WM in Berlin - Neue Enthüllungen im Fall "Semenya"

Eurosport - Fr 18.Sep. 16:22:00 2009

Bei der umstrittenen 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya hat der südafrikanische Verband offenbar schon vor den WM in Berlin ein Geschlechtstest vorgenommen, berichtete die Zeitung "Guardian Weekly". Semenya wurde dabei im Glauben gelassen, es handle sich dabei um eine Dopingkontrolle.

ATHLETICS 2009 Berlin 2009 Semenya - 0

Demnach gab es zwischen Molatelo Malehepo, dem Generalsekretär des Verbandes (ASA) und dem Mannschaftsarzt Harold Adams einen Schriftwechsel, in dem darauf Bezug genommen wird. Adams machte darin zwei Vorschläge, wie man mit der heiklen Angelegenheit umgehen könne: "Wir haben ein medizinisches Gutachten und nehmen es mit nach Berlin" oder: "Wir machen nichts und werden die Angelegenheit behandeln, falls sie in Berlin aufkommt." Malehepo habe daraufhin Adams vertraulich gebeten, die Tests fortzusetzen.

Bisher hatte die ASA abgestritten, dass bei der Athletin ein Geschlechtstest vor der WM durchgeführt worden sei. Semenyas früherer Coach Wilfred Daniels hatte dies jedoch behauptet. ASA-Präsident Leonard Chuene wollte den Pressebericht nicht kommentieren und verwies auf eine Pressekonferenz an diesem Samstag: "Dann legen wir den Bericht vor".

Zweiter Geschlechts-Test während der WM

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte wegen der rapiden Leistungsentwicklung und der männlichen Erscheinung der 18-jährigen Läuferin noch einen Geschlechts-Test bei Semenya während der WM in einer deutschen Klinik angeordnet. Der Fall hat für großes Aufsehen gesorgt und zu sportpolitischen Verwicklungen geführt.

Der südafrikanische Sportminister Makhenkesi Stofile hatte zuletzt auf Enthüllungen in den Medien, Semenya sei ein Zwitter, brüsk reagiert und bei einem eventuellen IAAF-Startverbot der Läuferin in Frauen-Rennen mit einem "dritten Weltkrieg" gedroht. Die IAAF will die Ergebnisse des Geschlechts-Tests nicht vor November öffentlich machen und sie zunächst durch Experten prüfen lassen.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 7 of 7

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  1. Bin ein neugieriger Mensch. Deshalb würde es mich -­ ehrlich gesagt - jetzt schon mal
    interessieren,­ wieviele "indecent offers" diese/r CASTER­ bekommen hat, seit die
    Geschichte am Kochen ist...von­ Männer u n d von Frauen mit - sagen wir­ vorsichtig,
    damit es nicht Daumen nach unten regnet -­ "sexuell exquisitem Geschmack"...?
    Wenn S i e­ mit dem Gedanken spielen, das Herz dieser­ "Dame" zu erobern - Eile scheint
    geboten :­ es kann m.E. wirklich nicht mehr allzulange dauern, und­ der rührige PLAYBOY
    wird seine Millionenofferte­ abgeben. Dann wird`s richtig teuer für Privatleute -­ mit dem Erobern....
    PS. Kann allerdings verstehen, wenn­ sich hierzu CASTER selbst und der Verband in
    ­ entrüstetes Schweigen hüllen - im Fall selbst konnte­ ich das allerdings nicht.

    Von youdepp, am So 20.Sep. 22:58
  2. schIampe

    Von l9462l, am Sa 19.Sep. 22:39
  3. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Es ist doch lächerlich, da bringt jemand der­ zufälligerweise kein Mann ist eine Topleistung, und­ danach kommen gleich Gerüchte auf von wegen keine Frau.­ Nicht mehr als der Neid von irgendwelchen­ Neandertalern, wenn jemand zu gut ist einfach mal­ draufhauen. Es ist doch erschreckent wie klein der­ Geist der Verantwortlichen doch zu sein scheint, dass­ es ihnen unmöglich ist gute Leistungen zu akzeptieren­ die mal ausserhalb ihres Kategoriedenkens sind.

    Von ............................, am Sa 19.Sep. 18:09
  4. Neue Enthüllungen?
    Wie wäre es mit den ERGEBNISSEN der­ Test, Du gerüchteschleudender Reporter?

    Von Ingo, am Sa 19.Sep. 12:58
  5. Es hätte mich - ehrlich gesagt - auch erstaunt, wenn­ den südafrikanischen Verantwortlichen nicht auch schon ­ v o r der WM Zweifel an SEMENYA gekommen wären.
    Dazu­ sieht sie einfach zu maskulin aus und lief auf Anhieb­ Zeiten, mit denen man in
    Berlin gewinnen konnte. Zu­ diesem Zeitpunkt hätte man noch alles abwenden können­ -
    wollte dies aber wohl aus Medaillengier nicht und­ hatte auch nicht den Mumm,
    dem Mädchen oder ihren­ Eltern reinen Wein einzuschenken. Also ließ man sie ins­ offene Messer laufen in der trügerischen Hoffnung, daß­ wohl nichts passieren würde. Irrtum.
    Und der Skandal­ nahm seinen Anfang....

    Von high_nuhn, am Fr 18.Sep. 19:48
  6. "Der südafrikanische Sportminister Makhenkesi­ Stofile hatte zuletzt auf Enthüllungen in den Medien,­ Semenya sei ein Zwitter, brüsk reagiert und bei einem­ eventuellen IAAF-Startverbot der Läuferin in­ Frauen-Rennen mit einem "dritten Weltkrieg"­ gedroht"...............der Typ ist ein­ Dummschwätzer allerbester Machart...............und die­ "Presse" kolportiert sowas auch­ noch..............dumm dümmer Stofile..............

    Von Markus K, am Fr 18.Sep. 19:07
  7. Er, Sie, Es...
    Wer weiss das schon.

    Von BenRush, am Fr 18.Sep. 17:27
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