Bundesliga - HSV-Zoff: Käpt'n greift Stevens an

Eurosport - Do 17.Apr. 23:35:00 2008

Auch das noch: Rafael van der Vaart attackiert Huub Stevens! Der Kapitän des gebeutelten Hamburger SV kann seinen Trainer nicht verstehen. Grund: Die "Freistellung" für Leistungsträger Vincent Kompany.

FOOTBALL 2007-2008 Bundesliga Hamburg Van der Vaart - 0

"Ich habe die Maßnahme nicht verstanden. Es kann nicht sein, dass ein Spieler nicht mehr dabei ist, nur weil er schlecht gespielt hat. Zumal wir alle schlecht gespielt haben. Vincent ist ein wichtiger Spieler, und wir brauchen ihn", sagte der Niederländer. Stevens hatte Kompany nach der 0:1-Niederlage gegen den MSV Duisburg am vergangenen Samstag für eine Woche aus dem Kader gestrichen und ihn somit auch für die Partie am Dienstag bei Hertha BSC Berlin (0:0) nicht berücksichtigt. Am kommenden Montag soll Kompany wieder zum Team stoßen.

Dann wird auch Stevens in Hamburg zurückerwartet. Der Coach, der mit seiner Mannschaft seit fünf Begegnungen auf einen Sieg wartet, befindet sich bis dahin bei seiner erkrankten Ehefrau in Eindhoven. Die Übungseinheiten werden derzeit von Co-Trainer Markus Schupp geleitet.

Dabei versucht er, die Crew wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Aus den letzten 13 Spielen wurden lediglich drei gewonnen. Die Saison, die so verheißungsvoll begonnen hatte, droht am Ende zur Katastrophe zu werden, wenn selbst die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb in Gefahr gerät. Noch geben die Hamburger nicht auf.

Stevens gibt nicht auf

Stevens zeigte sich zuletzt bissig. "Denkt Ihr, wir hören jetzt auf zu kämpfen?", entgegnete der Coach trotzig den Kritikern, die angesichts von nun schon fünf Spielen ohne Sieg und drei Partien sogar ohne eigenes Tor die Aussichten auf eine erfolgreiche Champions-League-Qualifikation ausloten wollten. "Wie viele Spiele haben wir noch? Fünf? Da sind noch 15 Punkte zu erreichen, oder hab ich falsch gerechnet?", erklärte Stevens und seine Augen funkelten drohend. Die Kritik von seinem Kapitän wird ihm ebenfalls nicht schmecken...

Daniel Rathjen / Eurosport