Eurosport - Do 18.Jun. 10:59:00 2009
Die deutschen Handballer fahren als Gruppensieger zur Europameisterschaft nach Österreich. Im vorletzten Qualifikationsspiel bezwang der WM-Fünfte in Stuttgart Weißrussland mit 38:27 (18:12). Es war der siebte Sieg im siebten Qualifikationsspiel.
Damit sicherte sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) bereits vor der abschließenden Partie am Sonntag (18:30 Uhr) in Rishon Le Zion gegen Israel den Sieg in der Gruppe 5.
Vor 6.200 Zuschauern in der ausverkauften Porsche Arena war Uwe Gensheimer von den Rhein-Neckar Löwen (10/1) bester Werfer in der deutschen Mannschaft, die sich durch den 38:30-Sieg am vergangenen Samstag in Hamburg gegen Slowenien vorzeitig für die EM vom 19. bis 31. Januar 2010 qualifiziert hatte. "Insgesamt bin ich sehr zufrieden, dass wir die Qualifikation so souverän geschafft haben. Wie die Mannschaft sich geschlagen hat, war toll. Jetzt wollen wir auch ungeschlagen durch die Qualifikation gehen", sagte Bundestrainer Heiner Brand.
Ohne sechs Stammspieler
Im vorletzten Spiel der Saison musste er kurzfristig auf Dominik Klein und damit den sechsten Stammspieler verzichten. Der Linksaußen unterzieht sich am Freitag in Kiel einer Ellenbogen-Operation. Wegen Verletzungen fehlten zudem Pascal Hens (Ferse), Holger Glandorf (Hand), Michael Kraus (Knie) sowie Torhüter Johannes Bitter und Torsten Jansen, denen Brand eine Auswahl-Pause gönnte.
Trotz des personellen Handicaps agierte der Gastgeber von Beginn an ähnlich souverän wie gegen Slowenien. Nach dem 3:0 (4. Minute) setzte sich der EM-Vierte durch den treffsicheren Gensheimer als Klein-Ersatz auf 8:3 (11.) ab. Die Weißrussen, die mit einem hohen Sieg am Sonntag gegen Slowenien selbst noch die Chance auf die EM-Teilnahme haben, blieben in der ersten Halbzeit weit hinter ihren Möglichkeiten. Immerhin hatten sie das Hinspiel gegen die DHB-Auswahl nur mit 23:25 verloren.
Premiere für Groetzki
Obwohl die deutschen Spieler um Kapitän Oliver Roggisch in Vertretung von Michael Kraus ihre Chancen nicht optimal nutzten, bauten sie ihren Vorsprung mühelos auf 15:7 (24.) aus. Dank der guten Abwehrarbeit gelangen immer wieder Ballgewinne und zur Pause eine 18:12-Führung.
Nach Wiederanpfiff zog der Gastgeber mit einem energischen Zwischenspurt auf 21:12 (34.) und erstmals auf einen Vorsprung von neun Toren davon. Brand nutzte die Überlegenheit zu Experimenten. So kam der gerade erst 20 Jahre alte Patrik Groetzki von den Rhein-Neckar Löwen zu seinem Länderspiel-Debüt und markierte mit dem Treffer zum 26:16 (40.) sein erstes Auswahl-Tor. Anschließend ließ die deutsche Mannschaft nichts mehr anbrennen.
DER STAND IN EM-QUALIFIKATIONSGRUPPE 5
1. Deutschland / 7 Spiele - 14:0 Punkte, 260:170 (+90)
2. Slowenien / 7 Spiele - 10:4 Punkte, 257:189 Tore (+68)
3. Weißrussland / 7 Spiele - 8:6 Punkte, 221:197 (+24)
4. Israel / 7 Spiele - 4:10 Punkte, 201:229 (-28)
5. Bulgarien / 8 Spiele - 0:16 Punkte, 168:322 (-154)
Ergebnisse und Termine
29.10.08 / Deutschland - Bulgarien 42:11 (22:4)
29.10.08 / Israel - Slowenien 28:36 (16:21)
02.11.08 / Slowenien - Deutschland 26:27 (13:13)
02.11.08 / Bulgarien - Israel 28:34 (15:20)
26.11.08 / Bulgarien - Slowenien 23:40 (14:19)
26.11.08 / Weißrussland - Israel 38:31 (21:14)
29.11.08 / Israel - Weißrussland 28:31 (11:19)
30.11.08 / Slowenien - Bulgarien 47:20 (23:11)
18.03.09 / Israel - Bulgarien 29:20 (16:10)
18.03.09 / Weißrussland - Deutschland 23:25 (11:16)
21.03.09 / Bulgarien - Weißrussland 19:40 (8:19)
22.03.09 / Deutschland - Israel 36:24 (17:15)
10.06.09 / Slowenien - Weißrussland 38:26 (17:13)
10.06.09 / Bulgarien - Deutschland 29:54 (9:25)
13.06.09 / Weißrussland - Bulgarien 36:18 (19:9)
13.06.09 / Deutschland - Slowenien 38:30 (20:12)
17.06.09 / Slowenien - Israel 40:27 (19:15)
17.06.09 / Deutschland - Weißrussland 38:27 (18:12)
20.06.09 / Weißrussland - Slowenien -:-
20.06.09 / Israel - Deutschland -:-
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