ProTour - Bruyneel schießt gegen Schumacher

Eurosport - Mi 18.Jun. 09:15:00 2008

Johan Bruyneel, Manager des Teams Astana, hat erneut die Einladungs-Politik des Tour-Veranstalters ASO kritisiert.

CYCLING 2008 Gerolsteiner Stefan Schumacher - 0

Astana-Manager Johan Bruyneel hat erneut die Einladungs-Politik des Tour-Veranstalters ASO kritisiert. "Kann jemand mir erklären, warum Stefan Schumacher teilnehmen darf? Der hat noch mehr Fehler verübt. Er verursachte einen Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss und hatte Amphetamine im Blut."

"Ist das eine konsequente Entscheidung der ASO?", fragte der Belgier in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" und nahm damit Bezug auf die Tour-Ausladung des belgischen Ex-Weltmeisters Tom Boonen, der in eine Kokain-Affäre verwickelt ist.

Den Vergleich mit Schumacher, der im Oktober 2007 nach WM-Bronze in Stuttgart einen Verkehrsunfall verursachte, hatte Boonens Teamchef Patrick Levefere bemüht. Laut Bruyneel, der hinter den sieben Toursiegen Lance Armstrongs stand und im Vorjahr den ebenfalls unter Doping-Verdacht geratenen Alberto Contador zum Tour-Triumph führte, sollte es weder einen "Fall Boonen" noch einen "Fall Schumacher" geben: "Was sie in ihrer Freizeit machen, ist ihre Sache."

Bruyneel, dessen Team wegen seiner Doping-Vergangenheit von der diesjährigen Tour ausgeladen wurde, traut dem Spanier Contador zu, "mit größerer Ausdauer und mehr Erfahrung ein noch besserer Rundfahrer" als Armstrong zu werden. Vor drei Wochen gewann Contador den Giro d'Italia.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 4 of 4

Kommentare sortieren: Aktualität | Meist bewertet
  1. Bruyneel ist entweder ein @#$% oder Idiot. Aber bitte:

    Schuhmacher hat den Schwachsinn außerhalb der Saison betrieben.
    Boonen hat den Koks WÄHREND der Saison in die Nase gezogen.

    Wer den Unterschied nicht sieht ....

    Von Volker Armin H, am Di 15.Jul. 18:44
  2. Ich frage mich wer angesichts der Kokain Spuren im Rhein, der Millionen Canbis User, der auch Millionen Alkoholiker in diesem Land, die Liste kann beliebig verlängert werden, sich überhaupt ein Urteil über die Sportler erlauben darf?
    Bruyneel hat Recht. "Was sie in ihrer Freizeit machen, ist ihre Sache."

    Von v.golzheim, am Fr 20.Jun. 7:49
  3. Jemand wie Johan Bruyneel gehört zur "old school" des Radsports.

    Der Stellenwert seiner Statements entspricht der Glaubwürdigkeit eines gewissen Rudi Pevenage zur selben Thematik.

    Von michael sail, am Do 19.Jun. 15:42
  4. Dachte immer wer Leistungssteigerndemittel nimmt bleibt bei den Rennen draußen.
    SO wird das nie was mit einen sauberen Sport.

    Von Stefanie V, am Mi 18.Jun. 9:28
Kommentare sortieren: Aktualität | Meist bewertet

Kein Yahoo! User? Kostenlos .