Adventskalender: Sportler des Jahres

Do 16.Dez. 19:24:00 2010

Im Eurosport-Adventskalender präsentieren wir Ihnen heute unsere Kandidaten für den Titel "Sportler des Jahres" - und hoffen auf Ihre Meinung! Exakt 15 Anwärter aus den unterschiedlichsten Disziplinen haben sich aus unserer Sicht im Jahr 2010 für diese Ehrung qualifiziert.

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Diego Forlan (Fußball): Wer hätte vor der WM auf den langmähnigen Star aus Uruguay als Gewinner des "Goldenen Balls" getippt? Wahrscheinlich nicht einmal der 31-Jährige selbst. Alle sprachen von Messi, Ronaldo, Ribéry, Kaka oder Rooney, doch Forlan führte seine Elf ins Halbfinale als die großen Namen schon lange ausgeschieden waren. Ganz nebenbei gewann er mit Atletico Madrid noch die Europa League - und blieb bei all' dem der bescheidene Fußballer, der nebenher Wirtschaft studiert und noch sein erstes Auto fährt.

Lindsey Vonn (Ski alpin): Das Glamour-Girl und Gesicht der Winterspiele, zumindest in den USA. In Vancouver reiste sie verletzt an, sicherte sich aber dennoch Abfahrts-Gold und Bronze im Super-G. Wenig später machte sie ihren dritten Weltcup-Gesamtsieg in Serie perfekt und gewann dabei noch drei kleine Kristallkugeln für Disziplinwertungen. Und auch in die neue Saison ist sie bestens gestartet und heiße Kandidatin auf nächste Medaillen und Kugeln.

Rafael Nadal (Tennis): Am 13. September war es soweit: Mit dem Gewinn der US Open in New York hat Rafael Nadal seine Titel-Sammlung bei Grand-Slam-Turnieren komplettiert. Der Spanier, vor Jahren noch ein wenig abschätzig als Sand-Wühler klassifiziert, hat endgültig bewiesen, dass er zu den ganz Großen gehört. Nadal ist nun jüngstes Mitglied im exklusiven Klub der Karriere-Grand-Slam-Sieger. Einen Erfolg bei den vier Majors konnten zuvor nur Fred Perry, Don Budge, Rod Laver, Roy Emerson, Andre Agassi und Roger Federer vorweisen.

Im Eurosport-Adventskalender präsentieren wir Ihnen heute unsere Kandidaten für den Titel Martin Kaymer (Golf): Fast unbeachtet von der deutschen Öffentlichkeit schwang sich der Golfer im Jahr 2010 zu einem der absoluten Stars seiner Zunft auf. Wenig fehlte und er hätte seine grandiose Saison mit Platz eins der Weltrangliste gekrönt - die Siege bei der US PGA Championship, in St. Andrews oder mit Europas Team im Ryder Cup waren aber wohl Entschädigung genug. Und wenn nicht: Fast 4,5 Millionen Euro Preisgeld erspielte er sich ja auch noch.

Andres Iniesta (Fußball): Der 26-Jährige ist zwar nur 1,70 Meter klein, doch eine absolute Größe des Weltfußballs. Ohne den Glamour eines Ronaldo oder das Spektakel eines Messi lenkt er das Spiel des FC Barcelona und Spaniens Nationalelf mit chirurgischer Präzision und eiskalter Effektivität. Zusammen mit Xavi ist Iniesta die unumstrittene Schaltzentrale der beiden Erfolgsteams. Seine Pässe tun dem Gegner weh, sein taktisches Stellungsspiel ist beeindruckend. Wenn man ein Fußballspiel lesen kann, ist Antizipator Iniesta der Belesenste. Mit seinem Siegtreffer im WM-Finale gegen die Niederlande setzte er einer großartigen Saison die Krone auf.

Im Eurosport-Adventskalender präsentieren wir Ihnen heute unsere Kandidaten für den Titel Simon Ammann (Skispringen): Geschichte wiederholt sich nicht? Von wegen! Acht Jahre nach seinem Doppelsieg bei den Winterspielen in Salt Lake City gelang dem Schweizer in Kanada wieder der Triumph von beiden Schanzen. Nach langer Durststrecke schwang er sich so eindrucksvoll auf den Olymp, dass sein Triumph im Gesamtweltcup daneben fast unterging.

Maria Riesch (Ski alpin): Nach Rosi Mittermaier holte wieder eine deutsche Skirennfahrerin Doppel-Gold bei Olympia - und das nach verpatztem Auftakt und Frust in den ersten Rennen. Die Olympia-Saison beendete sie stilgerecht mit einem Abfahrts-Heimsieg in Garmisch und der Eroberung der Weltcup-Kugel im Slalom. In den WM-Winter startete sie eindrucksvoll mit zwei Abfahrtssiegen und führt die Gesamtwertung souverän an.

