Eurosport - Di 17.Feb. 09:49:00 2009
Eine Ski-WM voller Überraschungen, Verrücktheiten, glücklichen Siegern und enttäuschten Verlierern ist nach zwei Wochen schon wieder Geschichte. eurosport.yahoo.de lässt das Großereignis im französischen Val d'Isere noch einmal Revue passieren.
"Wer hat's erfunden? Die Schweizer." Könnte man meinen, wenn es um die Erfindung des Skifahrens geht. Denn die Eidgenossen zeigten der restlichen Welt, wie man es richtig macht und hatten am Ende im Medaillenspiegel mit sechs Mal Edelmetall die Nase vorn.
"17 Jahr, blondes Haar" und dazu eine Magen-Darm-Grippe. Das Schweizer Talent Lara Gut raste trotz Krankheit zu zwei Mal Edelmetall. In Abfahrt und Super-Kombination veredelte Gut ihre erste Teilnahme an einem Großereignis jeweils mit der Silbermedaille.
"Gelungene Generalprobe, verpatzte Premiere?" Nicht bei Carlo Janka. Im Dezember feierte der Schweizer seinen ersten Weltcup-Sieg in Val d'Isere, um sich dann auch bei der WM den Titel im Riesenslalom zu holen. Den Sieg widmete er seinem Teamkollegen Daniel Albrecht, der nach seinem schweren Sturz in Kitzbühel wieder bei Bewusstsein ist.
"Reden ist Silber, Schweigen ist Gold." Ein Spruch, mit dem Didier Cuche gar nichts anzufangen weiß. Mit seinem Titel im Super-G und der Silbermedaille in der Abfahrt verzückte er die Schweizer Fans und verließ als erfolgreichster männlicher Athlet den französischen Ski-Ort.
"Gute Freunde kann niemand trennen." Das bewiesen wie so oft Maria Riesch und Lindsey Vonn und krallten sich drei der fünf möglichen Gold-Medaillen der Damen-Rennen. Die Deutsche feierte im Slalom ihr erstes Edelmetall. In den Speed-Rennen zeigte die Amerikanerin der Konkurrenz, wie der Hase läuft.
"Scherben bringen Glück." Nicht aber für Lindsey Vonn. Nach ihrem Party-Missgeschick mit einer Champagnerflasche verletzte sich die Amerikanerin am Daumen und musste im Slalom ihren Traum einer weiteren Medaille begraben.
"Probier's mal mit Gemütlichkeit", lautete wohl das Motto von Bode Miller bei seinem üblich lässigen Start. Und auch im Rennen selbst schien sich dieser Leitspruch durchzuziehen. In fünf Wettkämpfen sah der US-Boy nur zweimal das Ziel und kam über Rang acht und zwölf nicht hinaus. Trotzdem meinte er siegessicher: "Ich weiß, dass ich der Schnellste auf dem Berg sein kann, auch wenn ich es nicht beweisen konnte."
"Die Irrfahrten des Odysseus" waren in Val d'Isere eher "Die Irrfahrten des Michael Walchhofer". Denn der Österreicher musste seinen Abfahrtslauf zweimal absolvieren, weil ihm ein falsches Startzeichen gegeben wurde. Deshalb ging Walchhofer ein zweites Mal an den Start, um danach zu erfahren, dass beim ersten Versuch doch alles regelkonform war.
"Ende gut, alles gut" für den Österreichischen Skiverband. Gold und Bronze in der Kombination sowie Bronze im Super-G feierten die Ski-Damen. Für die Herren lief es alles andere als perfekt. Erst im vorletzten Rennen erlöste Benjamin Raich mit der Silbermedaille die Alpenrepublik. Manfred Pranger sorgte mit Slalom-Gold in der allerletzten Entscheidung doch für einen versöhnlichen Abschied.
