Tour de France - Fedrigo lässt die Franzosen jubeln

Eurosport - Sa 18.Jul. 20:42:00 2009

Pierrick Fedrigo (Bouygues Telecom) hat die 9. Etappe der Tour de France von Saint-Gaudens nach Tarbes im Sprint eines Ausreißerduos gegen den Italiener Franco Pellizotti (Liquigas) gewonnen. Den Sprint des Hauptfeldes, das zu spät Jagd auf die Führenden machte, gewann Oscar Freire aus Spanien.

CYCLING 2009 Tour de France 9e étape Pierrick Fédrigo SLIDE - 0

Die Etappe begann wie erwartet unruhig und mit vielen Ausreißversuchen. Doch das Peloton wollte zunächst keine Ausreißer davon lassen und hielt das Tempo hoch. Dennoch machte sich eine zwölfköpfige Gruppe auf den Weg und brachte wenige Sekunden zwischen sich und das Feld. Es war dann aber Lance Armstrong höchstpersönlich, der durch einen beherzten Antritt den Fluchtversuch stoppte.

Eine Gruppe mit dem Deutschen Jens Voigt (Saxo Bank), Pellizotti, Fedrigo und Leonardo Duque (Cofidis) schaffte es dann sich abzusetzen. Diese vier Fahrer arbeiteten zunächst gut zusammen und vergrößerten den Vorsprung auf das Feld auf maximal fünf Minuten. Nach einer schnellen ersten Rennstunde mit 48 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit wartete der Col d'Aspin auf die Fahrer. Dort hinauf verlor dann der Kolumbianer Duque den Anschluss, Pellizotti überquerte den Gipfel als Erster vor Fedrigo und Voigt. Nach einer 14 Kilometer langen Abfahrt ging es für die Fahrer über 17,1 Kilometer bergauf zum Tourmalet. Schon bald erhöhten Pellizotti und Fedrigo das Tempo, und das hatte zur Folge, dass Voigt den Anschluss an das Führungsduo verlor.

Zwei Sprinter halten Anschluss an die Kletterer

Im Anstieg zum Tourmalet bildete sich aus dem Hauptfeld heraus eine Verfolgergruppe in folgender Besetzung: Jürgen Van de Broeck (Silence Lotto), Sergio Pualinho (Astana), Juan Manuel Garate, Laurens ten Dam (beide Rabobank), Egoi Martinez, Amets Txurruka (beide Euskaltel), David Moncoutie (Cofidis) und Thomas Voeckler (Bouygues Telecom). Diese acht Fahrer brachten aber maximal eine Minute zwischen sich und das Feld. Deshalb wurden die Fahrer bereits kurz nach der Abfahrt wieder vom Hauptfeld geschluckt.

Auf den letzten 40 Kilometern stellte sich die Frage, ob der Vorsprung der Ausreißer reichen würde. Im Hauptfeld arbeiteten Caisse D'Epargne und Rabobank gemeinsam daran, den Vorsprung der beiden Ausreißer mit großem Aufwand abzubauen. Das mäßige Tempo des Feldes hinauf zum Tourmalet hatte nämlich zur Folge, dass die Sprinter Freire (Rabobank) und Jose Joaquin Rojas (Caisse D'Epargne) im Flachen zurückkamen.

Sprinterteams arbeiten vergebens

Die Arbeit der Sprinterteams kam aber zu spät. Pellizotti und Fedrigo machten den Sieg unter sich aus. Der Italiener zog den Sprint an, Fedrigo zog aus dem Windschatten vorbei und holte seinen zweiten Tour-de-France-Etappensieg nach 2006. Der Franzose war nach dem Sieg überglücklich: "Ich habe mir die letzten Kurven der Etappe genau angeschaut. Das hat mir heute sicherlich geholfen. Es war heute sehr hart und schnell, aber der Sieg lässt die Schmerzen vergessen."

