Leipzig (dpa) - Der SV Wehen Wiesbaden rollt das Feld der 3. Fußball-Liga von hinten auf. Der Zweitliga-Absteiger hat gegen Holstein Kiel mit 2:1 gewonnen, blieb zum siebten Male ungeschlagen und kann auf die aktuell beste Serie der Liga verweisen.
Vor einigen Wochen noch Tabellenschlusslicht ist Wehen mittlerweile auf Rang neun angekommen. In der Spitzengruppe feierten der neue Tabellenführer Kickers Offenbach mit dem 4:2 bei Dynamo Dresden, der SV Sandhausen mit 3:2 gegen Borussia Dortmund II und der FC Ergebirge Aue mit 2:0 gegen den FC Rot-Weiß Erfurt Siege. Dagegen verpasste Wacker Burghausen durch ein 0:1 beim VfB Stuttgart II den Sprung auf den Tabellenthron. Jahn Regensburg fiel durch die dritte Niederlage in Serie auf Platz sechs zurück.
Im bayerischen Duell gegen die SpVgg Unterhaching unterlagen die Regensburger mit 1:3. «Nach Fehlern haben wir unnötige Tore kassiert», bemängelte Jahn-Trainer Markus Weinzierl. Unterhachings Coach Ralph Hasenhüttl lobte sein Team: «Nachdem wir unsere Kaltschnäuzigkeit bewiesen haben, brachten wir die Führung gut über die Runden.»
Wehen Wiesbaden blieb mit dem Erfolg gegen die Kieler nicht nur in der Erfolgsspur, sondern verdarb Christian Wück auch seinen Trainer-Einstand bei den Gästen. «Die Niederlage tat sehr weh, aber wir werden daraus lernen», kündigte Wück an. Dagegen hatte Steffen Menze als neuer Chef der Offenbacher Kickers mehr Glück. Die Hessen gewannen bei Dynamo Dresden mit 4:2. Aufreger war aber vor allem, dass die Dynamo-Fans erneut mit Böllern für Ärger sorgten. «Wir haben als Mannschaft überhaupt kein Verständnis für solche dummen Aktionen. Dass nun schon Böller in Richtung des eigenen Torwarts geworfen werden, ist unfassbar», schimpfte Dresdens Torwart Axel Keller. Nun droht den Dresdnern wieder einmal eine Strafe durch das DFB-Sportgericht.
Der SV Sandhausen führte gegen Borussia Dortmunds zweite Mannschaft ebenfalls schon 3:0, musste die Gäste aber noch auf 3:2 herankommen lassen. Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt verlor bei Carl Zeiss Jena mit 0:2. Für die Thüringer war es der erste Sieg nach vier Partien. Allerdings stellte das Ergebnis den Spielverlauf auf den Kopf.




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