Eurosport - Mi 18.Feb. 14:17:00 2009
Andy Ram aus Israel hat die Profi-Organisationen ATP und WTA aufgefordert, ihm seinen geplanten Start beim Turnier in Dubai zu ermöglichen. "Es ist eine der größten Veranstaltungen im Turnier-Kalender, also müssen sie Wege finden, dass Israelis dort spielen können", sagte der Doppel-Spezialist.
Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate hatten der Israelin Shahar Peer die Einreise für das derzeit stattfindende WTA-Turnier verweigert. Wimbledon-Siegerin Venus Williams erklärte in Dubai, die Spielerinnen hätten nicht über einen Boykott diskutiert. Auch werde es keine schnellen Entscheidungen über Sanktionen geben. "Wir sitzen alle im selben Boot: Spielerinnen, Sponsoren und WTA", erklärte die Amerikanerin, die dem Spielerrat der WTA angehört. Williams verurteilte Peers Ausschluss jedoch: "Sie ist ein guter Mensch. Das Startrecht hätte ihr nicht verwehrt werden dürfen. Es war unfair, und wir alle unterstützen sie."
Israels IOC-Mitglied Alex Gilady erklärte in der Tageszeitung "Die Welt", er wolle den Fall der 21-Jährigen nicht vor das Internationale Olympische Komitee (IOC) bringen. Man werde den Verbänden nicht vorschreiben, wie sie ihre Angelegenheiten zu regeln haben. Gilady schlug vor: "Die Spielerin könnte eine Kompensation in Ranglistenplätzen und nicht in Geld verdienen."
Sponsort bereits abgesprungen
Die WTA prüft laut ihrem Chef Larry Scott, wie Peer entschädigt werden kann. Der Amerikaner hatte ferner erklärt, es werde geprüft, ob 2010 noch Platz für das mit zwei Millionen Dollar dotierte und hochklassig besetzte Turnier von Dubai im Kalender ist. Das "Wall Street Journal Europe" ist inzwischen als Sponsor der Veranstaltung abgesprungen. Ob Ram ein Visum erhält, ist offen. Ein ATP-Sprecher hatte erklärt, es sei die Gelegenheit für die Vereinigten Arabischen Emirate, die richtige Entscheidung zu treffen.
Welche Maßnahmen ATP und WTA nach den weltweiten Protesten ergreifen sollen, ließ Ram offen. "Ich weiß nicht, was getan werden sollte - vielleicht das Turnier absagen oder mit einer Geldstrafe belegen. Das Turnier abzusagen, ist das Letzte, was Shahar und ich möchten. Aber etwas muss getan werden, damit sich diese Situation im nächsten Jahr nicht wiederholt", meinte der letztjährige Australian-Open-Sieger im Doppel.
Akzeptanz trotz Unverständnis
Die Turnier-Organisatoren in Dubai hatten die Visum-Verweigerung für Peer mit dem Gaza-Krieg und Sicherheitsbedenken begründet. Es seien Fan-Proteste befürchtet worden, die die Sicherheit des gesamten Turniers hätten bedrohen können. Ram äußerte zwar Verständnis die für Regierung des Emirates am Persischen Golf, der 28-Jährige fügte aber hinzu: "Wenn sie ein großes Turnier veranstalten und nicht alle über die Rangliste qualifizierten Spieler akzeptieren, ist das falsch. Es ist traurig zu sehen, dass Politik und Sport vermischt werden." Die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.
Kommentare 1 - 11 of 11
Ist das eine politische Diskussion oder geht es hier um Sport?Wenn Politik,dann sachlich fundiert und nicht einfach populistisch- schlieslich verteidit Israel nur seine Staatsbürer entgegen den Terroristen Hamas.Aber es bleibt --dies ist Sportbericht und da sollte politik drausenbleiben
@ Tight
Ich wüsste nicht wann deutsche Kampfflugzeuge in letzter Zeit die Zivilbevölkerung eines Nachbarlandes mit Phosphorgranaten beschossen hätten und ähnliches. Dass wir uns z.B. am Krieg der Amis in Afghanistan beteiligen finde ich übrigens auch grundfalsch. Das sind aber verschiedene Kategorien von Erbärmlichkeit. Falls du allerdings auf den 2.WK anspielst, ich glaube dafür wurden deutsche Sportler von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen, genauso wie die Südafrikaner zu Zeiten der Apartheid.
ich finde das menschen leben wichtiger sind als sport die entscheidung ist völlig richtig finde das daß ganze was israel macht genug tollerriert wird in dem man nichts dagegen macht .
ab sofort darf kein amerikanischer sportler mehr an internationalen wettkämpfen teilnehemen ... quantanamo, bagdad, bagram, vietnam, korea, umweltverschmutzung, massaker an schulen, die meißten morde der welt ...
ach man leute, mal ehrlich, was soll denn die diskussion hier. die entscheidung der scheichs war falsch und damit basta.
@ terry_gilliam69
solche leute wie du sind nicht im sinne des sportlichen wettkampfes und damit nicht akzeptabel
und natürlich muss ein sportler leiden weil sein land ****** baut halllo??? also drüfen wir als deutsche au nirgends mehr mit machen oder wie?
hoff auf antwort von dir ...
@Mr.Mugabe
schreib hier bloß nichts zu Menschenrechten,denn die tritt dein Idolchen mit Händen und Füßen
Was können den die Sportler dafür,daß sich sich die Leute in ihrem Heimatland bekriegen?
Der Krieg ist doch nicht erst seit gestern.Letztes Jahr war Shahar Peer auch in Dubai.
Damit haben die Organisatoren verhindert,daß Shahar Peer und Anna Lena Grönefeld zusammen Doppel spielen können,denn dies war so eingeplant
Ich denke er sollte spielen Sportler können für ihre Herkunft nichts.Euer Mr.Mugabe
terry_gilliam69, suche den nächsten baum auf, nimm ein strick, werf ihn über einen starken ast, und erhäng dich!
somit bleibt uns deine dumme inhaltlslose schreibweise erspart!
Iich finde auf der einen Seite, dass die Sportler nicht für die Taten der Politiker bestraft werden sollten. Auf der anderen Seite ist es natürlich ein Sicherheitsaspekt beispielsweise Fanatikern mit solchen Maßnahmen die Beweggründe für Anschläge zu nehmen.
Am Ende ist in jeder Entscheidung Pro und Contra für die gewollten Zwecke zu finden, wobei unter dem Großteil der Sportfans die hier getroffene Entscheidung wahrscheinlich nicht sehr willkommen ist.
Nach dem Massaker im Gaza-Streifen hätten sich glaube alle israelischen Profisportler eine kleine internationale Auszeit verdient. Ich bin hier sehr wohl für eine Vermischung von Sport und Politik um von allen nur erdenklichen Seiten Druck auf den israelischen Staat auszuüben. Für den einzelnen Sportler ist das zwar sehr bedauerlich aber insgesamt eine vertretbare Maßnahme.
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