Int. Fußball - Europa extra: Serien, Rekorde & Fehler
Di 20.Mrz. 17:25:00 2012
Woche für Woche geschehen in Europas Fußball-Ligen kuriose, beeindruckende oder einfach lustige Dinge. Ein Freistoß schockte die Spieler von Real, eine Nachricht die Stars von Barcelona und fünf Tore die Fans der Fiorentina. eurosport.yahoo.de hat die besten Highlights zusammengestellt.
Von Jann Zurbuchen
Einmal endet jede Siegesserie: auch die von Real Madrid. Drei Monate ist es her, als die "Königlichen" am 16. Spieltag dem Gegner in der Primera División Punkte schenkten. Nun kam Real im Heimspiel gegen Malaga nicht über ein 1:1 hinaus und büßte zwei Punkte des großen Vorsprungs ein. Nach Vorarbeit von Superstar Cristiano Ronaldo veredelte der nach einer Verletzung zurückgekehrte Karim Benzema sein Comeback. In der Nachspielzeit kamen die Andalusier zu einem Freistoß aus rund 20 Metern. Santi Carzola nahm Maß und zirkelte das Leder unhaltbar in den Winkel. Somit bleibt das Team des ehemaligen Real-Trainers Manuel Pellegrini auf Europa-League-Kurs.
Einmal endet jede Negativserie: Dachte sich wohl auch der Champions-League-Gegner der Bayern. Doch Olympique Marseille kann momentan in der Liga nicht gewinnen. Auch am vergangenen Wochenende musste das Team von Trainer Didier Deschamps einen weiteren Rückschlag einstecken. Trotz einer frühen Führung im Heimspiel gegen das abstiegsgefährdete Dijon verloren die verunsicherten Südfranzosen das fünfte Ligaspiel in Folge. Diese Serie erlebten die Fans von OM das letzte Mal vor 33 Jahren.
Steh auf, wenn du am Boden liegst: Ist ein Titel der "Toten Hosen". Den Song hört wohl auch Sir Alex Ferguson nach Enttäuschungen und spielt ihn seinen Spieler vor. Denn Manchester United zeigte in dieser Saison nach jedem Ausscheiden (League Cup, Pokal, Champions League, Europa League) immer eine positive Reaktion. Nach der Niederlage in Bilbao zeigten sich die "Red Devils" wieder in Form. Im Liga-Alltag ließ United Wolverhampton nicht den Hauch einer Chance und feierte im fremden Stadion einen ungefährdeten 5:0-Sieg. Jedoch machte es das Tabellenschlusslicht dem Führenden der Premier League nicht schwer. Nach 40 Minuten flog Ronald Zumar nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz. Danach konnte der Außenseiter den Kickern aus Manchester nicht mehr gefährlich werden.
Den Kopf in den Sand stecken: Hat Stürmerstar Fernando Torres lange Zeit gemacht. Seit dem 19. Oktober hat der Spanier nicht mehr für Chelsea getroffen, doch nun, nach der Entlassung von André Villas Boas, scheint der Spanier wieder Licht am Horizont zu sehen. Seit Roberto di Matteo an der Seitenlinie steht, scheint es nicht nur für die "Blues" besser zu laufen. Mit einem Doppelpack gegen Leicester beendete Torres seinen Torfluch und half seinem Team zu einem souveränen 5:2-Erfolg im Viertelfinale des FA Cups.
Fußball ist nicht alles: Haben einmal mehr die Profis des FC Barcelona erfahren. Ein Jahr nach der ersten Operation muss sich Eric Abidal wieder unters Messer legen. Wegen einer Lebertransplantation müssen die Stars wieder um ihren französischen Kameraden bangen. Vor der Partie in Sevilla wurde Abidal, der womöglich seine Profi-Karriere beenden muss, geehrt. Auch dem früheren Barca-Stürmer Estanislao Basora wurde gedacht. Der 22-fache spanische Nationalspieler verstarb einen Tag vor dem Schlagerspiel im Alter von 85 Jahren. Trotz der melancholischen Stimmung blieben die Profis fokussiert und gewannen das Auswärtsspiel mit 2:0.
Gewinnen ist nicht alles: Doch es ist definitiv schöner, als zu verlieren. Juventus Turin hat in dieser Saison in der Meisterschaft immer noch nicht verloren und weiß wohl gar nicht mehr, wie es sich anfühlt. Da könnten sie sich einmal bei ihrem letzten Gegner, dem AC Florenz, erkundigen. Denn dem fügte die "Alte Dame" die höchste Heimniederlage in deren Geschichte zu. Nach einer Viertelstunde eröffnete Mirko Vucinic den Torreigen. Nach einer Tätlichkeit flog Alessio Cerci noch in der ersten Halbzeit vom Platz und machte es den Turinern noch einfacher. Arturo Vidal, Claudio Marchisio, Andrea Pirlo und Simone Padoin erzielten die restlichen Tore und fegten somit die Toskaner mit 5:0 aus deren Heimstadion Artemio Franchi.
Er kam, sah und traf: Im Winter war in der Bundesliga vor allem der Wechsel von Papiss Demba Cissé vom SC Freiburg zu Newcastle United ein Gesprächsthema. Wenn der Senegalese in der Premier League zum Einsatz kommt, dann trifft er. Zwar nicht in jedem Spiel, aber immerhin in jedem Zweiten. In seinem fünften Einsatz in der höchsten Spielklasse Englands traf Cissé bereits zum dritten Mal. Gegen Aufsteiger Norwich erzielte der 26-Jährige den 1:0-Siegtreffer und lässt seinen Verein damit weiterhin von Europa träumen.
Vom Hoffnungsträger zum Buhmann: Der frühere Stuttgart-Trainer und Basler Meistermacher Christian Gross ist seit dem Sommer bei den Berner Young Boys unter Vertrag. In den neun Monaten krempelte er das gesamte Team um und versucht so mit ehemaligen Bundesliga-Spielern (Bobadilla, Spycher, Farnerud etc.) eine Meister-Mannschaft aufzubauen - mit mäßigem Erfolg. In den letzten drei Spielen traf sein Team überhaupt nicht und ging am Wochenende bei den angeschlagenen Grasshoppers 0:2 unter. Der Frust bei den Fans war so groß, dass sie nach dem Abpfiff die Spieler mit Bier und Gegenständen bewarfen.
Ohne Tore keine Punkte: Das spürt zurzeit auch der amtierende österreichische Meister. Am Wochenende verlor Sturm Graz beim Aufsteiger Admira 0:2 und fällt nach 25 Spieltagen auf den sechsten Rang der Bundesliga zurück. Jedoch fällt auf, dass Sturm in der Offensive gar nicht so stürmisch antritt. Seit fünf Spielen und 505 Minuten ist das Team von Franco Foda ohne Torerfolg. Auf einen Europa-League-Platz fehlen den Grazern momentan sechs Punkte.
VIDEO - Das Geheimnis hinter Klopps Erfolg
Eurogoals : Dortmund
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