Eurosport - Fr 17.Jul. 11:48:00 2009
Das hat mit 17 Jahren noch keiner geschafft: Der Kalifornier Zac Sunderland ist der jüngste Mensch, der mit einem Segelboot alleine die Welt umrundete. Nach knapp 400 Tagen zwischen Piraten und Monsterwellen auf hoher See lief der Teenager im Hafen von Marina del Rey bei Los Angeles ein.
Sunderland, der Älteste von sieben Schwestern und Brüdern, wurde von seiner Familie und Hunderten Schaulustigen begeistert im Empfang genommen. Von dort war er im Juni 2008 im Alter von 16 Jahren in See gestochen. Es sei "toll" wieder zurückzukommen, sagte der Weltrekordler strahlend.
Von Piraten und hohen Wellen
Bei seiner abenteuerlichen Reise legte er über 40 000 Kilometer zurück. Er meisterte hohe Wellen, Stürme, Piraten und Schäden am Boot. Der braun gebrannte Teenager mit schulterlangen Haaren konnte damit den bisherigen Rekord als jüngster Weltumsegler brechen, den ein 18-jähriger Australier 1999 aufgestellt hatte.
"Das Schlimmste war die Müdigkeit", erzählte der Segler nach seiner Rückkehr vor Reportern. "Die Einsamkeit kann man überwinden, aber die Müdigkeit war andauernd zu spüren. Die Hälfte der Zeit war ich 48 Stunden am Stück wach, man konnte sich nie richtig ausruhen." An Bord sind immer nur kurze Nickerchen von bis zu einer Stunde erlaubt, während ein Autopilot das Boot auf Kurs hält.
Lebensgefährliche Situationen
Neben "kleineren" Pannen, wie Ruderbruch und gerissenen Segel, gab es auch lebensgefährliche Situationen. "Alles was ich sehen konnte, war eine riesige grüne Wand", so beschrieb Sunderland eine Welle, die ihn nahe der Karibik-Insel Grenada fast über Bord spülte. "Ich griff nach dem Mast und klammerte mich daran fest" erzählte er, während das Boot umkippte und sich wieder aufrichtete.
Große Angst machten ihm See-Piraten vor der Küste von Indonesien, räumte der 17-Jährige ein. "Das war eineinhalb Stunden lang die Hölle", als ihr Boot ihn immer enger einkreiste. In seiner Not rief er via Satelliten-Telefon die Küstenwache zu Hilfe, die Piraten ergriffen die Flucht. Doch die meiste Zeit machte Sunderland dem Namen seines Bootes "Intrepid" (Unerschrocken) alle Ehre. "Es war ein fantastisches Jahr", schwärmte der Teenager über seine Abenteuer, Herausforderungen und die Begegnungen mit fremden Kulturen. Mit "einem starkem Willen und Verlangen" könne man viel schaffen, riet er Gleichaltrigen. "Macht euch mit aller Kraft an die Sache."
"Mal was ganz Normales" machen
Er selbst will nun eine kleine Ruhepause einlegen. "Mit Freunden rumhängen, Skateboard fahren, mal was ganz Normales zur Abwechslung." Doch Sunderland schmiedet bereits große Pläne: "Vielleicht werde ich eine TV-Serie anleiern, da gibt's schon Interessenten. Und dann hoffentlich den Mount Everest besteigen oder in die Arktis reisen, mal sehen, was passiert".
Vor Sunderland hatte der Australier Jesse Martin den Titel als jüngster Solo-Weltumsegler der Geschichte zehn Jahre lang inne. Kurz nach seinem 18. Geburtstag war der Segler im Oktober 1999 nach elfmonatiger Reise im heimatlichen Melbourne eingelaufen. Auch er meisterte in seinem Boot "Lionheart" (Löwenherz) gefährliche Momente. Seine Elf-Meter-Jacht war mehrfach gekentert, er war mit einem Wal kollidiert und hatte einen Zusammenstoß mit einem Tanker gerade noch vermeiden können.
Weltrekord nur von kurzer Dauer?
