Hockeyweb.de hockweb

Ice Tigers: Tabellenführung und Heimserie ausgebaut

So 17 Feb, 22:59 Uhr


Neue Seite 1

Die Sinupret Ice Tigers haben die Gunst der Stunde genutzt und nach Berlins Niederlage in Hamburg mit einem deutlichen 7:3-Sieg gegen Mannheim die Tabellenführung auf sechs Punkte Vorsprung ausgebaut. Dazu konnten die Ice Tigers auch ihren 14. Heimsieg in Folge verbuchen. Kurioserweise gab es die letzte Niederlage auf eigenem Eis gegen Mannheim - am 25. November.

Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Duell der beiden Vorjahres-Finalisten, da auch die Adler nach der Heimniederlage gegen Iserlohn unbedingt punkten wollten. Die erste Duftmarke setzte Petr Fical - in Unterzahl nahm er am langen Eck einen Pass von Savage dankend an und hob den Nachschuss unter die Latte. Die Adler-Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Jaspers war in Überzahl im Slot zur Stelle.

Auch im Mittelabschnitt schenkten sich beide Teams wenig und beackerten jeden Zentimeter Eis. Leeb und Carters Doppelschlag konnten die Adler fast genauso schnell beantworten. Zweimal Kapitän Corbet war der Torschütze - 3:3. Für den Knackpunkt der Partie sorgte dann der erneut bärenstarke Sean Brown. Sein harmloser Schuss fand allerdings nur unter gütiger Mithilfe von Adam Hauser den Weg ins Netz. Zwar verdeckte McGillis dem Adler-Goalie die Sicht, aber dennoch hätte Mannheims Keeper einfach nur zupacken müssen.

Mit dieser Führung im Rücken lief dann im Schlussabschnitt alles für die Ice Tigers. Nach Ficals 5:3 war Feierabend für Adam Hauser. "Wir wollten ihn schützen, weil er wie schon gegen Iserlohn nicht gut war", erklärte Teal Fowler nach der Partie. Aber auch Ilpo Kauhanen musste noch zweimal hinter sich greifen. Ahren Spylo netzte nach tollem Solo zum 6:3 ein - sein 38. Saisontreffer. Den Schlusspunkt setzte erneut Fical, der mit seinem dritten Tor in diesem Spiel, seine Leistung krönte.

"In Nürnberg zu spielen, ist immer schwer. Sie haben uns heute gezeigt was man braucht, um Spiele zu gewinnen", so Fowler weiter. Pech hatte Jason Jaspers. Mannheims Stürmer bekam einen Brennan-Schlagschuss direkt ins Gesicht. "Wir nehmen ihn mit nach Mannheim, aber der erste Eindruck war nicht positiv", bestätigte Fowler den Verdacht auf Kieferbruch.

Für Benoit Laporte rückt das erste Saisonziel immer näher: "Wir wollen den ersten Platz bis zum Ende behalten. Auch die mögliche Teilnahme an der Champions-League ist eine zusätzliche Motivation. Wir haben auch in Köln gut gespielt, aber nicht durchgängig 60 Minuten. Heute haben wir im ersten Drittel dumme Strafen genommen und auch in Unterzahl nicht besonders gut gespielt", analysierte Nürnbergs Trainer. Ein Sonderlob bekam Patrick Ehelechner, der seit Kotschnews Erkrankung sehr solide Leistungen zeigt: "Wir brauchen zwei gesunde Torhüter in den Playoffs. Dimi wird erst wieder spielen, wenn er 100 Prozent gesund ist", so Laporte weiter.

Da die nächste Partie erst am kommenden Sonntag (gegen Hamburg 14.30 Uhr) auf dem Programm steht, gab Laporte seinen Mannen zwei Tage frei. "Am Mittwoch werden wir es locker angehen auf dem Eis und dann ab Donnerstag den Druck wieder erhöhen", gab Laporte einen Ausblick auf die kommende Woche.

Tore:

1:0 (15.03) Fical (Leeb, Periard) 4:5

1:1 (18.44) Jaspers (Martinec, Methot) 5:4

2:1 (21.44) Leeb (Brown, Beardsmore)

3:1 (22.12) Carter (Barta, Polaczek)

3:2 (25.13) Corbet (Hackert, Lewandowski) 5:4

3:3 (27.31) Corbert (Shantz, Girard)

4:3 (38.52) Brown (Beardsmore, Spylo) 5:4

5:3 (44.45) Fical (Savage, Laflamme) 5:4

6:3 (47.31) Spylo (Savage) 5:3

7:3 (55.53) Fical (Savage, Ondruschka)

Strafen: Nürnberg 26 Min. + 10 Min. Brown - Mannheim 28 Min.

Zuschauer: 6134

Schiedsrichter: Reiber (Schweiz)

(Hockeyweb.de)