Miami (dpa) - Die fünfte Segelfahrkarte zu den Olympischen Spielen ist vergeben: Marc Pickel und Ingo Borkowski werden im August vor Qingdao für die deutsche Mannschaft im Starboot antreten.
Mit Platz fünf bei der Weltmeisterschaft vor Miami demonstrierten der Kieler Steuermann und sein Babelsberger Vorschoter im Feld der 99 Crews aus 32 Ländern ihre gute Form. Trotz einer Frühstart-Disqualifikation in zweiten Rennen und einer gebrochenen Segellatte in der vierten von insgesamt sechs Wettfahrten behauptete sich die Crew in der Weltspitze.
«Mit ein bisschen mehr Glück hätte es sogar zu einer Medaille gereicht, doch das heben wir uns gerne für die Olympischen Spiele auf», sagte Pickel. Weltmeister wurden Finn-Dinghy-Olympiasieger Mateusz Kusznierewicz und Domink Zycki aus Polen vor den Italienern Diego Negri/Luigi Viale und Doppel-Olympiasieger Robert Scheidt mit Bruno Prada aus Brasilien.
Pickel/Borkowski reisen mit olympischer Erfahrung nach Qingdao. Beide Segler haben bereits an den Olympischen Spielen vor acht Jahren in Sydney teilgenommen. Borkowski gewann damals an der Seite von Jochen Schümann Silber im Soling.
Bei den Spielen in China werden deutsche Segler voraussichtlich nur in sechs von elf Disziplinen antreten. «Es ist ein kleiner, aber feiner Kader», sagte Hans Sendes (Hamburg), Sportdirektor des Deutschen Segler-Verbandes (DSV). Vergeben sind die Tickets an Petra Niemann (Berlin/Laser Radial), Stefanie Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin/470er), Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin/Yngling), Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Berlin/49er) und eben Pickel/Borkowski (Kiel/Babelsberg/Starboot).
Offen ist, wer die sechste olympische Fahrkarte in der Katamaran-Klasse Tornado bekommt. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) und die Überlinger Brüder Tino und Niko Mittelmeier tragen ab Sonntag bei der Regatta Semaine Olympique vor Hyères an der französischen Mittelmeerküste einen Wettstreit um den letzten freien Platz aus.


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