Sunderland muss seinen Titel möglicherweise recht schnell abgeben. Seit November ist der einige Monate jüngere Segler Mike Perham aus Großbritannien auf einer Solo-Weltumrundung unterwegs. Mit seinem größeren und schnelleren Segelboot könnte er bereits im August sein Ziel erreichen. Dank eines Sponsors, der Perhams Boot den Namen "totallymoney.com" verlieh, ist der junge Brite viel besser ausgestattet, als sein kalifornischer Rivale. "Allein die Segel seiner Jacht kosten so viel oder sogar mehr als Zac's gesamtes Boot", sagte Charlie Nobles, Vorsitzender des amerikanischen Seglerverbandes, der "Los Angeles Times". "Das ist so, als wenn einer einen Ferrari und der andere einen VW fährt."
Auch wenn der jüngste Solo-Segler seinen Titel bald wieder los sein könnte, kann Sunderland auf seine Leistung ungemein stolz sein. In der Geschichte der Seefahrt haben nach der Statistik des US-Seglerverbandes bisher weniger als 250 Menschen alleine ein Boot um die Welt gesegelt. Zum Vergleich: Allein in diesem Jahr haben schon mehr als 300 Menschen den Gipfel des Mount Everest gestürmt.
Kommentare 42 - 61 of 61
nicht schlecht der specht...;)
respect junge!!!!!!!
Hut ab ! Das ist wiklich allehand ! Hut ab ! Meine Re - spect !
es ist ja jetzt ni bös gemeint und ihr werdet es auch verstehen, wenn eure eigenen verzogenen kinder mal so lustig allein in die welt hinausziehen.
kann mir einmal einer verraten, was gottes segen und all den anderen quatsch hier verloren haben? ich glaubs ja wohl ni. der knabe hat gefälligst eine lehre oder seine schule nachzukommen. den eltern müsste eigentlich ne ordentliche portion dresche und natürlich die entscheidungsgewalt über diesen bengel genommen werden.
wenn ich das lese. achtung, mut, GOTTES SEGEN HALLELUJA AMEN.oh man, wie unterzuckert oder alkoholisiert kann man denn noch denken? ich glaubs ni....da stirbt ein kind und die empörung ist groß. aber sowas auf see zu lassen....peinlich und naja...einfach nur bekloppt....wer genauso denkt...ok, wer so etwas noch mit begeisterung aufnimmt, ein fall für ( ich behalts mal für mich)
Halleluja junger Mann
Allerhoechsten Respect aber wer in diesem Alter so etwas macht der tut in seinem Leben noch viel mehr und advance fuer all deine Unternehmungen immer GOTTES SEGEN HALLELUJA AMEN
Hut ab! Respekt hat diese Leistung auf jeden Fall verdient. Nicht nur das Segeln, sondern auch der Kampf gegen die Einsamkeit, vor allem wenn man in einer großen Familie aufgewachsen ist, und die Selbstdisziplin die zu einer solchen Aktion dazu gehören, finde ich bei einem Jugendlichen in diesem Alter beachtlich. Jeder der mal alleine oder nur zu zweit längerfristig gesegelt ist, weiß was ich meine.
wowo,trotzdem sehr sehr riskant
einfach nur cool aber nicht übertreiben mein lieber
Von wegen alleine gesegelt, unter Deck von Sacks gepanzertem Boliden waren drei schwer bewaffnete Ex-Marines dabei, denen Sacks Onkel vor Jahren in Vietnam mal das Leben gerettet hatte. - Ja ja, immer schön schlucken, was die Massenmanipulationen verbreiten... man man man, nur gut dass ich grad die Welt umsegle, ganz entspannt über die Reeling k.tz.. kann... xo
Hut ab vor diesem jungen Mann. Aber ein "bäh" für die Berichterstattung. Sollen den nun alle Jugendliche glauben, hey ich mach mal schnell was tolles und segel mal just um die Welt. Hallo! Dafür brauche ich ein Boot, eine Ausrüstung, Proviant usw. Jeder Hafen verlangt Liegegebühr usw. Schäden müssen repariert werden, defekte Teile ersetzt. Jau das macht auch mal gerade der "Jugendliche von neben an" so, der ja eh arbeitslos ist und ein paar hundert Tage Zeit hat.
Solch eine Expedition, und so will ich sie mal nennen, bedarf einer langer voraus schauender Planung und Finanzierung.
Und zum Schluß gesagt: Ich hätte keinem meiner drei Kinder vor ihrer Volljährigkeit solch ein Wagnis erlaubt.
