Welsh Open - Stevens mit starken Nerven

Eurosport - Di 17.Feb. 09:39:00 2009

Ein nervenstarker Matthew Stevens hat zum Auftakt der Welsh Open ein schon verloren geglaubtes Match noch gedreht und durch das 5:4 über Andy Hicks die Runde der letzten 32 erreicht, wo Ding Junhui als Gegner wartet. Dabei stand Stevens mit 2:4 schon am Rande einer Niederlage.

SNOOKER; Matthew Stevens, Nov 2007 - 0

Mit dem Sieg wahrte der walisische Drache auch seine Chance, die Rückkehr in die Top 16 der Weltrangliste doch noch zu schaffen. Lokalmatador Mark Williams ist hingegen schon ausgeschieden: Er unterlag in der Qualifikation gegen David Gilbert mit 1:5.

Begonnen hatte Stevens das Duell gegen Hicks stark: Mit einer 62 und einer 42 holte er sich den ersten Frame. Doch Hicks glich sofort aus und führte auch im 40 Minuten dauernden dritten Frame schon, ehe Stevens auf schwarz noch die Führung zurückeroberte. Dank einer 52 von Hicks ging es aber mit 2:2 in die Pause.

Maguire macht kurzen Prozess

Nach Wiederbeginn übernahm Hicks erstmals die Führung und baute die im 42-minütigen sechsten Frame mit einer 18er-Clearance bis pink sogar auf 4:2 aus. Die Safeties von Stevens waren in dieser Phase zu schwach, so dass er seinem Gegner zu viele Chancen schenkte. Aber am Rand der Niederlage fand der Waliser zu seiner Bestform. Mit Breaks von 74 und 67 hatte er den Entscheidungsframe erzwungen und ging auch da mit 64:0 in Führung. Hicks bekam noch eine Chance, doch nach 22 Punkten war Schluss und Stevens machte zur Freude des walisischen Publikums den Sieg perfekt.

Einen sehr kurzen ersten Arbeitstag bei den Welsh Open hatte Stephen Maguire. Die Nummer zwei der Weltrangliste benötigte nicht einmal 90 Minuten, um den Waliser Ian Preece mit 5:0 zu schlagen; Preece, der nur fünf Minuten vom Newport Centre entfernt lebt, spielte zum ersten Mal bei einem Weltranglisten-Turnier in der Runde der letzten 32. Der Druck gerade vor heimischem Publikum war ihm deutlich anzumerken. Im fast 25 Minuten dauernden ersten Frame brauchte Stephen Maguire noch etwas, um ins Match zu finden, doch dann lief das Spiel des Schotten rund: Mit Breaks von 55, 69, 78 und 59 Punkten stürmte er als erster Spieler ins Achtelfinale.

Als ersten Top 16 Spieler erwischte es Mark Allen bei den Welsh Open. Der Youngster unterlag im rein irischen Duell Joe Swail mit 3:5. Dabei hatte Allen zwischenzeitlich mit 2:1 und 3:2 geführt, doch der beharrlich kämpfende Swail biss sich in seiner typischen, unspektakulären Art durch. Den letzten Frame gewann Swail gar auf die letzte schwarze.

Lokalmatador scheitert

Ein Schock für die walisischen Fans war die 1:5-Niederlage des zweifachen Welsh Open Champions Mark Williams gegen David Gilbert. Mit Breaks von 66 und 131 Punkten war Gilbert auf 2:0 davongezogen, ehe Williams, der als bisher einziger Waliser die Welsh Open gewonnen hat, mit einer 75 verkürzte. Dann aber zog Gilbert mit Breaks von 58 und 115 Punkten auf 4:1 davon. Der sechste Frame dauerte fast 40 Minuten, doch am Ende hatte Gilbert die Überraschung geschafft.

Mit Dominic Dale erreichte aber noch ein weiterer Waliser die Runde der letzten 32. Der Spaceman rang Liang Wenbo mit 5:4 nieder. Dale war, unter anderem dank einer 124, mit 3:1 in Führung gegangen, doch Liang schlug zurück. Als der Chinese mit 4:3 führte stand Dale am Rand einer Niederlage. Aber im fast 40 Minuten dauernden achten Frame erzwang er den Entscheidungsdurchgang und machte dann da mit einer 104, seinem zweiten Century, den Sieg perfekt.

Rolf Kalb / Eurosport

Kommentare 1 - 4 of 4

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  1. Schade aber für Hicks, er hat ein paar spektakuläre­ Bälle gelocht.

    Von stewi87, am Di 17.Feb. 9:06
  2. tja, das ist matthew... er verliert WM-finals mit­ deutlichem vorsprung... aber er kann die knappen spiele­ gewinnen.
    GO Matthew! GO!

    Von Ric Maxwell, am Di 17.Feb. 4:35
  3. Der gute Matthew Stevens soll, wie heute, nicht immer­ die schwierigen Bälle lochen zu wollen, dann klapt es.­ Leider verliert er gegen die "china machine".

    Von Milena, am Di 17.Feb. 3:42
  4. Stevens ist doch immer wieder für eine Überraschung­ gut. Normalerweise verliert er Matches, die er schon­ 4:2 führt, heute hat er eines von 2:4 hinten liegend­ noch gewonnen. :-)

    Von Ronnia, am Di 17.Feb. 3:13
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