Es ist zwar positiv, dass die "Crashgate"-Affäre von Singapur mit einem Jahr Verspätung doch noch ans Licht gekommen ist, aber immer mehr Indizien deuten darauf hin, dass wichtige Entscheidungsträger schon lange von der Manipulation des Nachtrennens durch das Renault-Team, das Fernando Alonso mit einer künstlich herbeigeführten Safety-Car-Phase zum Sieg verholfen hat, wussten.
Bernie Ecclestone, eines der 26 Mitglieder des FIA-Motorsport-Weltrats, der nächste Woche im Fall Renault entscheiden wird, gibt offen zu, dass er schon im Mai erstmals darauf angesprochen wurde. Nun behauptet Nelson Piquet sen. aber, dass FIA-Rennleiter Charlie Whiting sogar schon beim Saisonfinale in Brasilien 2008 von ihm informiert wurde! Dies geht aus einem offiziellen Untersuchungsprotokoll hervor, das auszugsweise vom 'Daily Mirror' veröffentlicht wurde.
"Als das in Singapur passiert ist, konnte ich es nicht glauben", wird Piquet sen. zitiert. "Ich bin schon mein Leben lang im Motorsport und konnte es nicht glauben. Also habe ich Nelson angerufen und er sagte mir, sie hätten ihn gebeten, bei diesem und jenem zu helfen. Ich sagte: 'Okay, aber du hättest dich verletzen können - und wenn nicht dich selbst, dann jemand anderen!' Und er sagt: 'Ja, ich weiß, dass es falsch ist.'"
"Jedenfalls habe ich in Brasilien mit Charlie gesprochen. Ich sagte ihm: 'Was kann Nelson passieren, wenn ich das aufdecke?' Ich war schließlich besorgt darüber, Nelsons Karriere zu ruinieren", so Piquet sen. Von jener Unterhaltung mit Whiting dauerte es mehr als acht Monate (!), bis seitens der FIA eine Untersuchung des Rennens in Auftrag gegeben wurde. Diese brachte erdrückende Beweise hervor, die Renault gar nicht erst anfechten will.
FIA-Präsident Max Mosley hat am vergangenen Wochenende in Monza erklärt, dass es von Anfang an Spekulationen über ein "Crashgate" gegeben habe, aber keine handfesten Beweise. Die lange Verzögerung ist so zu erklären, dass Piquet jun. seine Erklärung unter Eid erst im Juli abgegeben hat. Aus dieser ging hervor, dass er in Singapur 2008 von Pat Symonds und Flavio Briatore gebeten wurde, absichtlich einen Unfall zu produzieren.
(Motorsport-Total.com)




Kommentare 1 - 4 of 4
Ihr habt ja alle Recht, was Piquet betrifft, aber dann sperrt auch den Alonso. Und was ist, wenn, wie sehr wahrscheinlich, @#$%-Nutten-Mosley und Ekelstein auch alles wußten ? Na was machen wir mit denen ? Teeren, federn, aufs Rad flechten ?
ich möchte in so einem Fall auch nicht in der Haut eines Fahrers stecken, der von seinem Chef einen solchen "Vorschlag" unterbreitet bekommt. Für Piquet jr gab es nur die Alternative weiter im Renault Team aber unehrlich, oder sich gewissermaßen selbst die Karriere zu verhauen, dafür aber ehrlich zu sein.
Er hat sich für die Karriere im Briatore-Team entschieden und hat den Deal mitgemacht. Wie sagt man so schön: mitgehangen, mitgefangen, oder?
Die Kronzeugenregelung mag ja manchmal gut sein (in Mordfällen oder ähnlichem), aber Piquet jr hätte meines Erachtens keine Straffreiheit zugesichert werden dürfen. Er ist schuldig! Wie dem auch sei, wäre ich Teamchef, würde ich Piquet NIEmals jetzt noch als Fahrer einstellen, genauso wenig wie Alonso als er (sein) McLaren-Team verraten hatte. Ob die echten Teamchefs auch so denken? Insofern wäre Piquets Karriere eh beendet...
Korrupt und mitschuldig da hast du recht.
Die komplette F1 ist korrupt. Die waren schon seit 2008 informiert worden und haben nichts unternommen. Schande für die F1.
Ich finde, dass wenn man schon korrupt ist dann sollte man wenigstens die Schnauze halten. Natürlich ist das Ganze hier eine riesen Schweinerei und hoffe, dass die Schuldigen auch dafür bezahlen werden. Aber der Piquet hatte immernoch die Wahl, Ja oder Nein. Und er hat es getan. Also korrupt und mitschuldig.......Meine Meinung
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