Was sind das nur für mediengeile Eltern
ich muß sagen,war einigege jahre zur see gefahren.dieser junge verdient denn höchsten respeckt.egal wer das finanziert hat.klar die eltern waren froh als er wieder ,im hafen einlief.mit 17 jahren!Nicht ein erfahrender mit 30......60,würde sich so was zutrauen.doch,hut ab.ich sage denn jugendlichen traut euch,es schenkt euch keiner was.mach weiter so!!!!
Jugendlicher Leichtsinn oder nicht... er hat den Mut und den Willen aufgebracht, sich seiner selbst gewaehlten Herausforderung zu stellen. Das allein verdient meinen vollen Respect. @ Uwe faehrt wahrscheinlich immer 50,
sogar ausserhalb geschlossener Ortschaften. Was ein total geimpfter Schwaechling... go back to your mother!
Hut up fuer Zac, er ist was unsere Jugend braucht. Nicht jeder hat Eltern mit viel Kohle ,die einem 'ne Yacht geben um die Welt zu umsegeln. Aber viele haben schon Angst Ihre examen zu bestehen/finanzieren ohne Vaters Obhut.
Nur wenn Du an Dich glaubst, kannst Du Dinge vollbringen , die niemand fuer moeglich hielt.
Zac, super leistung!!
Ich bin ein 53jaeriger Deutscher der ins Ausland gewandert ist vor 20 Jahren, weil Ihm die spiessige und ver-
weichtliche junge Generation auf den Geist gegangen ist.
Ganz ehrlich: Wenn der Junge ertrunken wäre (worauf er gute Chancen hatte) hätten sich alle aufgeregt. So jemand ist mitnichten ein Vorbild. Wer kann sich in em Alter denn bitte einen Segelschein samt Boot leisten und so eine Tour finanzieren? ^^ Die ganze Aktion ist extrem Verantwortungslos von seinen Eltern - die das ja wohl finanziert haben müssen. Da muss man sich Fragen ob die noch alle Sinne beinander haben. Hauptsache irgendeine kranke Superlative konsturiert. Demnächst kommt der erste einbeinige Blinde unter 18 der die Welt umrundet. Völliger Schwachsinn in einer Welt die keine anderen Sorgen mehr hat. 0 Respekt dafür und die golgene Narrenkappe stattdessen für diese Aktion..
phänomenal
wo sind die Deutsche.? kein Meer? kein mut? kein geist?kein patriotismus?ich bin zu alt was zu zeigen,aber die junge? nur konsum?! august
Normalerweise müßte man diese Typen wegen Verkehrsgefährdung anzeigen, weil sie ein Fahrzeug führen, das nicht 24 Std. lang "geführt" wird...aber das liegt ja bereits bei der IMO, dann verschwinden viele der Seglermuftis endlich...
Es ist eine wahnsinnige Leistung, die der Junge da vollbracht hat. Wahnsinnig im doppelten Sinne. Das er die Sache unbeschadet durchgezogen hat, verdient Respekt. Genauso gut hätte er aber auch drauf gehen können. Oft genug werden Schiffe entführt, Leute erschossen oder es passieren tödliche Unfälle bei solchen Abenteuern. Aber Jugendliche brauchen Abenteuer, brauchen grenzlastige Situationen, in denen sie sich beweisen können. So wächst ihr Selbstvertrauen und ihre Zufriedenheit. In Zeiten von Computersucht, Stubenhockertum und Depressionen unter Jugendlichen sind solche Leute schon echte Vorbilder. Meinen eigenen Kindern würde ich aber eher weniger lebensgefährliche Abenteuer anraten. Work and travel, trekking in der Gruppe u.ä. Damit kommt man zwar nicht in die Zeitung, aber in den meisten Fällen gesund nach hause.
bin selbst gesegelt, also RESPEKT !
Da kann man nur sehen, wie blöd der Deutsche ist (ist ja bekannt)..und besonders viele scheinen sich hier zu tummeln, statt FACHLEUTE zu beachten. Ich bedanke mich recht herzlich...
Echt Super Leistung... Wenn man andere Jugendliche sieht die nichts auf die Reihe bekommen. Habe grossen Respekt.
Cool. Gratuliere dem Jungen. Alle Ehre. Bloß nicht übertreiben. Es sind schon viele von ihren Expiditionen und Ausflügen nicht mehr nach Hause gekommen und irgendwann irgendwo TOT aufgefunden worden. Wäre schade um die zarten 17 Jahre.
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