Den Sprint des Hauptfeldes, das mit 34 Sekunden Rückstand ins Ziel kam, gewann Freire überlegen. Rojas wurde Sechster. Rinaldo Nocentini bleibt weiter in Gelb, neuer Führender in der Bergwertung ist der Spanier Martinez. Danilo Napolitano (Katusha) kam außerhalb der Karenzzeit ins Ziel und darf am Dienstag nicht mehr an den Start gehen.

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Nikolaus Przemek / Eurosport

Kommentare 2 - 21 of 21

Kommentare sortieren: Aktualität
  1. SuperLangweiler "Lance Hauptfeld Armstrong" -­ Hey Junge, Deine Taktik nervt!!!

    Von Horst, am Mo 13.Jul. 10:55
  2. Tour de Farce würde ich es nicht nenne, da gab es schon­ viel schlimmere. Ich wünsche mir nur etwas mehr­ Spannung.
    Zugegeben, die Streckenführung hat in den­ Bergen auch nicht gerade zum Angriff aufgerufen. Aber­ das wurde hier schon thematisiert.

    Von m270896, am Mo 13.Jul. 7:41
  3. Hoffentlich ist sie bald zu Ende - die Tour de­ Farce!!!!!!!!

    Von Gerd Müller, am Mo 13.Jul. 7:25
  4. Leider geht derzeit nicht viel bei der Tour.
    Armstrong­ hat das Geschehen genau im Blick und das Spielchen im­ Griff. Ich erinnere nur an die Langeweiletouren von­ 99-2005. Da war klar was passiert, nämlich nichts oder­ nicht viel.

    WEsentlich interessanter fand ich da die­ letzten Jahre, wo Armstrong nicht dabei war. Da war­ Leben im Feld, da gab es taktische Fehlentscheidungen­ usw.

    Auch wenn Armstrong, was das betrifft, ein­ wirkliches Ass und ein Super REnnfahrer ist... mir wäre­ lieber, er würde dem Radsport fern bleiben.

    Ich hoffe­ auf die Alpen und ein paar Attacken der anderen Fahrer,­ die nicht gerade bei Astana fahren.

    Von m270896, am Mo 13.Jul. 7:02
  5. stachelnase
    ... du pflückst natürlich genau den teil­ aus meiner aussage, der argumentativ zugegeben am­ schwächsten ist... es ist mir schon klar, das fabian­ nur schwer ein toller kletterer werden kann... obwohl­ er bei der diesjährigen tour de swiss auch in den­ bergen überzeugt hat.... ich bin froh, relativierst du­ deinen verdacht gegen ihn auch gleich wieder... in der­ schweiz wird er sehr sehr oft getestet... neben dem­ radsportverband testen zum beispiel auch die­ schweizerischen olympia-selektionäre etc...
    .. ich­ denke du siehst aber schon ein, das es nun einfach­ schon länder gibt, in denen es nicht wie in frankreich­ und der schweiz sehr large zu und her geht.... dies war­ eigentlich die hauptstossrichtung meines post's....

    Von rogerf68, am Mo 13.Jul. 0:28
  6. Die Tour ist im Moment totall fad. Nichts gegen­ Tagessieger, aber egal wer immer ausreisst, solange das­ Feld eine Minute dahinter ist schert sich kein Ass­ drum. Lance und die 2 anderen sind immer in Führung,­ keiner tut dem anderen was, ist einfach öde.

