Eurosport - So 18.Jan. 18:47:00 2009
Dirk von Zitzewitz hat als Beifahrer von Giniel de Villiers in einem VW Touareg erstmals die Dakar gewonnen. "Absolut zufrieden und glücklich. Weltklasse. Das ist irre gewesen, das war heftig", beschrieb der 40-Jährige aus Karlshof seine Gefühle im Ziel in Buenos Aires.
Wie fühlen Sie sich nach der Siegesfeier?
Dirk von Zitzewitz: Ich bin noch etwas müde, und die Stimme macht mir Sorgen. Aber es war ein schöner Abend, der bis in die Morgenstunden ging.
Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie am Samstag endlich im Ziel angekommen waren?
Von Zitzewitz: Absolut zufrieden und glücklich. Weltklasse. Das ist irre gewesen, das war heftig.
Was ist Ihr sehnlichster Wunsch nach 9500 Kilometern Strapazen?
Von Zitzewitz: Ich möchte jetzt ganz schnell nach Hause zu meiner Familie und das Ganze sacken und ankommen lassen. Bei meiner Familie zu sein ist wie Urlaub für mich.
VW hat Sie und Ihren Piloten de Villiers als "kongeniales Duo" bezeichnet. Wer hat den größeren Anteil am Erfolg?
Von Zitzewitz: Im Auto ist Verantwortung halb und halb. Wir brauchen uns beide. Um überhaupt zu gewinnen, braucht man aber auch ein professionelles Team und ein gutes Auto. Und das haben wir in VW und in dem Touareg.
Wie würden Sie die erste Rallye Dakar in Südamerika beschreiben?
Von Zitzewitz: Sie war besonders anspruchsvoll. Technisch, für die Fahrer und vom Navigieren her. Von der körperlichen Belastung war sie ähnlich wie in Afrika. Aber sie war sportlich schwieriger. Bei den Etappen gab es immer wieder neue Herausforderungen. In Afrika sind die Etappen vom Charakter her gleichmäßiger.
Wie haben Sie sich auf die Rallye vorbereitet?
Von Zitzewitz: Ich mache häufig Touren durch die Wüste. Das ist wie ein Training für mich. Man braucht viel Erfahrung, um die Landschaft zu lesen. Wir dürfen laut Reglement eine halbes Jahr vor dem Start nicht mehr dorthin fahren. Ich habe mich deshalb mit Landkarten und mit dem Internet vorbereitet.
Soll die Rallye auch künftig in Südamerika stattfinden?
Von Zitzewitz: Der Veranstalter ASO hat gesagt, dass die Rallye nächstes Jahr hier bleibt. Ich finde das gut, nicht zuletzt wegen der tollen Bevölkerung. Südamerika ist keine Notlösung. Wenn die Situation es wieder erlaubt, sollte die Rallye aber wieder nach Afrika. Sie gehört dahin.
Noch ist unklar, ob Volkswagen weitermacht. Glauben Sie, auch im kommenden Jahr wieder im VW Touareg zu sitzen?
Von Zitzewitz: So wie die Stimmung im Team ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass Volkswagen im nächsten Jahr nicht seinen Titel verteidigen wird. Ich gehe fest davon aus, dass wir wieder dabei sind. Aber das ist mein persönliches Gefühl.
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