Eurosport - Do 20.Mrz. 22:53:00 2008
Die Japanerin Mao Asada ist neue Weltmeisterin. Die 17-Jährige gewann mit 185,56 Punkten und kassierte ein Preisgeld von 29.000 Euro. Silber sicherte sich die Italienerin Carolina Kostner (184,68) vor der Südkoreanerin Yu-Na Kim (183,23). Annette Dytrt aus Oberstdorf wurde Zwölfte (144,31).
Dytrt hatte ihre Nerven in der Vier-Minuten-Kür im Griff und kämpfte auch nach zwei Patzern bei den Salchows vor 9.400 Zuschauer im Scandinavium. Die 24-Jährige zeigte sich stärker denn je im mentalen Bereich. "Ich war heute sehr konzentriert", sagte die zierliche blonde Läuferin. "Nach den Fehlern bei den Salchows habe ich einfach weitergekämpft". Die Preisrichter bestraften aber ihre fehlenden hochwertigen Sprünge und die relativ leichte Kombination. Mit Rang zwölf sorgte sie immerhin für das beste Abschneiden einer deutschen Läuferin seit zehn Jahren.
"Das war eine respektable Leistung, sie hat die Nerven behalten und zwei solide Programme abgeliefert", sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Auch der als Schleifer bekannte Coach Karel Fajfr zeigte sich zufrieden: "Darauf können wir aufbauen, aber es ist noch viel Arbeit."
Deutsches Eistanz-Paar im Finale
Zuvor hatten die deutschen Vizemeister Nelli Ziganschina und Alexander Gazsi (Chemnitz/Berlin) das Finale der besten 24 Eistanz-Paare erreicht. Nach einem groben Patzer im Originaltanz verloren sie einen Platz und liegen vor der Kür an diesem Freitag auf Rang 20. Die Franzosen Isabelle Delobel/Olivier Schoenfelder führen mit 107,98 Punkten vor Jana Chochlowa/Sergej Nowizki aus Russland (103,97) und den Kanadiern Tessa Virtue/Scott Moir (103,52).
Ziganschina/Gazsi haderten mit ihrem nicht fehlerfreien Programm zu ukrainischer Folklore. "Ich habe mir einen richtig dicken Aussetzer geleistet", gab der 23-jährige Gazsi zu, "das hat sich dann so durchgezogen, auch die Pirouette war nicht gut". Das russisch-deutsche Paar hatte nur eine Woche Zeit, sich auf die Titelkämpfe vorzubereiten, weil die Dortmunder Geschwister Christina und William Beier (Sehnenscheidenentzündung) kurzfristig abgesagt hatten.
dpa / Eurosport