    Von senheitelbarbara, am Mo 13.Jul. 0:19
  7. @rogerf: ZITAT "ich meine sieh­ dir mal auch einen­ cancellara an... der ist ja wirklich­ ein superprofi,­ aber der hechelt auch den dopingfritzen­­ hinterher..."
    Für die Berge ist jemand wie­ Cancellara definitiv zu schwer. Im Zeitfahren hilft ihm­ seine Muskelmasse, am Berg ist sie eindeutig­ hinderlich. Daher finde ich es unpassend, die Leute die­ am Berg besser sind als gedopt hinzustellen.
    Und­ bezüglich Cancellara noch eine Anmerkung: Hat sich mal­ wer die Zeitfahrstrecke in Salzburg (wo er Weltmeister­ wurde) angeschaut? Wer da nen 50er Schnitt hinlegt, ist­ entweder übermächtig, außerirdisch oder hat­ nachgeholfen. Da ich aber nicht zu denen gehöre, die­ vorschnelle Urteile als gegeben betrachten, halte ich­ ihn noch immer für den reinen Wahnsinn unter den­ Zeitfahrern und seh ihm gerne zu. So lange nichts­ nachgewiesen oder zumindest sehr wahrscheinlich ist­ (wie zB bei Contador) gilt für mich die­ Unschuldsvermutung. Generalverdacht kann nicht die­ Antwort auf die vielen Dopingskandale sein. Eine­ ähnliche Fairness erwarte ich auch von anderen­ Zuschauern - und auch in Hinsicht auf die Bergfahrer im­ Peloton (die wiederum im Zeitfahren meist nicht allzu­ viel zu melden haben)

    Von stachelnase, am Mo 13.Jul. 0:09
  8. Schade Jens klappts halts ein ander mal viel Glück.

    Von ulrich, am So 12.Jul. 22:03
  9. harry.morgan
    .. ganz deiner meinung... in frankreich­ betreiben sie massive kontrollen und die resultat­ sprechen auch eine deutliche sprache... mit einem­ kämpferherz erreichen die jeweils einen tagessieg, aber­ für 2-3 wochen konstant vorne rum zu gurken... da­ brauchts einen betrügerischen medizinischen kick... die­ länder die sowas tollerieren, die sind ja eh schon­ lange bekannt... und im radsport kommen zu den ostlern­ und den amis, die südeuropäer dazu...
    ich meine sieh­ dir mal auch einen cancellara an... der ist ja wirklich­ ein superprofi, aber der hechelt auch den dopingfritzen­ hinterher...
    ich weiss, ich kriege eine menge­ daumenrunter dafür... aber das der lance und die­ anderen astana-schummler fahren dürfen, ist einfach­ wirklich wettbewerbsverzerrend... klar, die astana-boys­ sind nicht die einzigen ganoven...

    Von rogerf68, am So 12.Jul. 21:09
  10. Dann nehm ich das zurück, aber der Kommentar ist die­ ganze Etappe schwer zu ertragen. Ja, merkwürdige­ Streckenführung. Wird sicher nichts mehr bis zu den­ Alpen passieren. Und ich geh sogar davon aus, dass die­ Favoriten bis zum Zeitfahren warten und dann, je nach­ Abstand, am Ventoux alles auf eine Karte setzten.­ Generell ist eine Bergankunft am vorletzten Tag ja­ nicht schlecht, aber nur wenn die Streckenführung davor­ auch passt.

    Von Kristin K, am So 12.Jul. 21:00
  11. @Kristin K

    das mit kohl haben sie gesagt... obwohl du­ mit der ''wino'' sache schon recht­ hast

    heut war echt langeweile pur.... am aspin fahren­ se wie blöd und am eigentlichen highlight tourmalet....­ echt nicht nachzuvollziehen warum man siolche etappen­ einbaut... spannung in der 3 woche? und dafür doppelte­ langeweile jetzt oder wie...

