Die Formel-1-Weltmeisterschaft 2009 ist bereits ein Rennen vor dem Ende der Saison entschieden: Jenson Button sicherte sich mit einer großartigen Fahrt voller spektakulärer Überholmanöver den WM-Titel mit einem fünften Rang beim Großen Preis von Brasilien. Der 29-Jährige ist der 31. Weltmeister in der Formel-1-Geschichte, der zehnte aus Großbritannien. Nach zehn Jahren in der Formel 1 ist der Rennfahrer aus Frome am Ziel seiner Träume angekommen.
Das Brawn-Team sicherte sich auf der Rennstrecke von Interlagos zudem die Konstrukteursweltmeisterschaft gegen Red Bull Racing, für die man nur noch einen WM-Zähler brauchte. Für das Ex-Honda-Team, das im Winter noch vor dem Aus stand und dann durch ein Team rund um Teamchef Ross Brawn gerettet wurde, ein Erfolgsmärchen in der "Königsklasse des Motorsports".
Das Rennen gewann unterdessen Mark Webber für Red Bull Racing, der nach dem Nürburgring seinen zweiten Sieg holte. Hinter ihm fuhr Robert Kubica einen starken zweiten Rang für das BMW Sauber F1 Team heraus. Auf das Podium schaffte es ferner Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes.
Sebastian Vettel musste als Vierter seinen Traum vom WM-Titel begraben. In die Punkte kamen ferner Kimi Räikkönen im Ferrari auf dem sechsten Rang und Sébastien Buemi (Toro Rosso) auf dem siebten Platz. Rubens Barrichello musste als Achter nicht nur seinen Traum vom Sieg beim Heimrennen begraben, sondern auch die Hoffnungen auf den Gewinn des WM-Titels.
Nicht ins Ziel kamen die beiden Williams-Piloten Kazuki Nakajima und Nico Rosberg, Nick Heidfeld im BMW Sauber, Adrian Sutil für Force India, Jarno Trulli im Toyota und Fernando Alonso im Renault.
In der ersten Runde ging es äußerst turbulent zur Sache. Kimi Räikkönen fuhr nach einem starken Start auf Mark Webber im Red Bull auf, zerstörte sich dabei den Frontflügel seines Ferraris. Vorne kollidierte Adrian Sutil im Force India und Jarno Trulli im Toyota miteinander, als Trulli in einer Linkskurve rechts außen überholen wollte, ihm jedoch der Platz ausging, da innen Sutil fuhr - beide flogen von der Strecke. Sutil hoppelte durch die Wiese, krachte in der Folge in Fernando Alonso und schoss den Renault-Piloten ab.
Kimi Räikkönen erlebte beim Boxenstopp einen Schreckmoment. Mit repariertem Auto kam der Finne wieder in die Boxengasse gefahren, als vor ihm Heikki Kovalainen den Tankschlauch abriss und durch die Boxengasse schleifte. Herauslaufendes Benzin spritze auf den Ferrari, der kurze Zeit in einem Feuerball abtauchte. Kovalainen hatte sich zuvor im Senna-S gedreht und kam zum Reparatur-Stopp. Sebastian Vettel hatte zuvor Kovalainen am rechten Hinterreifen erwischt.
Für Adrian Sutil, Jarno Trulli und Fernando Alonso war das Rennen somit vorzeitig gelaufen - sie sahen, wie die Rennleitung nach dem Chaos zunächst das Safety Car auf die Strecke schickte, das am Ende der vierten Runde das Rennen wieder frei gab.
Die Reihenfolge nach den ersten sechs Runden: Rubens Barrichello vor Mark Webber, Robert Kubica, Nico Rosberg, Sébastien Buemi, Kamui Kobayashi, Kazuki Nakajima, Jenson Button und Sebastian Vettel auf dem neunten Rang. Nick Heidfeld Elfter, Lewis Hamilton 13., Kimi Räikkönen 14.
Als erster Fahrer kam in der 20. Runde Nick Heidfeld zum planmäßigen Stopp. Einen Umlauf später folgte der führende Barrichello. In der 22. Runde war das Rennen für Heidfeld gelaufen - er musste seinen BMW Sauber neben der Strecke abstellen - weil ihm der Sprit ausging, das Tanken beim Stopp nicht funktioniert hatte. In der 23. Runde kam Teamkollege Robert Kubica zum Stopp. In der 24. Runde folgten Rosberg und Buemi.
In Runde 26 kam der zu diesem Zeitpunkt führende Webber an die Box - und kam vor Barrichello zurück auf die Strecke! Nico Rosberg fuhr in seinem Williams in der 27. Runde plötzlich langsam um die Strecke - und musste sein Auto an der Box abstellen. In der 29. Runde kam Button auf der zweiten Position liegend zum Auftanken und Reifenwechsel.
In der 30. Runde war das Rennen für Nakajima gelaufen, nachdem er ohne Frontflügel quer über die Strecke schoss und in die Reifenstapel krachte - sich dabei jedoch nicht verletzte. Zuvor war Kobayashi aus der Box gekommen, und wollte Nakajima am Vorbeifahren hindern, wobei Nakajima den Frontflügel seines Williams beim Auffahrmanöver einbüßte.
Erst in der 37. Runde kam Vettel zu seinem ersten Stopp. Dabei klemmte das Rad links vorn, sodass der Red Bull Racing-Pilot rund drei Sekunden Zeit verlor. Die Abstände nach 39 von 17 Runden: Webber 6,5 Sekunden vor Kubica, 12,0 vor Barrichello, 12,6 vor Hamilton, 25,8 vor Räikkönen, 27,3 vor Button, 28,0 vor Vettel, 29,7 vor Buemi und 35,8 vor Kobayashi auf dem zehnten Platz.
In der 50. Runde kam Barrichello zu seinem zweiten Stopp an die Box. Eine Runde später folgte Webber - und konnte die Führung behalten. Im 55. Umlauf tankte Button - eine Runde später Vettel. Dabei konnte der Deutsche eine Position gegen Button gewinnen - doch der WM-Titel war zu dieser Zeit schon lange weg.
In der 61. Runde musste Rubens Barrichello Lewis Hamilton am Ende der Start- und Zielgeraden passieren lassen und verlor damit den dritten Rang. Der Brawn-Pilot hatte zuvor Vibrationen am Vorderrad gemeldet. Zwei Runden später musste der Lokalmatador mit einem Reifenschaden an die Box kommen und fiel dadurch auf den achten Rang zurück.
Die Reihenfolge fünf Runden vor dem Ende des Rennens: Mark Webber vor Robert Kubica, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, dem neuen Weltmeister Jenson Button, Kimi Räikkönen, Sébastien Buemi, Rubens Barrichello und Heikki Kovalainen auf dem neunten Platz.
Ausführlicher Rennbericht folgt an dieser Stelle in Kürze
(Motorsport-Total.com)




Kommentare 1 - 2 of 2
Barrichello kann seinem Schicksal nicht entfliehen als Wasserträger geboren worden zu sein.
schade für pechochello der ewige verlierer.aber button ein guter welrmeister......
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