Thomas Müller (Fußball): In nur einem Jahr aus dem Schatten eines solchen Stürmer-Nachnamens zu treten schien unmöglich. Doch der Bayern-Senkrechtstarter war schlichtweg unaufhaltsam, aus der 3. Liga zum Stammspieler beim Rekordmeister in München, Double-Gewinn, Finale in der Champions League und Rang drei bei der WM. Dort sicherte er sich, natürlich, mit fünf Treffern die Torjägerkrone und wurde, na klar, als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet.

Im Eurosport-Adventskalender präsentieren wir Ihnen heute unsere Kandidaten für den Titel Sebastian Vettel (Formel 1): Der 23-Jährige krönte sich zum nicht nur der jüngste Titelträger der Geschichte in der Motorsport-Königsklasse, sondern beeindruckte auch mit der Art und Weise, wie er dabei auftrumpfte. Nervenstark steckte er alle Rückschläge weg, holte er in den letzen Rennen seinen Rückstand noch auf und wurde dabei mit seiner sympathischen Art zum Publikumsliebling.

Magdalena Neuner (Biathlon): Laufstark, treffsicher, erfolgshungrig - aber nicht um jeden Preis. Nach durchwachsenem Saisonstart gelang ihr beim Höhepunkt in Vancouver ein goldener Doppelschlag mit zusätzlichem Silberglanz. Zudem aber verzichtete sie zugunsten einer Teamkollegin auf den Staffelstart und damit eine weitere Medaille. Belohnt wurde sie mit einer Sympathiewelle, der Ehre der Fahnenträgerin bei der Schlussfeier und Fairplay-Ehrungen. Dazu sicherte sie sich auch noch den Gesamtweltcup trotz ihrer Ausfälle zu Saisonbeginn.

Manny Pacquiao (Boxen): Der 31-Jährige Philippino ist der beste Boxer der Welt, daran kann spätestens seit diesem Jahr kein Zweifel mehr bestehen. Im November holte er sich in der inzwischen achten unterschiedlichen Gewichtsklasse seiner Karriere den WM-Gürtel: Er startete einst im Fliegengewicht und ist nun im Super-Weltergewicht angekommen. Dies gelang keinem Boxer vor ihm - und daneben sitzt er noch als Abgeordneter im philippinischen Parlament.

Im Eurosport-Adventskalender präsentieren wir Ihnen heute unsere Kandidaten für den Titel Fabian Cancellara (Rad): Der Schweizer trumpfte im April mit dem Klassiker-Double aus Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix auf. Den aufkommenden Verdacht, einen versteckten Hilfsmotor genutzt zu haben, konterte er bei der Tour de France eindrucksvoll: Zwei Tageserfolge mit durchleuchtetem Arbeitsgerät, dazu sein Einsatz als Teamplayer ließen Zweifel verstummen. Im Herbst schließlich folgte auch noch der historische vierte Triumph bei der Zeitfahr-WM.

John Higgins (Snooker): Ein Jahr wie ein Hollywood-Drehbuch für den Schotten: Zuerst seine Snooker-Demonstration beim Gewinn der Welsh Open zu Jahresbeginn, als er den Sport auf höchstem Niveau zelebrierte. Dann der Absturz, als Anfang Mai ein Skandal-Video bekannt wurde, mit dem ihm versuchter Betrug vorgeworfen wurde. Im Herbst folgte die Entlastung, im Dezember dann die triumphale Rückkehr: Bei der UK Championship holte sich der dreifache Weltmeister wieder einen ganz großen Sieg - und dies, in dem er einen 5:9-Rückstand noch zum 10:9 drehte.

Marit Björgen (Skilanglauf): Erfolge sammelte die Norwegerin wie am laufenden Band: Mir dreimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze war sie die "Königin" der Winterspiele. Auch im Weltcup war die 30-Jährige Seriensiegerin und jubelte auf Sprint- wie Langdistanzen, auch wenn ihr der Gesamtsieg verwehrt blieb. Doch in den laufenden WM-Winter stieg die Dominatorin mit sechs Siegen ein.

Im Eurosport-Adventskalender präsentieren wir Ihnen heute unsere Kandidaten für den Titel David Rudisha (Leichtathletik): Seit 13 Jahren stand der 800m-Weltrekord von Wilson Kipketer wie in Stein gemeißelt. Doch im August stürmte der damals 21-Jährige zuerst in Berlin und dann in Rieti zu neuen Bestmarken. Das Maß der Dinge über die zwei Stadionrunden steht nun bei 1:41,01 Minute - und viele Experten trauen dem Kenianer zu, auch die Grenze der 100 Sekunden zu unterbieten. Logische Konsequenz der Rekordläufe: Rudisha wurde zum Welt-Leichtathleten 2010 gewählt.

