Durban (dpa) - Das vierköpfige Mini-Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) blieb zum Auftakt des Kurzbahn-Weltcups ohne Sieg, die Konkurrenz ging knapp drei Monate nach den Weltmeisterschaften in Rom wieder auf Weltrekordjagd.
Mit zwei von vier neuen Bestmarken prägte die Schwedin Therese Alshammar das Meeting im südafrikanischen Durban. Steffen Deibler (Hamburg) meldete sich mit zwei deutschen Rekorden in 46,65 Sekunden über 100 Meter Freistil (Rang vier) und bei seinem zweiten Platz über 50 Meter Schmetterling in 22,40 Sekunden zurück. Insgesamt kam die DSV-Vertretung am Indischen Ozean zu drei zweiten und vier dritten Plätzen.
Die bereits 32 Jahre alte Therese Alshammar verbesserte zunächst bereits im Vorlauf die Bestzeit über 100 Meter Lagen und schraubte diese um 3/100 auf 58,51 Sekunden. Da sie auch den Weltrekord über 50 Meter Schmetterling im Visier hatte, verzichtete sie auf einen Start im Lagen-Finale. Stattdessen schmetterte sie in 22,75 Sekunden zum zweiten Weltrekord und blieb um 24/100 unter der bisherigen Bestzeit. Insgesamt kassierte die Ex-Weltmeisterin eine Weltrekordprämie in Höhe von zusammen 20 000 Dollar (13 400 Euro) und übernahm auch die Führung in der Gesamtwertung. Bereits am Freitag hatte die Stockholmerin in 56,12 Sekunden über 100 Meter Schmetterling einen Europarekord erzielt.
Einen weiteren Weltrekord gab es beim internationalen Comeback nach einer einjährigen Dopingsperre für Jessica Hardy (USA), die mit 29,45 Sekunden über 50 Meter Brust um 13/100 unter ihrer Marke blieb. Weltrekord Nummer vier im Kings Park Aquatic Centre von Durban erzielte Peter Marshall (USA), der mit 22,75 Sekunden die bisherige Bestzeit über 50 Meter Rücken um 12/100 unterbot. Für einen Europarekord sorgte der Russe Sergej Fesikow in 51,96 Sekunden über 100 Meter Lagen. Bei den Männern schlüpfte nach der ersten Station der Südafrikaner Roland Schoeman mit seinem Sieg über 50 Meter Brust (25,90) in das Gelbe Trikot des Führenden in der Gesamtwertung.
Im DSV-Team kam Steffen Deibler nach Rang zwei über 50 Meter Schmetterling über 200 Meter Freistil nach 1:43,71 Minuten ebenfalls als Zweiter ins Ziel und belegte über 50 Meter Freistil in 21,40 Sekunden den dritten Platz. Zweite wurde über 50 Meter Brust in 30,57 Sekunden auch Kerstin Vogel (Essen). Platz drei ging in 31,01 Sekunden an Caroline Ruhnau (ebenfalls Essen), die zudem über 100 Meter (1:06,06) und 200 m Brust (2:23,11) ebenfalls Dritte wurde.
Neben der deutschen Station Berlin am 14./15. November gastiert der Kurzbahn-Weltcup noch in Moskau (6./7. November), Stockholm (10./11. November) und Singapur (21./22. November).


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