Hanley gewinnt Großen Preis vor Sloothaak

So 18.Okt. 15:44:05 2009

Kiel (dpa) - Der Ire Cameron Hanley hat beim internationalen Springturnier in Kiel den Großen Preis gewonnen. Auf dem 250 Meter langen Parcours verwies der Springreiter auf Livello mit 12/100 Sekunden Vorsprung Franke Sloothaak aus Borgholzhausen im Stechen auf Rang zwei.

Rekordsieger Sloothaak blieb mit Allegro wie insgesamt vier der sechs Qualifizierten ohne Abwurf und war trotz der knappen Niederlage zufrieden. «Ich bin sehr glücklich mit dieser Runde», sagte der 51-Jährige.

Dritter wurde Hanleys Landsmann Denis Lynch auf Tarpan (0/35,57) vor dem Marler Christian Ahlmann mit Lorenzo (0/36,08). Der Spanier Sergio Alvarez Moya stürzte und schied verletzt aus. Bei der 20. Auflage der Traditionsveranstaltung in der Kieler Sparkassen Arena wurden insgesamt Preisgelder in Höhe von rund 200 000 Euro ausgeschüttet.

Mylene Diederichsmeier aus Steinhagen, die noch das Championat gewonnen hatte, verpasste auf Soloterma mit einem Fehler am letzten Hindernis den Einzug ins Stechen. «So ein Mist. Vielleicht haben wir gedacht, dass es ja nur noch ein Hindernis ist und waren zu unkonzentriert», sagte Diederichsmeier enttäuscht. Tags zuvor war sie auf ihrem zehnjährigen Hengst Quartz im Stechen ohne Abwurf geblieben und schaffte in 35,87 Sekunden die schnellste Zeit aller neun qualifizierten Reiter. Zweiter wurde der Niederländer Willem Greve auf Ukato (0/37,06) vor Hanley mit Southwind (0/37,73). Der ebenfalls fehlerfreie Borkener Markus Ehning verpasste im Sattel von Anka als Vierter das Siegerpodest nur um 4/100 Sekunden.

Franz-Josef Dahlmann (Sendenhorst) schrammte am Sieg in der Qualifikation zum Großen Preis knapp vorbei. Mit Lifou kam der Angestellte von Bundestrainer Otto Becker mit einem Rückstand von 8/100 Sekunden auf Greve auf Platz zwei. Greve siegte auf Ude fehlerfrei in 34,08 Sekunden. Nur drei Reiter absolvierten die Siegerrunde ohne Hindernisfehler, darunter auch der Bruder des Weltranglisten-Ersten Marcus Ehning. Johannes Ehning (Borken) hatte auf Salvador lediglich einen Zeitfehler und wurde Dritter. Mit Janne- Friederike Meyer und Chikas Way auf Rang fünf und Jörg Kreutzmann mit Sauternes ter Vlucht auf Rang sieben kamen zwei weitere deutsche Reiter unter die Top Ten.

 

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