Dakar 2009 - Volkswagen feiert Dakar-Doppelsieg

Eurosport - So 18.Jan. 12:20:00 2009

VW hat sich erstmals mit einem Diesel-Aggregat den Triumph bei der Dakar gesichert, die 2009 ihre Premiere in Argentinien und Chile feierte. Spitzenreiter Giniel de Villiers holte bei der härtesten Marathon-Rallye der Welt den Gesamterfolg für die Wolfsburger mit einem Sieg auf der 14. Etappe.

Rally Raid 2009 Dakar VW Touareg De Villiers - 0

Einen Tag vor dem abschließenden "Schaulaufen" rund um Buenos Aires gewann der VW-Pilot im 280 PS starkem TDI-Touareg gemeinsam mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz (1:35:43 Stunden) exakt zwei Sekunden vor Leonid Nowitzki (BMW) aus Russland. Dritter wurde der Pole Krzysztof Holowczyc (Nissan/+17 Sekunden).

Teamkollege Mark Miller (VW) aus den USA wurde auf der 14. Etappe von Cordoba und Buenos Aires (227 km) mit einem Rückstand von 6:39 Minuten nur Sechster und verbaute sich damit alle Chancen auf Platz eins in der Gesamtwertung. Landsmann Robby Gordon (Hummer) verlor auf der letzten Spezialprüfung zwar über 19 Minuten auf die Spitze, bleibt in der Endabrechnung aber Dritter.

Zweiter VW-Sieg nach 1980

Mit seinem Triumph stellte de Villiers, der vor allem auch vom Ausscheiden seines lange Zeit in Führung liegenden VW-Kollegen Carlos Sainz auf der 12. Etappe profitierte, den zehnten den historisch ersten Erfolg eines Diesel-Fahrzeuges bei der härtesten Marathon-Rallye der Welt sicher. Für den 36-jährigen Südafrikaner war es bereits der dritte Etappensieg und der zehnte für Volkswagen bei der diesjährigen Dakar.

"Es ist ein großartiges Gefühl nach den vielen Tagen der Anstrengung endlich ganz vorne zu stehen", strahlte de Villiers im Eurosport-Interview. Freude pur herrschte auch beim Karlshofer von Zitzewitz, der nach Gerd Löffelmann und Andreas Schulz bereits der dritte deutsche Co-Pilot ist, der den Wüstenklassiker gewinnen konnte. Auch VW ist glücklich, nach knapp 30 Jahren zum ersten Mal wieder eine Dakar zu gewinnen. Dieses Kunststück vollbrachten zuletzt Freddy Kottulinsky und Beifahrer Löffelmann beim Rennen 1980 in einem VW-Iltis, der heute im Wolfsburger "AutoMuseum Volkswagen" steht.

Buggy-Pilot Kahle in den Top 15

2009 reichte dem südafrikanisch-deutschen Duo mit de Villiers und von Zitzewitz die Gesamtzeit von 48:10:57 Stunden zum Sieg. Nur 8:59 Minuten dahinter landete Miller mit Co-Pilot Ralph Pitchford. Hummer-Pilot Gordon hatte am Ende einen Rückstand von 1:46:15 Stunden und war über seine Platzierung ebenfalls glücklich. "Ich will natürlich immer gewinnen, aber Platz drei in der Gesamtwertung ist auch nicht schlecht", so der US-Amerikaner.

Dieter Depping und Timo Gottschalk (+8:43:29) stehen nach der 14. Etappe auf Gesamtrang sechs. Matthias Kahle und Thomas Schünemann liegen mit ihrem Honda-Buggy (+21:38:55) auf Rang 15. Zum Abschluss müssen auf der letzten Etappe am Sonntag noch 341 km rund um Buenos Aires zurückgelegt werden. Auf diesem Stück werden die Zeiten aber nicht mehr gemessen. In der argentinischen Hauptstadt erfolgt nur noch die zeremonielle Fahrt über die Zielrampe.

Dirk Adam / Eurosport

Kommentare 1 - 5 of 5

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  1. Warum nennt man die Südamerika Rallye eigentlich Dakar Argentina? Argentinien liegt bekanntlich tatsächlich in Südamerika, vielleicht wäre der Begiff " Pampa Rallye" besser. Dann könnnten die lieben Kollegen ja sagen: In der Pampa war die Hölle los! Freu mich schon auf die Pampa 2010!! auch Tierra del Fuego wäre ein passender Begriff.

    Von wadawatz, am So 25.Jan. 10:50
  2. was gibt es zu feiern ? dieser event ist ja nicht ohne tote abgelaufen und da reden leute über "Es ist ein großartiges Gefühl nach den vielen Tagen der Anstrengung endlich ganz vorne zu stehen".
    man vergisst schnell ......

    Von fanara33, am So 18.Jan. 11:24
  3. @ hotzenplotz_3333 - Absolut richtig, wir meinen natürlich den ersten Sieg mit einem Diesel-Auto bei der Dakar. Den legendären VW Iltis von 1980 mit Freddy Kottulinsky und Gerd Löffelmann haben wir natürlich nicht vergessen. ;-) Viele Grüße und vielen Dank - Ihre Eurosport-Redaktion.

    Von Eurosport-Redaktion, am Sa 17.Jan. 16:22
  4. Robby Gorden wurde 3., steht aber auch im Text.
    Aber mal was anders: Soweit ich weiß ist es nicht der erste Sieg von Volkswagen bei einer Dakar.
    Hat Eurosport hier den Sieg von 1979 auf dem Iltis vergessen?

    Von hotzenplotz_3333, am Sa 17.Jan. 16:07
  5. und was ist mit Robby Gordon?

    Von , am Sa 17.Jan. 15:50
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