Das sind unsere 15 Kandidaten: Wen würden SIE wählen - und wer fehlt?

Eurosport

Kommentare 1 - 12 of 12

Kommentare sortieren: Aktualität | Meist bewertet
  1. vettel

    Von manisha, am So 19.Dez. 6:33
  2. RAFA UND SEBASTIAN
    RAFA UND SEBASTIAN
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    Von cvete171, am So 19.Dez. 3:27
  3. Magdalena Neuner, sowie Sebastian Vettel

    Von Kurt, am So 19.Dez. 2:47
  4. diego forlan....genio magnifico

    Von oliver, am So 19.Dez. 1:32
  5. Ohne wenn und aber ... Martin Kaymer. Leider kennt ihn­ in deutschl. fast keiner. Für mich derjenige mit der­ stärksten leistung in diesem Jahr. In jedem anderen­ land wohl sicher sportler des jahres!!!

    Von Alwin, am Sa 18.Dez. 19:14
  6. Sebastian Vettel ist unser Star!

    Von Curdt, am Sa 18.Dez. 19:06
  7. Müller und vettel eier von den beiden

    Von Rudolf, am Sa 18.Dez. 17:47
  8. John Higgins gehört mMn nicht in diese Liste.
    Rein­ sportlich gesehen, war es natürlich ein eindrucksvolles­ Comeback.
    Jedoch hat er seinem Sport dieses Jahr­ geschadet wie kein anderer vor ihm. Freispruch hin oder­ her - korrekt war sein Verhalten ganz sicher nicht.

    Von tee.junge, am Sa 18.Dez. 15:46
  9. die besten sind alle genannt. Mal sehen wer die­ sportstars 2011 sein werden

    Von Antonia Lessing, am Sa 18.Dez. 11:46
  10. Also Fussball als Anti Sport zu bezeichnen ist etwas­ was ich nich befürworten kann. Mag sein das du kein­ Fussball Fan bist, aber deswegen brauchst du die­ Sportart auch nicht zu diskriminieren. Fussball ist ein­ Sport der Massen begeistern kann, und Fussballer sind­ nicht einfach Menschen die ihr Hobby zum Beruf gemacht­ haben, auch die Fussballer müssen hart arbeiten, hart­ trainieren damit sie hoch hinaus kommen. Ich finde das­ was du kommentiert hast sehr respektlos.

    Von dammlns, am Sa 18.Dez. 10:48
  11. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Alle Athleten haben diesen Titel verdient. Fußball­ dagegen ist ein Spiel, dass von den Medien als Sport­ absolutistisch und dominant vermarktet wird. Mit Sport­ und Leistung hat das nichts zu tun. Daher sollte­ wenigstens diese Wahl einem Sportler und keinem­ Anti-Sportler (Fußballer) zu Gute kommen. Schlimm­ genug, dass die Öffentlichkeit von den Medien einseitig­ Richtung Fußball manipuliert wird. Wahre Sportarten­ werden mit aller Gewalt diskriminiert und auf die die­ Rolle von "Randsportarten" beschränkt. Fast­ jeder drittklassige Nichtskönner im Fußball verdient­ mehr als der beste Schwimmer in Deutschland, - und der­ Welt!!! Es ist wie in der Wirtschaft (Deutsche Bank:­ Ackermnann): die größten Versager werden am besten­ entlohnt. Weiter so in unserer­ "Leistungspertvertierten" Gesellschaft, in­ der Versager, die sich bereits in der Schule verweigert­ haben, als "Helden" gefeiert werden (2x 3ter­ Platz bei Fußall WM). Wen erinnert sich noch an diese­ famose "Leistungen" in einigen­ Jahren???
    Biedermann dagegen ist ein Top-Athlet, ein­ echter Sportler, und hat Respekt verdient, - auch wenn­ - bzw. geraqde wenn - er wesentlich weniger verdient­ als z.B. ein "Schwein-Steiger" der nur sein­ Hobby zum "Beruf" gemacht hat und dafür alles­ Geld in den Hintern geschoben bekommt! Biedermann muss­ sich täglich quälen - für Schwein dagegen ist bereits­ die Pressekonferenz der schleimigen Presse eine­ Belastung.

    Von Karl, am Sa 18.Dez. 9:53
  12. Sebastian Vettel

    Von Alice im Wunderland, am Sa 18.Dez. 8:54
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