Eurosport - Fr 20.Mrz. 18:51:00 2009
Zu starker Wind sorgte in Planica bei den DSV-Adlern für eine herbe Enttäuschung. Bei dem nach einem Durchgang abgebrochenen Skiflug-Weltcup belegte Martin Schmitt als bester Deutscher nur den 20. Platz. Der Sieg ging zum 13. Mal in dieser Saison an Gergor Schlierenzauer aus Österreich.
"Das war heute brutal schwierig", sagte Schlierenzauer. Der Überflieger der Saison erreichte 196,1 Punkte für seinen Flug auf 203 Meter und hat mit seinem 13. Saisonsieg einen Rekord aufgestellt - als erster Springer knackte der 19-Jährige die 2000-Punkte-Marke im Gesamtweltcup und löschte den Rekord des Finnen Janne Ahonen aus dem Winter 2004/05 aus. Zudem sicherte sich der Führende in der Gesamtwertung vor den letzten zwei Wettbewerbeb, die kleine Kristallkugel im Skiflug-Weltcup.
Zweiter wurde nach einem Sprung von 202,5 Metern und einem Rückstand von 1,1 Zählern der Altmeister aus Polen, Adam Malysz. Auf den dritten Platz kam Dmitri Wassiljew aus Russland (200,5 Meter).
Auf der größten Schanze der Welt landete der Vizeweltmeister von Liberec bei 178 Metern und war nach dem Springen stocksauer. "Man fragt sich schon, ob das hier Sinn macht. Der sportliche Wert ist sehr in Frage gestellt. Wenn ein Wettkampf solange dauert, sollte man ihn verschieben", kritisierte Schmitt die Jury und versuchte den enttäuschenden Tag möglichst rasch zu vergessen.
Ein Wettkampf zum Abhaken
Man bemüht sich schon, aber man weiß gar nicht, wie man sich auf den wechselnden Wind einstellen soll. Am besten, man hakt solch einen Wettkampf so schnell wie möglich ab", so der 31-Jährige weiter. Bundestrainer Werner Schuster stellte sich hinter seinen Schützling. Der Wettkampf war sehr zweifelhaft. An sich hätte man mal ein Zeichen setzen müssen", erklärte der Coach.
Schon zu Beginn des Springens war klar, dass es aufgrund der schwierigen Bedingungen kein leichtes Unterfangen würde - starker Wind sorgte immer wieder für kurze Unterbrechungen, und so sah man bei den ersten Athleten statt weiten Flügen eher Hüpfer. Nach mehr als 90 Minuten hatte die Jury einsehen mit den Adlern und sagte das Finale ab. Die Athleten waren lange genug gefordert, wir wollten sie nicht weiter belasten", begründete FIS-Renndirektor Walter Hofer den Abbruch.
Schuster zeigt sich enttäuscht
Beim schlechtesten Saisonergebnis enttäuschte nicht nur Schmitt, auch für seine Teamkollegen verlief der Wettkampf alles andere als rosig. Michael Uhrmann wurde 32., Christian Ulmer 37. und Michael Neumayer 38. von 40 Startern. Allein auf die Bedingungen wollte Werner Schuster das schlechte Abschneiden aber nicht schieben. "Es gibt nichts zu beschönigen. Die Sprünge waren nicht gut. Heute hätte es einer Entschlossenheit bedurft, die die Jungs nicht an den Tag gelegt haben. Dann kommt eben solch ein enttäuschendes Ergebnis heraus", sagte der Coach.
Auch ein ehemaliger Trainer des deutschen Teams war vor Wut kaum zu bremsen - "Hier zu springen, war grenzwertig. Ich bin enttäuscht, dass die Trainer keinen Zusammenhalt gezeigt haben. Jeder denkt nur an sich. Bei diesen langen Wartezeiten muss man den Hut vor den Athleten ziehen", schimpfte Wolfgang Steiert, der jetzt das russische Team betreut.
Kommentare 1 - 11 of 11
windlotterie, son quatsch. früher ist ein weißflog auch bei mist wind weit gesprungen, die leute derzeit bei den deutschen "adlern" habens einfach nicht drauf. da fehlt die klasse. nichts anderes.
