelangen ihm in dieser Phase, in der er das Blatt gegen die verängstigt wirkenden «Mavs» wendete und New Orleans mit 76:72 in Führung brachte.
«Wir haben versucht, Paul Fallen zu stellen. Aber er hat immer richtige Lösungen gefunden», klagte Coach Johnson. Bei 23 Wurfversuchen, von denen 15 ihr Ziel fanden, kam Paul dazu noch auf zehn Assists. «Unsere fantastische Saison ist noch nicht vorbei. Wir wollen Meister werden», kündigte Trainer Byron Scott an.
Ausgerechnet im letzten Viertel verlor Nowitzki seine Treffsicherheit. Nur vier Punkte erzielte «Dirkules», der in der vorigen Saison zum wertvollsten NBA-Spieler (MVP) gekürt worden war. Aber auch «Mavs»-Star Josh Howard (17) stand mit 4 Treffern bei 16 Würfen neben sich. Nur solide spielte Aufbauspieler Jason Kidd (11), den Mavericks-Besitzer Mark Cuban vor acht Wochen für ein Jahressalär von angeblich 19 Millionen Dollar aus New Jersey geholt hatte.
Schwer tat sich auch Titelverteidiger San Antonio Spurs. Erst in der zweiten Verlängerung besiegten die Texaner im ersten Viertelfinalspiel der Western Conference die Phoenix Suns mit 117:115. Der überragende Tim Duncan erzielte 40 Punkte für die Spurs und der Argentinier Manu Ginobili sorgte 1,8 Sekunden vor dem Abpfiff für den entscheidenden Korb. Wie Paul für die Hornets führte auch LeBron James mit 32 Punkten die Cleveland Cavaliers zum 93:86 im ersten Playoff der Eastern Conference gegen die Washington Wizards.


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