Eurosport - Do 19.Mrz. 15:18:00 2009
10 Spiele, 30 Punkte und 7 hoffnungsvolle Kandidaten: Nach den jüngsten Ausrutschern der Spitzenteams ist das Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga zum Start auf die lange Saison-Zielgerade wieder völlig offen. Bangen ist dagegen im Tabellenkeller beim absturzgefährdeten Hansa Rostock angesagt.
Hinter Spitzenreiter SC Freiburg, der gerade seine erste Niederlage nach sechs Rückrunden-Siegen hinnehmen musste, haben sechs weitere Vereine gute Chancen auf einen der Aufstiegsränge.
"Die Mannschaft hat ein klares Signal an die Liga gesendet", meinte Nürnbergs Trainer Michael Oenning erfreut über das Comeback der Franken. Fünf Punkte liegt der FCN hinter dem Relegationsplatz, im Top-Spiel in Freiburg soll die Aufholjagd fortgesetzt werden. "Wir werden alles versuchen, den Aufstieg zu schaffen", sagte Schlussmann Raphael Schäfer. Nach der ersten Liga-Niederlage 2009 wollen die Breisgauer aber ihren Sturm auf die Bundesliga fortsetzen.
Mannschaft der Stunde ist der MSV Duisburg: Seit elf Spielen ist der Bundesliga-Absteiger unter Coach Peter Neururer ungeschlagen und strotzt vor Selbstbewusstsein. "Wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Aber uns kann keiner aufhalten, wenn wir so weiterspielen", sagt Profi Bernd Korzynietz vor der Partie beim FC Ingolstadt. Sprachlos war dagegen nach dem 1:5 beim VfL Osnabrück Fürths Trainer Benno Möhlmann: "Zu diesem Spiel gebe ich keinen Kommentar ab", fauchte der Coach, der im Derby gegen 1860 München auf Wiedergutmachung hofft.
In Rostock läuten die Alarmglocken
Als einziges der drei Spitzenteams konnte zuletzt der FSV Mainz 05 drei Punkte einfahren, doch nach dem glücklichen Sieg beim Nachbarn SV Wehen Wiesbaden war die Stimmung trotz des Sprungs auf Platz zwei im Keller. "Ich habe innerlich noch nie so oft den Kopf geschüttelt", gestand Präsident Harald Strutz. Profi Markus Feulner ahnt vor der Partie gegen die Alemannia nichts Gutes: "Wenn wir so gegen Aachen spielen, haben wir keine Chance." Nach drei Pleiten in Serie meldete sich der 1. FC Kaiserslautern im Aufstiegskampf zurück, nun soll bei Rot Weiss Ahlen nachgelegt werden. Anschluss nach oben hält auch der FC St. Pauli, der den sieben Spiele sieglosen FC Augsburg empfängt.
Zehn Monate nach dem Erstliga-Abstieg haben bei Hansa Rostock die Planungen für die 3. Liga begonnen. Schon sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz hat der Ostsee-Klub, zu allem Überfluss muss der neue Coach Andreas Zachhuber bei TuS Koblenz mehrere Stammkräfte ersetzen. Um seine wohl letzte Chance kämpft Schlusslicht Wehen beim FSV Frankfurt, Rot-Weiß Oberhausen empfängt den VfL Osnabrück.
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