Eurosport - Fr 18.Apr. 11:27:00 2008
Doppelschlag durch Team High Road: Der Nachfolge-Rennstall von T-Mobile hat sich zwei begehrte Eintagesrennen in Serie gesichert und die hochkarätige Konkurrenz ausgestochen. Nach dem Erfolg beim 96. "Scheldepreis" durch Mark Cavendish gewann Edvald Boasson Hagen im Anschluss den 49. "GP de Denain".
Während Cavendish seinen Triumph im Massensprint erkämpfte, holte Hagen seinen Sieg aus einer Ausreißergruppe heraus: Doch auch der junge Norweger musste dabei einen extrem endschnellen Gegner in Schach halten, konnte aber den Franzosen Jimmy Casper (Agritubel) eindrucksvoll distanzieren.
Gemeinsam mit 14 Begleitern war der 20-jährige Neuzugang schon früh auf den knapp 195 Kilometern ausgerissen. Begleitet von seinem Teamkollegen Andreas Klier kontrollierte die Nachwuchshoffnung souverän das Geschehen und sprengte auf den Schlussrunden um die nordfranzösische Stadt die Gruppe. Am Ende kam er mit drei Begleitern auf die Zielgerade, wo er aber den Konkurrenten souverän das Hinterrad zeigte.
Nach seinem Erfolg im Zeitfahren zum Abschluss des "Criterium International" stand Hagen innerhalb von knapp drei Wochen zum zweiten Mal ganz oben auf dem Podium. Rene Weissinger vom Team Volksbank wurde Elfter, auch er hatte zur Ausreißergruppe gehört, lag aber schließlich anderthalb Minuten zurück. Das große Hauptfeld erreichte das Ziel erst nach Ablauf des Zeitlimits, so dass nur 15 Fahrer gewertet wurden.
Cavendish fängt Boonen ab
Tags zuvor war Cavendish in Belgien die Titelverteidigung beim "Scheldeprijs" in ebenso beeindruckender Manier gelungen. War es 2007 der erste Profisieg des Sprinttalents von der Isle of Man, konnte er diesmal nicht mehr auf einen Überraschungseffekt hoffen - zu oft hat er inzwischen die etablierten Stars geschlagen.
Dennoch stand der neuerliche Erfolg dem Coup des Vorjahres nicht nach: Blickte sich damals Robbie McEwen erstaunt und verärgert um, so erwischte es diesmal Tom Boonen (Quick Step). Der frischgebackene Triumphator von Paris-Roubaix hatte schon jubelnd die Hände vom Lenker genommen, als Cavendish doch noch vorbeizog und seinen dritten Saisonsieg perfekt machte.
"Fünfzig Meter vor dem Ziel dachte ich, es wäre gelaufen. Aber wie bei jedem Sprint in diesem Jahr habe ich gezeigt, dass ich zwei bis drei km/h schneller als alle anderen bin und an der Linie war ich vorne: Tom nahm die Arme hoch, ich streckte mich und wusste, dass ich es geschafft hatte", erklärte der 21-Jährige.
Platz drei ging an McEwen (Silence) vor Milram-Star Erik Zabel. Cavendishs Teamkollege Greg Henderson (Neuseeland) wurde noch Siebter, Daniel Musiol (Volksbank) kam als Neunter ebenfalls unter die Top Ten.
Hinweis:
Verfolgen Sie die Ardennen-Klassiker nicht nur im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de: Auch im TV präsentiert Ihnen Eurosport die Rennen hautnah LIVE: Es geht los mit dem "Amstel Gold Race" (Sonntag, 20. April ab 15:45 Uhr), gefolgt vom "Flèche Wallonne" (Mittwoch, 23. April, 14:00) und zum krönenden Abschluss "Lüttich-Bastogne-Lüttich" (Sonntag, 27. April ab 14:00 Uhr)!
Andreas Schulz / Eurosport