"Das Leben ist voller Überraschungen." Und auch der Sport, denn mit Kathrin Hölzl im Riesenslalom, John Kucera in der Abfahrt und Kathrin Zettel in der Super-Kombination krönten sich drei Athleten zu Weltmeistern, die in diesen Disziplinen niemand wirklich auf der Rechnung hatte. Der Kroate Natko Zrncic-Dim gehört ebenfalls in diese Kategorie. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall seines Teamkollegen Ivica Kostelic holte sich der 22-Jährige überraschend die Bronzemedaille in der Super-Kombination.
"Im Auftrag ihrer Majestät" carvte der Franzose Julien Lizeroux vor den Augen seines Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy zur Silbermedaille im Slalom und freute sich auch über den zweiten Platz in der Super-Kombination. Sein Teamkollege Jean-Baptiste Grange, der zu den Top-Favoriten im Slalom zählte, schied wie etliche Stars im Stangenwald aus und beendete die WM ohne Edelmetall.
"Die Krönung eines Comebacks" feierte Aksel Lund Svindal. Nach einem Jahr Pause wegen seiner lebensgefährlichen Bauchverletzung kürte sich der Norweger zum Weltmeister in der Super-Kombination und sicherte sich auch die Bronzemedaille im Super-G.
"Zehn kleine Jägermeister" spielten die drei Loeseth-Schwestern aus Norwegen im Slalom. Nina, Lene und Mona starteten im letzten Damen-Rennen, doch keine des jungen Trios sah das Ziel.
Kommentare 1 - 7 of 7
hallo tennschi: mens sana in corpore sano! da hast du eine tolle geschichte geschrieben. als alter rennfahrer a.d. leide ich immer mit den fahrern mit und ich hätte auch gerne ein podium mit einem dutzend plätzen. ich kann auf eine lange erfahrung zurückblicken, deswegen schreibe auch immer so gescheit. in meinem abschiedsrennen habe ich den thöni gustl genudelt, er war aber noch am gymnasium, lieber nicht nachrechnen
hallo tennschi, hatte selber schon gelesen, gedacht usw. aber da ich nicht wusste, dass du auch noch kommen würdest, habe ich die richtigstellung unterlassen. man kann es aber auch anders lesen, schimacht ist einer bald einmal, großmacht nicht so schnell. die medaillen werden den dsv-alpinen sicher gut tun, unsere (die italienischen) fahrer waren nach den rennen sehr betroffen, die liebe gius sagte " ... und wir hätten das so gebraucht ...". aber sie haben das beste gegeben, 2-3 waren auf goldkurs und wenn man die fahrt von gius im rs gesehen hat, da hatte sie vor ihrem ausfall schon 6 gute möglichkeiten, auszuscheiden. bei einem geht es auf, beim anderen nicht.
zum titel: ich denke, von selter ist keine rede, eine kiste sekt ist das mindeste!
hallo reinhold, zwei goldene (gratulation!) ergeben noch keine großmacht, genausowenig wie die österreicher zu den exoten abgestiegen wären, wenn sie nur eine geholt hätten. ein besserer maßstab ist schon der wc und da sind die verhältnisse schon deutlicher.
Hurra, wir sind wieder eine Alpine-Ski-Macht.
Mit etwas Glück hätte Maria Riesch noch den einen oder anderen Sieg zusätzlch einfahren können.
Aber dann hätte Österreich wohl geweint. Ist so schon schlimm genug, dass die Schweiz
in der Nationenwertung vor Österreich liegt. Nur unsere Männer könnten noch erheblich
zulegen. Aber das wird noch werden.
Danke an Eurosport für die wieder einmal kompetente Berichterstattung.
Ich freue mich schon auf die Olympischee Spiele im nächsten Jahr.
Pilzoni aus Hamburg
Bin der gleichen Meinung, sollte ja für Eurosport und Yahoo kei Problem sein ??????
Aber Genau von DIESEM Artikel.
geil
DAZU MUSS ES EIN VIDEO GEBEB!!!!!!!!
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