Schießbude Hertha: Funkel und Preetz resignieren

So 18.Okt. 09:43:02 2009

Nürnberg (dpa) - Die alte Dame geht am Stock. Nach der fast beispiellosen Serie von acht Niederlagen und dem für die Fußball-Bundesliga untauglichen Auftritt im Krisengipfel beim 1. FC Nürnberg macht sich bei Hertha BSC erstmals Untergangsstimmung breit.

«Im Moment sieht es so aus, dass die Qualität nicht reicht», sagte Trainer Friedhelm Funkel nach der bitteren 0:3 (0:2)-Lektion mit einem Anflug von Resignation. Sportdirektor Michael Preetz stellte fast der ganzen Mannschaft ein Armutszeugnis aus, ein Patentrezept für eine schnelle Genesung des schwer angeschlagenen Patienten hat er aber nicht: «Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Es wird ein langer Weg, bis wir zurückkommen.»

Das Bier, das beide Trainer gemeinsam nach dem Kellerderby trinken wollten, dürfte nur Michael Oenning geschmeckt haben. Mit dem ersten Sieg nach drei Niederlagen schöpft der «Club» dank einer tadellosen Teamleistung und des Schweizer Dreierpacks durch die Tore von Albert Bunjaku (26./60.) und Daniel Gygax (18.) wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Funkel stellt sich dagegen auf schwere Zeiten ein. «Der eine oder andere Spieler ist sich der Lage nicht bewusst. Das muss schnell raus aus den Köpfen, das können wir uns nicht gefallen lassen», kritisierte er und kündigte eine unangenehme Woche für seine Versager an: «Das geht wirklich nur über knochenharte Arbeit.»

Die Zeiten des Kuschelkurses sind vorbei. Der Umgang werde lauter und aggressiver werden, sagte Funkel, «denn den Anschluss finden wir nur, wenn wir die Ärmel aufkrempeln und nicht Hacke, Spitze, eins, zwei, drei spielen.» Tatsächlich machten die Berlin nie den Eindruck, als würden sie sich gegen die Krise aufbäumen. Abwehrspieler Steve van Bergen empfand es nach der unbeherzten und emotionslosen Vorstellung unerklärbar, «dass der Vorletzte mehr kämpft als wir. Wir sollten mit Stolz das Hertha-Trikot tragen».

Sportdirektor Preetz hielt fest, dass die Mannschaft unter einer totalen Verunsicherung leide, und vermisste «die totale Leidenschaft, die im Abstiegskampf» gefragt ist. «Ich habe keinen gesehen, der sich gewehrt hat - außer unserem jungen und unerfahrenen Torwart. Das ist doch bezeichnend», sagte Preetz, der dem armen Sascha Burchert wie auch Funkel trotz einiger Patzer keine Vorwürfe machte. Dessen «vogelwilde» Vorderleute sind vor allem daran schuld, dass die Hertha mit 23 Gegentoren zur «Schießbude» der Liga verkommen ist.

Während Funkel seinen Schützlingen vor und nach dem Europa-League- Spiel gegen den SC Heerenveen den Ernst der Lage vermitteln muss, hat es Kollege Oenning bis zum Bundesliga-Gastspiel des Altmeisters am Samstag in Hoffenheim etwas leichter. «Wir haben das Herz in die Hand genommen. Dieses überzeugende Spiel gibt uns viel Selbstvertrauen für Hoffenheim, wo wir auf einen Sieg hoffen können», sagte der erleichterte FCN-Coach, der auch bei einer Niederlage nicht zur Debatte gestanden hätte. Oenning nahm die drei Zähler bestens gelaunt mit.

 

Kommentare 1 - 4 of 4

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  1. fj_adesso, ne ganze Menge Topspieler spielen in­ Brasilien nicht in der NM, weil die einfach so viele­ gute LEute haben, also pluster dich mal nicht auf. Und­ wenn wieder Sauerstoff ans Gehirn gekommen ist, erklär­ mal, wie Hertha hätte Voronin finanzieren sollen. Die­ Ablöse war einfach nicht zu stemmen.

