Bundesliga - Toni: "Milan kümmert mich nicht"

Eurosport - Mi 20.Feb. 23:34:00 2008

Bayern-Fans können aufatmen: Ihr Liebling bleibt ihnen erhalten. Stürmer-Star Luca Toni denkt nicht im Traum daran, München wieder zu verlassen. Von einem Interesse des AC Mailand will er schon gar nichts wissen.

FOOTBALL 2007-2008 Bundesliga Bayern Toni - 0

Gestrige Mediengerüchte über eine bevorstehende Rückkehr in sein Heimatland Italien dementierte er umgehend. "Ich weiß nichts davon, das interessiert mich auch nicht. Ich fühle mich hier wohl und bin hier, um mit Bayern Titel zu holen", betonte der Weltmeister vor der letzten Trainingseinheit vor dem UEFA-Cup-Rückspiel gegen den FC Aberdeen (Donnerstag, 18:45 Uhr im Live-Ticker). Die italienische Zeitung "Tuttosport" hatte zuvor berichtet, Milan bemühe sich um den Nationalstürmer. Zudem habe auch Toni den Wunsch, nach Italien zurückzukehren.

Auch das bestätigte der Goalgetter nicht, auch wenn er einräumte, sich nach einem italienischen Mitspieler zu sehnen. "Mir fehlt hier bei Bayern ein Landsmann. Ich bin ein Typ, der gerne Scherze macht. Auf Deutsch klappt das noch nicht so gut", erklärte er. Sein Lächeln verliert er deshalb trotzdem nicht. Mit einem lockeren "Servus" begrüßte er die Journalistenschar am Nachmittag und lachte sich ins Fäustchen, als sich seine Dolmetscher gegenseitig ins Wort fielen. Für die schottische Presse wurden Tonis Sätze und die Reporter-Fragen nämlich nicht nur vom Italienischen ins Deutsche und zurück, sondern auch ins Englische übersetzt.

"Stehe nicht auf Männer"

Doch Toni behielt den Überblick - und seinen Charme bei. Auf die Frage, wie er das körperbetonte Spiel des FC Aberdeen beurteile, antwortete er kess: "Körperliche Nähe mit Männern? Da stehe ich nicht so drauf." Er strotzt nach seinem "flotten Dreier" gegen Hannover 96 nur so vor Selbstvertrauen. "Im Grunde habe ich aber nur meinen Job getan. Ich bin Stürmer und muss Tore schießen. Deswegen ist der FC Bayern aber noch längst nicht der 'FC Toni'", bekräftigte er.

Einmal in Fahrt, schloss er für das anstehende Match gleich eine Kampfansage an: "Das 2:2 im Hinspiel ist Vergangenheit. Dass wir jetzt Druck haben, ist absolut in Ordnung. Wir sind besser - und das zeigen wir morgen", kündigte er an.

Aus der Säbener Straße berichtet Daniel Rathjen / Eurosport