@a5963557a: eigentlich war heuer schon die bestätigung vom vorjahr, wo er mit ca. 1500 pktn. zweiter im weltcup war...
schon komisch, dass es nur schwierige bedingungen waren wenn die deutschen gesprungen sind.
ist doch eigentlich ganz einfach: die anderen sind eben zur zeit besser als wir. die milka-kuh da jahrelang durchziehen und schön reden bringt doch auch nichts.
einfach mal fair bleiben und den liebn martin in rente schicken. sind schon genug junge springer wegen ihm nicht berücksichtigt worden. (oder haben aufgehört) :-((
der muss das auch erst einmal bestätigen
der morgenstern hat letztes jahr auch dominiert
davor wars der malyz
unglaublich, skispringen/fliegen ist der langweiligste sport überhaupt. egal welche bedingungen oder sonst was, schlierenzauer gewinnt alles. man könnte gleich aufhören und ihm die titel und preise der nächsten 5 jahre geben. das wird sogar für mich als österreicher langweilig, der fliegt denen um die ohren wie er will.
PS. Prima Werbefoto wieder von Milkasport, Entschuldigung Eurosport. Aber ihr müßt ja auch was dazu verdienen, vor allen in diesen Krisenzeiten.
Aber wenn man sich so die ganzen Dutzende Milkawerbefotos anschaut, ist schon interessant für einen Psychologen, dass irgendwie bei Schmitt (Gesichtausdrücke) was merkwürdig ist.
Unser Martin wieder bester Deutscher. Super Martin !!
Und die Platzierungen der Deutschen entsprechen den Leistungen der letzten Springen und ihrer Tendenz.
Da Martin Schmitt das WM Springen regulär und das heutige nicht findet versteht sich ja von selbst, wenn man seine Plätze anschaut. Habe bei seinem Interview keine andere Aussage erwartet, sein Charakter ist eben so und er ist ein ehrlicher Kerl.
Die letzten hatten heute ähnliche Bedingungen und somit ist seine Leistung gut einzustufen.
Freue mich schon auf das nächste schöne Bild von Martin von der Internetredaktion Schmittsport. Wie gesagt, die Bildauswahl und das heutige deutsche Ergebnis passen gut zusammen.
Es ist schon schlimm mit der Jammerei. Unterdessen ist der Wind eine ganz wohlfeile Argumentation für alle nicht erfüllten Wünsche und Prophezeiungen.
Das ist eine Freiluftveranstaltung!
das ist ja klar, bei der WM haben sie alle schön den Mund gehalten weil ein Schmitt, ein Küttel und ein Jacobsen, die zwar keine schlechte Saison springen, aber so weit vorne waren sie nicht zu erwarten (bis auf schmitt wenn er nen super tag hat). und jetzt wo ihnen der Wind mal ins Gesicht geblasen hat ists wieder irregulär. Das war "nur" ein reguläres Weltcupspringen, da kann mans mal verkraften, ne WM ist nur alle 2 Jahre und da sollten schon die besten gewinnen.
was das ergebnis angeht, sicher waren die bedingungen nciht leicht, aber es sind wenigstens welche vorne die es sich auch vollkommen verdient haben.
Wieder mal ein Springen durchgedrückt worden das mit fairness absolut nichts zu tun hatte.
Naja, wenigstens hat sich diesmal der Beste durchgesetzt.
Aber warum regen sich die Deutschen auf? In Liberec war bei ähnlichen Verhältnissen noch alles ok.
Gut fand ich auch, dass Schmitt indirekt eingestanden hat, dass er zu unrecht Vizeweltmeister geworden ist indem er gemeint hat: " Der sprotliche Wert einer solchen Veranstaltung ist doch sehr zu hinterfragen".
Die besten haben sich trotz schwieriger Bedingungen durchgesetzt. Dazu Glückwunsch.
Malysz hat seine aufsteigende Form bewiesen und Schlierenzauer ist ein Kapitel für sich.
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