ALBA siegt gegen Oldenburg - Artland Spitzenreiter

So 18.Okt. 22:44:13 2009

Frankfurt/Main (dpa) - ALBA Berlin hat Titelverteidiger EWE Baskets Oldenburg im Giganten-Duell der Basketball-Bundesliga in die Schranken gewiesen und eine klare Kampfansage an die Konkurrenz gerichtet.

«Wir wollten zeigen, was los ist in der Bundesliga», sagte Nationalspieler Steffen Hamann nach dem 69:67-Erfolg. Neben Oldenburg kassierte auch der Mitteldeutsche BC mit einem 91:101 bei den Artland Dragons die erste Niederlage in dieser Spielzeit und musste die Tabellenführung an den Kontrahenten aus Quakenbrück (8 Punkte) abgeben. Ungeschlagen sind wie ALBA und Artland auch noch die Phantoms Braunschweig, die ihr drittes Saisonspiel mit 75:74 bei EnBW Ludwigsburg gewannen.

Mit dem Sieg gegen Oldenburg, der lediglich in der Schlussphase noch einmal in Gefahr geriet, feierten die Berliner einen perfekten Bundesliga-Start und machten das ernüchternde Aus in der Euroleague- Qualifikation vergessen. «Es war ein verdienter Erfolg, weil ALBA über die gesamte Länge des Spiels die bessere Mannschaft war», befand Bundestrainer Dirk Bauermann als Co-Kommentator im DSF.

Vor 11 835 Fans in der Berliner O2-World erwischten die Gäste den besseren Start und zogen auf 16:10 davon. Dann aber kam ALBA auf Touren und drehte mit einem 16:0-Lauf zum 26:16 die Partie. Vor allem Hamann agierte in dieser Phase bärenstark. «Er hat ALBA Energie gegeben», lobte Bauermann. In der Folge kontrollierten die Berliner die Partie und hätten den Sack zumachen müssen.

Doch dann zog der Schlendrian ein und Oldenburg kam 15 Sekunden vor Schluss noch einmal auf 67:68 heran. «Wir hätten es am Ende einfacher haben können, aber der Sieg war verdient», meinte Hamann. Beste Werfer bei Berlin waren Neuzugang Kenan Bajramovic (13 Punkte) sowie Immanuel McElroy und Blagota Sekulic (je 11). Für Oldenburg trafen Rickey Paulding (21) und Je'Kel Foster (16) am häufigsten.

Ein Spektakel erlebten die 3000 Fans in Quakenbrück, wo beide Teams ein Offensiv-Feuerwerk abbrannten. Nachdem das Geschehen ständig hin und her wogte, hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich. Ronald Ross (20) überragte bei den Dragons, Giorgi Gamqrelidze (18) war bester Werfer für den Tabellenzweiten Weißenfels (7). Der Tabellendritte aus Braunschweig (6) konnte sich beim knappen Sieg in Ludwigsburg einmal mehr auf Nationalspieler Heiko Schaffartzik, der mit 19 Punkten überragender Akteur auf dem Parkett war, verlassen.

Ein Schützenfest feierten die Skyliners Frankfurt beim 98:66 gegen die Tigers Tübingen. Beste Werfer bei den Hessen waren vor 4690 Zuschauern Derek Allen (18) und Aubrey Reese (16). Auch Grayson Moyer (14), Seth Doliboa (13) und Quantez Robertson (10) trafen zweistellig. Auf Tübinger Seite stemmten sich Romeo Travis (16) und Aleksandar Nadjfeji (9) vergeblich gegen das Debakel. «Alle Spieler haben ihren Job verstanden und gut gemacht. Nach der knappen Niederlage in Oldenburg war dieser deutliche Sieg für unsere Moral sehr wichtig», sagte Skyliners-Coach Murat Didin.

 

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