Eurosport - Mo 17.Dez. 20:41:00 2007
"Lleyton Hewitt hat alles, um Roger Federer vom Tennis-Thron zu stürzen" - sagt einer, der es wissen muss: Tony Roche, derzeit Trainer des Australiers, coachte jahrelang die Schweizer Nummer eins der Welt. Nun sieht der 62-Jährige Federers "Alleinherrschaft" durch Hewitt bedroht.
Zwar konnte der Australier seit seinem Wimbledon-Erfolg 2002 kein Grand-Slam-Turnier mehr gewinnen und rutschte in der Weltrangliste auf Platz 21 ab, doch Roche ist davon überzeugt, dass Hewitt noch nicht zum alten Eisen gehört. "Er ist ein Weltklasse-Spieler mit jeder Menge Erfahrung", lobte Roche den 26-Jährigen in der Zeitung "The Age".
Schon zum ersten Saisonhöhepunkt sieht der Coach die ehemalige Nummer eins der Welt hoch motiviert. "Die Australian Open bedeuten ihm eine Menge und er hat ja schon einen Wimbledon- und US-Open-Titel. Er will in Melbourne unbedingt gewinnen", erklärte Roche. Hewitt, der 2005 im Melbourne Park im Finale stand und dort Marat Safin unterlag, hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass ein Sieg beim seinem Heim-Grand-Slam die Krönung seiner Karriere wäre.
"Es ist schonn viel zu lange her, dass ein Australier in Melbourne gewinnen konnte. Ich bin mir sicher, dass die Menschen geschlossen hinter Lleyton stehen und ihm damit einen richtigen Push geben werden. Daran besteht für mich kein Zweifel", so Roche, der erst Mitte des Jahres den Trainerposten bei Hewitt übernommen hatte.
Fabian Kunze / Eurosport