DEL - Buntes - Fairplay statt Hosen-Skandal

Mo 20.Feb. 12:12:00 2012

Der EHC München hatte in der deutschen Eishockey-Liga klar mit 0:5 gegen die Iserlohn Roosters verloren. Und dennoch hätten die München die Partie am Grünen Tisch gewinnen können. Doch sie entschieden sich für Fairplay und gegen die Regel-Wut.

ICEHOCKEY Caron Iserlohn 2012 - 0

Ausgerechnet der Torhüter der Roosters hätte seinem Team die Pleite zufügen können, obwohl er seinen Kasten im Spiel blitzsauber gehalten hatte.

Sebastien Caron hatte allerdings eine schwarzen Hose an und war damit nicht farbgleich mit dem Rest des Teams gekleidet.

Für den Beobachter eine recht banale Randnotiz, mit Blick auf das Regelwerk allerdings ein eindeutiger Verstoß gegen Artikel 35 der DEB-Spielordnung und Regel 240 der IIHF-Bestimmungen.

Schließlich geht es im Getümmel vor dem Tor um die Möglichkeit einer eindeutigen optischen Zuordnung der Spieler.

Eine Unterschrift besiegelt die Niederlage

Die Münchner hatten vor Beginn der Partie den Schiedsrichter deshalb auch darauf hingewiesen. Doch der hatte den Einwand einfach ignoriert, erklärt EHC-Manager Christian Winkler gegenüber der "tz".

Winkler hätte sich nach Spielende nun einfach dazu entscheiden können, das Match-Formular nicht zu unterzeichnen und damit einen Sieg am Grünen Tisch zu erwirken.

Doch der Münchner Manager entschied sich dagegen und unterschrieb. Seine simple und bemerkenswerte Begründung: "Wir müssen sportlich bleiben."

Eine tolle Aktion und ein klares Signal für Fairplay.

VIDEO - Sensationeller Trick beim Penalty

0206 CRISPY - Icehockey wo

Eurosport

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