Elfmeter als «Knackpunkt»: Werder-Serie hält

Sa 17.Okt. 18:07:53 2009

Bremen (dpa) - Zum 13. Mal ungeschlagen: Werder Bremen hat seine Erfolgsserie eindrucksvoll fortgesetzt und 1899 Hoffenheim 2:0 (2:0) geschlagen. Für die Bremer schossen vor 33000 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion Claudio Pizarro (17.) und Per Mertesacker (22.) die Tore.

Bei den zum zweiten Mal nacheinander geschlagenen Hoffenheimern war Carlos Eduardo bereits in der 14. Minute mit einem Foulelfmeter an Werder-Keeper Tim Wiese gescheitert. «Das war der Knackpunkt», sagte TSG-Abwehrspieler Christian Eichner. Nach dem Offensiv-Feuerwerk der Vorsaison gab es eine nicht ganz so rasante Partie der beiden Teams und längst nicht so viele Tore - dafür aber zehn Gelbe Karten. Vor knapp einem Jahr hatten die Bremer nach einem offenen Schlagabtausch über 90 Minuten 5:4 gewonnen, dieses Mal spielten beide Mannschaften deutlich disziplinierter. Vor allem Werder überzeugte wie in den zurückliegenden Wochen mit guter Defensivarbeit. «Ich bin mit beiden Spielen zufrieden, weil wir beide gewonnen haben», kommentierte Werder-Trainer Thomas Schaaf.

Die entscheidende Szene des Spiels ereignete sich bereits in der Anfangsphase, als der überraschend von Beginn an spielende Maicusel im Strafraum spektakulär über Werder-Keeper Wiese flog und von Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) einen Elfmeter erhielt. Doch Wiese parierte den zu ungenau getretenen Schuss von Carlos Eduardo.

Die Hoffenheimer ärgerten sich noch über die vergebene Chance, als Werder schon drei Minuten später die Führung erzielte. Pizarro sprang nach einer Ecke von Mesut Özil höher als Marvin Compper und köpfte sein sechstes Saisontor. Und weitere fünf Minuten später staubte Abwehrspieler Per Mertesacker im Stil eines Torjägers nach einem Freistoß von Özil ab. «Plötzlich steht es 2:0, obwohl es der Spielverlauf gar nicht hergab», analysierte Hoffenheims Coach Ralf Rangnick.

Die Bremer durften danach im eigenen Stadion kontern. Dabei vergaben sie einige hochkarätige Möglichkeiten, vor allem der ansonsten gute Marko Marin, der fünf Minuten nach der Pause kläglich scheiterte, als er allein vor 1899-Keeper Timo Hildebrandt auftauchte und mit einem versuchten Heber schlecht aussah. Stark war erneut Werders Abwehrarbeit. «Wenn wir die Chancen konsequent nutzen, können wir den Gegner noch mehr ärgern», sagte Schaaf.

Die Hoffenheimer, die mit den überraschend schnell genesenen Josip Simunic und Compper in der Innenverteidigung sowie zunächst ohne Torjäger Vedad Ibisevic und Sejad Salihovic begannen, zeigten sich spielerisch in einigen Szenen stark. Allerdings fehlte den Gästen meistens das Durchsetzungsvermögen - und nach den frühen Gegentreffern trotz offensiverer Aufstellung nach der Pause der Biss, die Wende zu erzwingen.

 

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