    Aber so sind die­ Herthafans. Komplett in ihre Traumwelt eingelullt, wo­ Geld keine Rolle spielt und der Verein volle Taschen­ hat.

    Von Volker Armin H, am Mo 19.Okt. 11:47
  2. Das ist der ganze Müll den der Favre verzapft hat mit­ seiner Einkaufspolitik. hat nur Spieler aus der­ Schweiz( Raffael, van Bergen, Lustenberger) und aus­ andern unteren Europäischen Ligen geholt die keinerlei­ Bundesliga erfahrungen hatten, und dabei volkommen­ Unterschätzt wie stark die Bundesliga ist. In der­ Schweiz kann man mit drei guten Mannschaften so etwas­ hinbekommen. Und Spieler wie Stein, Kaka,Janker und­ andere sind nur Mitläufer undbekommen dafür noch ein­ fürstliches Gehalt einfach eine Frechheit. Aber wem­ stört es schon wen jeden Monat das Gehalt auf dem Konto­ ist .Am besten den Kacar für 12 Mio verkaufen und dafür­ in mehrere Spieler investieren und die Spieler von­ denen man weiß das Sie nicht mitziehen sofort auf Eis­ legen. Denn die wissen genau der Trainer braucht­ nächsten Samstag wieder Elf Mann und er muß die­ Versager wieder aufstellen.Den die 2-3 guten Leute in­ der Mannschaft haben auch keine Lust mehr sich den @#$%­ aufzureisen und somit geht die Reise unaufhörlich nach­ unten.

    Von ETE, am So 18.Okt. 13:00
  3. nachtrag:

    DA WIRD EIN WICHNIAREK VERPFLICHTET ;DAS­­­ KOSTET ALLES IN ALLEM (MIT GEHALT ;ETC ) CA 2 mio €
    ­­ +­ dieser spieler reißt NICHTS , ABSOLUT N ICHTS­­­ :
    TROTZDEM WIRD ER VON PREETZ + konsorten , stark­­­ geredet ,als neuer heilsbringer dargestellt usw ,+ er­­­ spielt jedes spiel , + er reißt nichts,

    IM­ GEGENSATZ­­ ZU EINEM WORONIN; DER ALLEINE BEI 4 SPIELEN­ (cottbus­­ ,bayern ,+ 2 mal leverkusen ) HERTRHA ALLEINE­ ZUM­ SIEG­ SCHIEßT , + der in berlin bei hertha bleiben­­ will ,der­ wird solange hingehalten mit fragwürdigen­­ argumenten +­ zögern ,das er schließlich von selbst­ geht­ .

    das ist­ hertha bsc einkaufspolitik 2009­ ,

    oder­ ein kaka der­ in brasilien nicht mal­ mitspielen darf ­ wird als­ verteidiger geholt +­ entscheidet dann spiele­ wie gegen­ hamburg mit drei­ katastrophalen fehlern­ komplett für­ den gegner,
    aber­ ein simunic wird für­ nicht gut genug­ empfunden +­ vergrault

    auch das ist­ hertha bsc­ einkaufspolitik­ 2009

    da fragt man sich­

    WER SCOUTET­ SOLCHE LEUTE­ ????

    MR. BEAN ?????
    OTTO­ WALKES
    ANGELA­ MERKEL????

    Von fj_adesso, am So 18.Okt. 11:08
  4. Ich bin mit Leib und Seele Hertha Fan!Aber was da­ zurzeit abgeht kann ich nicht mehr aushalten.
    Was­ bilden sich Spieler eigenlich ein?Sie lassen noch nicht­ mal erkennen das sie überhaupt kämpfen und den ernst­ der Lage erkannt haben!Sie sollen aufhören zu jammern­ und endlich mit leidenschaft kämpfen!

    Von jan-tilman, am So 18.Okt. 10:53
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