European Championship - Viel Optimismus im Springer-Lager

Eurosport - Mo 17.Mrz. 11:42:00 2008

Mit großem Optimismus nehmen die deutschen Kunst- und Turmspringer in Eindhoven die zehn Wettbewerbe der Europameisterschaften in Angriff. "Wir sind in der Lage, in jeder Disziplin um die Medaillen zu kämpfen", sagte Walter Alt, Springer-Chef im DSV.

SWIMMING 2007 World Champs Germany Kotzian - 0

Vor zwei Jahren waren die deutschen Athleten bei der EM in Budapest mit zwei Titeln, fünf zweiten Plätzen und einmal Bronze hinter Russland zweitbeste Nation. Ditte Kotzian aus Berlin und die Leipzigerin Heike Fischer müssen als EM-Zweite von 2006 im Synchron-Wettbewerb vom Dreimeterbrett als erste Deutsche an den Start.

Mit seinem Überraschungserfolg beim Weltcup in Peking schob sich der Aachener Turm-Experte Sascha Klein in den Vordergrund. "Es läuft ganz gut, ich kann mich nicht beklagen", sagte der 22-Jährige, der zu den Gold-Anwärtern gehört. "Ich will nichts im voraus bestimmen, aber eine Medaille habe ich schon im Kopf", meinte Klein, der aktuell die schwierigste Serie der Welt springt.

"In die Jugend investieren"

Im Vergleich mit den international führenden Olympia-Gastgebern aus China gibt es allerdings noch Nachholbedarf. "Die Chinesen absolvieren im Jahr 20.000 bis 25.000 Trainingssprünge. Bei uns sind es etwa 13.000 bis 16.000", sagte Cheftrainer Lutz Buschkow, der in den Niederlanden sein bestes Team gemeldet hat. Zweiter Turmspringer neben Klein wird der 19-jährige Berliner Patrick Hausding sein. Der ursprünglich vorgesehene Aachener Norman Becker muss verzichten, weil er "im Training ein wenig seiner Form hinterher läuft", wie Buschkow den Wechsel begründete.

Mit rund 850.000 Euro sieht es bei den Springern mit der jährlichen finanziellen Förderung laut Alt "sehr gut aus. Aber es darf keine Schwankungen geben. Und wir müssen mehr Geld in die Jugend investieren", sagte er. Die Nachwuchssorgen sind indes nicht gravierend, obwohl Buschkow nach Peking ein teilweise neues Team aufbauen muss. Die Olympia-Zweiten im Synchronspringen vom Dreimeterbrett, Andreas Wels und Tobias Schellenberg, sowie Ditte Kotzian und Annett Gamm werden nach Buschkows Einschätzung ihre internationale Karriere nach dem Jahreshöhepunkt in China beenden.

Doch Buschkow ist für die Zukunft zuversichtlich. In Pavlo Rozenberg, Klein und Hausding gebe es im DSV "drei Top- Leute, die auch auf Weltebene dauerhaft mitmischen können". Buschkow: "Unter diesen Umständen wäre es völlig falsch, wenn wir hier in Eindhoven nicht in jeder Disziplin Medaillen prognostizieren würden."

dpa / Eurosport