UK Championship - Frustrierter Ronnie verabschiedet sich

Eurosport - Mi 17.Dez. 10:36:00 2008

Ronnie O'Sullivan ist im Achtelfinale der UK Championship gescheitert - an seinen eigenen Frustrationen und an einem groß aufspielenden Joe Perry. Mit 9:5 feierte er seinen ersten Sieg bei einem Ranglistenturnier über den Titelverteidger, der nach der ersten Session noch mit 5:3 geführt hatte.

SNOOKER Ronnie O'Sullivan - 0

Im zweiten Abschnitt gewann O'Sullivan keinen einzigen Frame mehr. Den neunten Durchgang holte sich Perry mit pink nach einem Glücks-Snooker; anschließend übernahm der "Gentleman" dank Breaks von 105 und 70 Punkten mit 6:5 die Führung. Der Frust war O'Sullivan anzumerken, als er Frame zwölf nach einem leichten Fehler vorzeitig aufgab, obwohl er noch lange keine Snooker benötigte. Nach der Pause erhöhte Perry dank einer 69 seine Führung auf 8:5 und legte auch in Frame 14 eine 53 vor. O'Sullivan bekam zwar noch eine Chance, verschoss aber nach 41 Punkten schwarz vom Spot. Perry hatte keine Mühe, die fehlenden Punkte zum Sieg zu holen.

Für das Glanzlicht des vierten Tages sorgte Ding Junhui: Der 21-jährige Chinese schaffte gegen John Higgins sein zweites Maximum-Break. Die magische 147 fiel in Frame drei, mit dem Ding auf 1:2 verkürzte. Trotzdem kann Ding vorzeitig die Heimreise antreten. Schon nach der ersten Session war er mit 1:7 gegen einen gut aufspielenden Higgins in Rückstand geraten. Trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Session konnte Ding diesen Rückstand nicht mehr wettmachen und unterlag mit 4:9.

Aufwärtstrend bei Williams und Murphy hält an

Mark Williams setzte seine Rückkehr zu alter Stärke mit einem 9:7 über Graeme Dott fort. Dott hatte nach den ersten acht Frames noch mit 5:3 geführt, doch bei 6:6 und 7:7 war Williams wieder auf Augenhöhe. Dann machte er mit zwei für ihn so typischen Breaks von 86 und 59 Punkten den Sieg klar. Auch bei Shaun Murphy setzte sich der Aufwärtstrend fort. Dank eines 9:7 über Mark Allen steht er in Telford im Viertelfinale. Nach der ersten Session hatte es noch 4:4 gestanden, doch dann erarbeitete sich Murphy mit Breaks von 89 und 115 Punkten einen Vorsprung von zwei Frames, den er bis ins Ziel verteidigte.

Ein anderer Veteran, der an alte Zeiten anknüpft, ist Stephen Lee, der dank des 9:5 über Mark King ebenfalls im Viertelfinale steht. Dabei hatte King zu Beginn der zweiten Session noch mit 5:4 die Führung übernommen, doch danach gewann der ehemalige German Open Champion keinen Frame mehr. Unter anderem mit Breaks von 62, 83, 99 und 120 Punkten holte sich Lee fünf Frames in Folge. Dank eines 9:5 über Peter Ebdon steht auch Ali Carter bei der UK Championship unter den letzten Acht. Nach dem 4:4-Zwischenstand zog Carter zu Beginn der zweiten Session auf 6:4 davon. Zwar verkürzte Ebdon noch einmal auf 5:6, aber die nächsten drei Frames holte sich wieder Carter mit Breaks von 81, 87 und 78 Punkten. Für das vierte 9:5 des Tages sorgte Marco Fu gegen Matthew Stevens. Dabei schaffte der Mann aus Hongkong mit 138, 118 und 116 gleich drei Serien von mehr als 100 Punkten.

Rolf Kalb / Eurosport

Kommentare 1 - 2 of 22

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  1. Endlich iss Shaun Murphy auch wieder zurück nach 4­ Erstrunden Niederlagen wieder ein Viertelfinale ich­ freue mich schon auf die Begegnung gegen den auch­ wieder erstarkten Stephen Lee wird auch bestimmt ne­ heisse Begegnung. Schade nur das Neil Robertson die­ Heimreise antreten muss nach einer wunderbaren Snooker­ Schlacht gegen Maguire das Tunier zeigt auf jedenfall­ das hier alles möglich ist. ich wollte nicht drauf­ wetten wer UK Champion wird.

    Von Andrea K, am Mi 17.Dez. 6:00
  2. Hach bin ich glücklich...Stephen Lee ist noch dabei und­ Ronnie O'Sullivan ist draussen, wäre jetzt noch­ Matthew Stevens weitergekommen, wäre der Tag völlig­ perfekt verlaufen^^
    Aber okay wollen wir mal nicht­ mosern bei einer so tollen Ausbeute.
    Ich bin so­ glücklich das Stephen Lee endlich mal wieder was aus­ seiner hervorragenden Technik machen kann, nicht­ zwangsweise immer mit hohen Breaks, aber er spielt­ endlich einmal wieder konzentriert seine Serien und­ gewinnt so die knappen Frames, die ihn sonst immer die­ Spiele kosteten. Genau das gleiche ist auch bei Mark­ Williams zu beobachten, scheinbar haben die alten­ Herren des Snooker ihre Nervenstärke gegenüber ihren­ jüngeren Konkurrenten wiedergefunden, was für tolle­ Spiele sorgt.
    Die so beliebten Altstars dürfen endlich­ wieder länger mitmischen in den Turnieren, welche­ letzte Saison so von den Youngsters dominiert wurden.

    Von Bartimaeus, am Mi 17.Dez. 0:29
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