Paris (dpa) Die Paarlauf-Weltmeister Aljona Savchenko/Robin Szolkowy haben einen denkbar schlechten Start in die Grand-Prix-Serie erwischt: Nach einer Katastrophen-Kür landeten die Chemnitzer in Paris bei der Trophée Bompard nur auf Rang drei.
Es ging fast alles schief, was nur schief gehen konnte. Ein Ausrutscher von Savchenko bei der Spiralschrittfolge brachte die Sachsen total aus dem Konzept und sie verpatzten auch noch den dreifachen Salchow, die Todesspirale und den Wurfsalchow. Fassungslos schüttelte Savchenko nach dieser Vorstellung den Kopf, und Szolkowy verharrte mit versteinerter Miene in der Schlusspose. Nun wollen beide sogar überdenken, ob sie die schwere Kür zu einer von André Rieu eingespielten Version des Ohrwurms «You'll never walk alone» ad acta legen sollen.
«Jetzt müssen wir sehen, was wir machen. Wir entscheiden, wenn wir wieder zu Hause sind», sagte Trainer Ingo Steuer. Mit 174,42 Punkten fielen die Deutschen klar hinter die fehlerlosen Russen Maria Muchortowa/Maxim Trankow (192,93 Punkte) und die Kanadier Jessica Dubé/Bryce Davison (180,97 Punkte) zurück. Eine wirkliche Erklärung für den Blackout hatten weder die Sportler noch Steuer am Tag danach. «So was kann passieren. Letztes Jahr ist es im Grand-Prix-Finale passiert», sagte Savchenko am Sonntag.
Die gebürtige Ukrainerin lag direkt nach der Nebelhorn-Trophy Ende September mit einer fiebrigen Erkältung im Bett. «Wir haben erst Montag und Dienstag dieser Woche wieder voll trainieren können», erklärte Steuer. «Im Kurzprogramm kann man das noch kompensieren, in der Kür fehlt die Kraft.» Wegen der Erkrankung hatten die Chemnitzer ein Schaulaufen in Mailand abgesagt.
«Wenigstens die Olympia-Norm haben wir geschafft», meinte Szolkowy ironisch. Die Vorgabe dafür war, einmal auf dem Treppchen zu stehen. Für die Herren war diese Norm auf 173 Punkte festgelegt, die der deutsche Meister Peter Liebers mit 176 Zählern zum zweiten Mal knackte. Der Berliner, der in Paris mit solider Leistung auf Rang zehn kam, hat damit als erster deutscher Läufer diese Hürde genommen.
In Paris beeindruckte Weltmeisterin Yu-Na Kim aus Korea, die mit 210,03 Punkten einen neuen Rekord aufstellte und auch Ex- Weltmeisterin Mao Asada (Japan) deklassierte. In dieser Form dürfte die Koreanerin kaum zu schlagen sein. Den hochklassigen Herren- Wettbewerb gewann Nobunari Oda aus Japan. Der französische Europameister Brian Joubert enttäuschte wie schon oft zu Saisonbeginn als Vierter.


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Kommentare 1 - 1 of 1
Mir tut dieses ernüchternde Abschneiden von Aliona und Robin leid, aber eigentlich kann man sagen, dass sie nach dieser Kür mit Platz 3 noch recht glimpflich davongekommen sind (Bonus für amtierende Weltmeister?). Immerhin haben sie so die Olympia-Vorgabe des NOK geschafft.
Hoffen wir, dass sie sich fangen und es in der olympischen Entscheidung spannend machen können.
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