    Von t.dorau, am So 12.Jul. 20:54
  12. Wie vorhergesagt, für das Gesamtklassement eine­ langweilige Etappe. Am Tourmalet ein Angriff nichts­ gebracht, also blieben die Favoriten zusammen und­ liessen die beiden vorne ziehen. Am Ende hatten sie­ Glück und wegen der bravorösen Alleinfahrt auch den­ Sieg auch verdient. Schade, dass Jens Voigt da nicht­ mithalten konnte. Ganz schlimm heute wieder mal die­ Kommentatoren. Der Spruch über Winokurov war zwar­ isolliert betrachtet richtig, die gleichzeitige­ Lobhudelei über die anderen Betrüger und Doper im Feld­ dann aber wieder traurigst inkonsequent. Liegt wohl am­ Werbeetat von Planet Epo-Strong für Eurosport. Da gibts­ dann keine kritische Berichterstattung, weil sonst der­ Geldhahn zu ist. Und schon wieder nichts über Tony­ Martin und Wiggens, trotz Nachfrage im Forum. Ich­ wünsch mir so langsam die seligen Zeiten von Angermann­ und Ehmig zurück. Die haben zwar auch über die Gegend,­ Wein und Käse gelabert, aber man hat wenigstens auch­ mal was über die deutschen Fahrer erfahren. Nicht so­ wie diese sogenannten Fachleute hier bei ES. Jetzt noch­ eine langweilige Woche und dann geht die Tour richtig­ los. Kohl hat übrg. Heute nochmal nachgelegt und erste­ Namen genannt. Wieder eine Info, die es bei den­ Kommentatoren natürlich nicht gibt.

    Von Kristin K, am So 12.Jul. 20:36
  13. Philipp B
    Du hast recht;aber trotzdem;sie fahren schon­ seit uber eine Woche,hatten gestern auch eine schwere­ Etape.
    Macht mir Angst das etwas gefunden wird,waere zu­ schade fur dieses Rennen.

    Grusse

    Von Francis Z, am So 12.Jul. 19:51
  14. Du musst die langen Abfahrten ja mit reinrechnen,das­ gleicht sich dann wieder aus.
    Wenn dies eine­ Bergankunft gewesen wäre,wär der Durschnitt wesentlich­ langsamer.

    Von Philipp B, am So 12.Jul. 19:39
  15. 39,5 km/h durchnitt Heute!!!Eine Etape mit dem Aspin­ und mit dem Tourmalet!!!Hoffentlich wird diesmal in­ dieser Tour nichts gefunden.Waere eine­ Katastrophe.
    Gestern abend waren sie noch auf den­ Knie!!!Wie machen sie das!!!

    Von Francis Z, am So 12.Jul. 19:12
  16. also ich fand das finish am ende auch schön. habs den­ beiden gegönnt, dass sie sich noch durchsetzen konnten.­ Aber die Streckenführung. Ich weiß nicht..... so­ richtig spannend für die Gesamtwertung war das heute ja­ nicht und das war ja auch absehbar. über 50 km abfahrt­ bzw flach nach der letzten Bergwertung...... Das ist­ doch echt blöde..... Muss ja nich immer reisserisch und­ ne mega-bergankunft sein, aber 50km-plus nach dem Berg?­ das ist für mich doch keine richtige­ "Berg-Etappe". Von den 3 Pyrenäen-Etappen­ waren 2 doch nun wirklich für die Füße. Ob das so dolle­ ist die ganze Spannung ausschließlich in die letzte­ Woche zu verfrachten? ich bezweifel es...........

    Von chisblack, am So 12.Jul. 18:52
  17. @mopedvieh

    Bei den Franzosen glaube ich am ehesten­ dass sie sauber fahren, anders als Spanier, Italiener­ und Amerikaner. Deshalb bringen sie aber auch schon­ lange nix mehr und müssen mit Ausreissern ihr Glück­ versuchen. (wie die vermutlich sauberen deutschen­ Fahrer wie Gerdemann, Knees, Frohlinger&Co, die­ genauso hinterher fahren)

    Von harry.morgan, am So 12.Jul. 18:35
  18. Freut mich das die beiden es geschafft haben,aber ich­ bin von der Etappe an sich ein wenig entäuscht.

    Von Philipp B, am So 12.Jul. 18:30
  19. Mich hats auch sehr gefreut, da ich die beiden­ zwischenzeitlich schon für verloren hielt. Aber­ irgendwer im Feld hat sich da wohl verrechnet. Bbox­ dürften die beiden Siege auch sehr gelegen kommen bei­ der Sponsorensuche.

    Von stachelnase, am So 12.Jul. 18:19
  20. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    gedopt

    Von mopedvieh, am So 12.Jul. 18:14
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