Eurosport - So 18.Okt. 23:59:00 2009
Nach dem 6-Reds-Turnier im Sommer hat Jimmy White seinen zweiten Profititel in dieser Saison geholt. Der "Wirbelwind" gewann bei der World Series of Snooker in Prag durch ein 5:3 im Finale über Graeme Dott.
Schon am Vorabend des Turniers hatte White angekündigt, er sei in die tschechische Hauptstadt gekommen, um sie als Sieger zu verlassen. Diesen Anspruch unterstrich er das ganze Wochenende über mit starken Leistungen.
Im Finale war es aber Graeme Dott, auch er in den Runden zuvor souverän, der im ersten Frame mit einer 48 ein erstes Ausrufezeichen setzte. Doch das reichte nicht: White konterte mit einer 40 und einer 33er-Clearance zum 1:0.
Eine 80 brachte dem Londoner dann sogar das 2:0. Frame drei war wieder umkämpft; "Pocket Dynamo" Dott schaffte zwar wieder 42 Punkte in Folge, doch erneut war es nicht genug. White gewann auf pink und erhöhte auf 3:0. "Das 0:3 war ein herber Rückschlag für mich, zumal in durchaus auch hätte 2:1 führen können", analysierte Dott nach dem Match.
Verdienter Sieg nach hartem Kampf
Dott bewies sich aber trotzdem wieder als großer Kämpfer. Noch vor der Pause verkürzte er auf 1:3. Auch durch das 4:1 von Jimmy White nach der Pause dank eines Breaks von 91 Punkten ließ er sich nicht ermutigen. Mit einer 40er-Clearance und einer 86 kämpfte sich Dott auf 3:4 heran und machte das Finale wieder spannend.
White aber ließ sich nicht aus der Ruhe bringen: Eine Chance im achten Frame nutzte er für die entscheidende Serie von 65 Punkten. Da White das ganze Finale über zwingender spielte und besser lochte war sein Triumph auch vollauf verdient.
Glanzpunkte in Halbfinals
Im Halbfinale hatte White Weltmeister John Higgins mit 5:1 klar distanziert. Höhepunkt war dabei ein Break von 103 Punkten - und das bei nur zehn roten auf dem Tisch (maximal sind dann lediglich 107 Punkte möglich).
Ähnlich souverän trumpfte ein sehr aggressiv und offensiv spielender Dott bei seinem 5:1 in der Vorschlussrunde über seinen schottischen Landsmann Stephen Maguire auf. Breaks von 100 und 87 Punkten von Dott waren dabei die Höhepunkte.
Kommentare 1 - 6 of 6
Die Atmosphäre sah trübsinnig nach leerer Turnhalle aus und das Niveau der Tschechen war einfach zu schlecht.
Hat der Veranstalter sich verzockt? So bringt man Snooker nicht weiter.
@ik100
Das mit der Wildcard kann er auch so gemeint haben, dass er die World Series als Vorbereitung für das Qualifikationsturnier zum Masters sah, was er dann auch zu gewinnen hofft. Dieses Qualifikationsturnier beginnt nächste Woche. Letztes Jahr hat das Judd Trump gewonnen.
Es ist eine Freude für mich, Jimmy White zuzuschauen. Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten. Wenn man ihn spielen sieht, weiß man, warum er so beliebt ist.
Also die Ränge waren wirklich erschreckend leer. Das würde ich Deutschland wohl nicht passieren ...
Das mit der Wildcard-Hoffnung war ein Witz von ihm. Er weiß ganz genau, daß sich die WSA nicht die Bohne für Leistungen außerhalb der MT interessiert. Aber insgesamt war es schon ein schönes Turnier. Auch wenn der Zuschauerzuspruch leider etwas mager war. Die, die da waren, haben besonders am Sonntag ihr Geld nicht für umsonst ausgegeben.
Ich freue mich für Jimmy, dass er mal wieder zeigen konnte, was er immer noch drauf hat. Er sagte dann ja auch im Interview, dass er auf eine Wildcard für das Masters hofft und deswegen momentan alles gibt, was er hat. Ich drücke ihm die Daumen, dass er die Wildcard bekommt. Immerhin hat er auch bei der PHC dieses Jahr überzeugen können mit Kampfgeist und tollem Spiel!
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