Eurosport - Mo 19.Jan. 07:14:00 2009
Ronnie O'Sullivan und Titelverteidiger Mark Selby stehen im Endspiel des Masters in London. O'Sullivan zeigte im Semifinale gegen Stephen Maguire eine souveräne Leistung und gewann klar mit 6:1. Selby bewies ebenfalls sein Können und blieb mit 6:2 über John Higgins beim Masters ungeschlagen.
Sowohl Higgins als auch Maguire erreichten bei weitem nicht ihre Form aus dem Viertelfinale und waren ohne Chance. Mit den vier Centuries des Halbfinaltages ist mit bis jetzt 27 Hunderter-Breaks gleichzeitig schon ein neuer Rekord aufgestellt worden. 2007 hatte es insgesamt 26 Centuries gegeben.
O'Sullivan sprühte gegen Maguire von Anfang an vor Spiellaune. So nutzte er im ersten Frame auch gleich seine erste Chance zu einer 102. Der zweite Frame war zwar offener, aber hier offenbarte sich auch das Problem von Maguire an diesem Tag: Der Schotte, der in der Runde zuvor noch so sicher gelocht und davon gesprochen hatte, im Tunnel gewesen zu sein, traf die Taschen einfach nie. Zu keiner Zeit der Begegnung kam er auf eine Lochquote, die ihm eine Chance gegeben hätte. Zwischenzeitlich verkürzte Maguire zwar auf 1:2, doch mit einer 84 hatte O'Sullivan zur Pause wieder zwei Frames Vorsprung.
"The Rocket" in neuen Sphären
Als Ronnie O'Sullivan nach Wiederbeginn mit einer 66, bei der er auch eine herrliche Kombination von der langen Bande lochte, auf 4:1 davonzog war der Widerstand von Maguire gebrochen. Mit Breaks von 136 und 70 Punkten machte der Weltmeister dann alles klar. Mit seinen zwei Centuries aus dem Halbfinale kommt O'Sullivan nun auch auf insgesamt 42 dreistellige Breaks bei 16 Masters-Teilnahmen. Damit hat er auch diesen Rekord von Stephen Hendry übernommen, der in seiner Karriere 41 Centuries beim Masters geschafft hat.
Titelverteidiger Selby brauchte etwas, bis er in Fahrt gekommen war, aber er profitierte während des gesamten Matches von der hohen Fehlerquote von Higgins. Zu Beginn hatten beide Akteure große Probleme mit dem Stellungsspiel auf dem neu bezogenen Tisch. Mit einer 27er-Clearance bis pink ging Mark Selby in Führung.
Selby mit überragender Masters-Bilanz
Im zweiten Frame hatte John Higgins dann aber seine besten Momente im Spiel: Mit einem Break von 100 Punkten glich er aus und eroberte sich dann auch in einem lange offenen Frame die Führung. Doch eine 52 half Selby, bis zur Pause wieder auszugleichen.
Nach Wiederbeginn strafte Mark Selby die Fehler von John Higgins dann herbe: Breaks von 102, 60, 84 und 82 Punkten brachten ihm vier Frames in Folge zum klaren 6:2. Selby steht damit bei seiner zweiten Masters-Teilnahme zum zweiten Mal im Finale.
Kommentare 1 - 11 of 11
O`Sullivan und Selby im Final? zum Glück dann gehts nicht mehr lange und die Einschlaftablette Snooker hat wieder mal ein Masters weniger. hehe
ja.. es ist seher gut spielen
Wintersport...die letzte Geissel der Menschheit.
Ich will Snooooooooooooker!
Der bessere möge gewinnen.
wenn ronnie in topform spielt ist er einfach der beste und dann hat kein Spieler der Welt eine Chance gegen ihn. Selby ist aber auch gut drauf zurzeit und es wird sicher ein spannendes Finale.
in dieser form ist ronnie nicht zu schlagen !!! bin sehr gespannt auf das endspiel heute:der king(ronnie'o) gegen einen seiner möglichen nachfolger(m.selby)
Leider gabs gestern nacht nur ein paar Ausschnitte dieses Spiels, aber die paar Szenen, die man gesehen hat, waren wieder mal fantastisch. Es macht ganz einfach unheimlich Spass, Ronnie in so eine Form zu erleben.
Ich bin schon absolut gespannt auf das Finale :o)
Ronnie so spielen zu sehen, macht einfach nur Spaß. Ich staune immer wieder über die Selbstverständlichkeit mit der dann bei ihm die schwierigsten Stöße klappen. Die traumwandlerische Sicherheit im Stellungsspiel ist dann einzigartig. Allerdings fürchte ich, es wäre zuviel verlangt das von Ronnie in jedem seiner Matches zu erwarten, schließlich ist er auch nur ein Mensch (auch wenn manche ihn für Gott halten ;-) ). Mark Selby hatte gestern etwas gebraucht um ins Match zu kommen, überrollte John danach aber regelrecht. So einen Fehlstart sollte er sich heute lieber nicht leisten. Ich freue mich auf das Finale heute und hoffe, dass BEIDE Spieler an ihre Leistungen von gestern anknüpfen können. Dann steht einem Spitzenspiel nix mehr im Wege. :-)
Schade das es nicht im Tv übertragen wurde. Hätte es gern gesehen. Freu mich auf das Finale.
JA, super...habe mir dieses Traumfinale gewünscht...
Kann nur zustimmen, es war schön Ronnie zuzusehen, wie John Parrot in der BBC-Analyse sagte, ein Ronnie mit solcher Spiellaune und dem Auftreten wie heute ist einfach um ne Stufe besser als der Rest der Welt. Und vielleicht ist das auch das Problem, ist schwer so einen Spieler zu analysieren, aber vielleicht treibt ihn der Gedanke seines Potential zu seinen berühmten Aktionen. Also er weiß wie gut er spielen kann und wenns mal nicht so klappt ist er enttäuscht, er war ja auch heute nicht vollkommen zufrieden. Aber er ist halt Perfektionist.
Hach das war mal wieder O'sullivan zum fliegen. Er hat so sicher und leicht aufgespielt und hatte einen so großen Spaß am Spiel. Es ist einfach schön, ihn so glücklich zu sehen. Was morgen wird, werden wir sehen. Ich bin gespannt, ob Ronnie seine Leichtigkeit und Spielfreude halten kann.
Das Publikum war mal wieder eine große Unterstützung für ihn, aber insgesamt ziemlich schwer zu bändigen. Eirian Williams hat das aber gut gemacht...
Also. Ronnie, weiter so, bitte!
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