Eurosport - Di 19.Mai. 22:34:00 2009
Nicht Diego, nicht Frings, nicht Wiese - Mesut Özil heißt der Mann, der vor dem UEFA-Cup-Finale in Istanbul zwischen Werder und Schachtjor Donezk im Mittelpunkt steht. Der 20-Jährige soll zum einen den gelbgesperrten Bremer Regisseur Diego ersetzen und zum anderen für Heimspiel-Atmosphäre sorgen.
"Ich bin schließlich der einzige Türke auf dem Platz", sagt Özil, der in Gelsenkirchen auf die Welt kam und dessen Eltern aus der Türkei stammen. Da der Gegner aus der Ukraine keinen türkischen Spieler aufbieten kann, hoffen die Grün-Weißen vor mehr als 50.000 Zuschauern im ükrü Saracolu Stadion (Mittwoch 20:45 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) auf die Unterstützung der neutralen Zuschauer aus der Türkei. "Sie werden stolz auf mich sein", glaubt Özil, auch wenn er sich dafür entschieden hat, für die deutsche Nationalelf zu spielen.
Den weitaus schwereren Teil seiner Mission muss der Mittelfeldspieler aber auf dem Platz erfüllen, wo er das Fußballgenie Diego vertritt. Der Ausfall des Brasilianers wiegt schwer, doch der Glaube an Özil ist groß. "Er hat das absolute Vertrauen, auch in der Mannschaft. Ich glaube dass er noch besser werden kann, als er schon ist", lobt Frings seinen Kollegen und ergänzt, dass es "auf Mesut schon ankommen wird."
Schaaf baut auf den Teamgeist
Eine große Umstellung des Bremer Spieles wird laut Frings nicht nötig sein. "Diego ist mehr ein individueller Spieler, der unglaublich gute Sachen drauf hat. Mesut kann das auch, spielt aber mehr mit der Mannschaft und einen Tick schneller", vergleicht der 32-Jährige die beiden Techniker. Das einzige Problem bei der Sache könnte die Lücke im linken Mittelfeld werden, Özils angestammte Position. Trainer Thomas Schaaf wird daher aller Voraussicht nach den Griechen Alexandros Tziolis in die Startelf berufen.
Diego ist aber nicht die einzige Personalsorge, die Schaaf beschäftigt. Mit Per Mertesacker fehlt die große Stütze in der Abwehrreihe, Angreifer Hugo Almeida ist wie Diego gesperrt, dazu machen sich bei Kapitän Frank Baumann Adduktorenprobleme bemerkbar. "Hinter meinem Einsatz steht ein kleines Fragezeichen", erklärt der 33-Jährige, doch sein Coach geht trotzdem davon aus, "dass Frank bis Mittwoch wieder dabei ist".
Schaaf mobilisiert vor dem großen Finale alle Kräfte, setzt auf den Teamgeist. "Wir nehmen alle voraussichtlich einsetzbaren Spieler mit, und auch die gesperrten Diego und Hugo Almeida werden dabei sein, um die Mannschaft zu unterstützen", erläutert der 48-Jährige.
Ilsinho schürt das Selbstvertrauen
Der Gegner aus der Ukraine ist schwer einzuschätzen. Schachtjor hat noch nicht den großen internationalen Namen, dafür aber ein unberechenbares Team, das in der Offensive mit fünf Brasilianern aufgestellt ist. Zuletzt stand vor allem Ilsinho im Fokus, der in der 89. Minute des Halbfinal-Rückspiels das entscheidende 2:1 gegen Dynamo Kiew erzielte.
"Alle im Verein wissen genau, wie wichtig dieses Endspiel für den ukrainischen Fußball ist. Schachtjor hat es verdient, so weit zu kommen. Auf dem Weg ins Finale haben wir Mannschaften mit großen Namen ausgeschaltet... Wir glauben an uns", gibt sich der 23-Jährige gegenüber "uefa.com" zuversichtlich.
"Generalprobe offenbar daneben gegangen"
Die Bürde des Favoriten schiebt der Südamerikaner aber den Bremern zu. "Die sind noch immer in der Favoritenrolle und wir müssen eine Ausnahmeleistung bringen, um die Trophäe in die Ukraine zu bringen." Es wäre der erste große internationale Titel für eine ukrainische Mannschaft - und die Auswahl von Trainer Mircea Lucescu ist punktgenau in Topform. In den vergangenen zehn Partien gab es für die Orange-Schwarzen neun Siege und nur ein Unentschieden.
Die Bremer reisen dagegen mit einer 1:3-Heimpleite gegen Bundesliga-Abstiegskandidat Karlsruher SC im Gepäck nach Istanbul. Ein Ausrutscher, den man in der Ukraine sehr wohl registriert hat: "Wenn das die Generalprobe war, dann ist sie offenbar daneben gegangen", heißt es auf der Homepage von Schachtjor - ein erster psychologischer Vorteil für Donezk.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Schachtjor Donezk: Pyatov - Srna, Kucher, Chygrynskyy, Rat - Duljaj, Gai - Ilsinho, Fernandinho, Willian - Luiz Adriano
Trainer: Lucescu
Werder Bremen: Wiese - C. Fritz, Prödl, Naldo, Boenisch - Tziolis, Baumann - Frings, Özil - Rosenberg, Pizarro
Trainer: Schaaf
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Kommentare 1 - 12 of 52
falsch du bayrischer hinterwäldler, und tschernobyl ist bekanntlich in der ukraine aber das kann ein hannes ja nicht wissen
wenn werder udinese milan und den hsv rauskickt können sie auch den uefacup holen
Für ihre Wettbewerbsverzerrung vom Wochenende müssen die Bremer morgen bestraft werden. Ich hoffe auf einen Sieg für Donetzk.
Werder gewinnt deutlich. Mindestens 3:1. Und ohne Verlängerung.
Und dann geben Sie auch am Samstag nochmals Gas und machen das Buli-Finale spannend :-)))
wir werden die besten! schachtar - vorwährts!
wo kommst du denn her borg_hode
oder jetzt zu feige es zu sagen
Schachtjor gewinnt... 3:1
Bremen gewinnt - deutlich ! siehaben a) diese Bessere Abwehr, den besseren Keeper sowieso - sie haben mit Frings und Özil das stärkere (nicht unbedingt technisch bessere) Mittelfedl, sie sind alle Besser eingespielt und international erfahrener. Darum gewinnt Bremen - deutlich.
ich glaube nicht das die türken den özil unterstützen werden, hoffe ich mal zumindest nicht!!!
d
Ach Engel, das glaube ich nicht. Die Torhüter bekommen immer nur eines, auf das sie aufpassen müssen. Mach Dich mal mit den Regeln bekannt. Ok, als wahrscheinlicher HSV-Fan ist das schwer ...
ich hoffe der wiese bekommt 5 tore
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