Eurosport - So 17.Feb. 10:52:00 2008
Elf Centuries schafften die Akteure am Achtelfinal-Tag bei den Welsh Open; Snooker auf unglaublichem Niveau wurde geboten.
Allein drei dreistellige Serien gab es beim 5:3 von Shaun Murphy über Mark Williams. Der Anfang war dabei noch verhalten: Die ersten beiden Frames teilten sich die beiden, ehe Murphy mit einer 51 zur 2:1-Führung die Ära der hohen Breaks einleitete.
Mark Williams zeigte sich im Achtelfinale stark verbessert. Auch er brachte wieder Breaks zustande und machte so gut wie keine leichten Fehler mehr. Deshalb konterte er die Führung von Murphy auch mit einem sehr schnell herausgespielten Century von genau 100 Punkten zum 2:2 zur Pause. Doch damit schien er den Malta Cup Champion nur wachgerüttelt zu haben. "The Magician", wie Rob Walker Murphy vorstellte, spielte mit 105 und 129 gleich zwei Hunderter-Serien in Folge.
Als Williams im siebten Frame dann nach 22 Punkten den Tisch wieder verlassen musste war seine Niederlage praktisch besiegelt. Mit einer 68 machte Murphy alles klar.
Kein Waliser mehr dabei
Mit Mark Williams schied auch der letzte Waliser bei den Welsh Open aus. Zuvor hatte es seinen Landsmann Ryan Day erwischt, der gegen Stephen Hendry mit 4:5 unterlag. Dabei hatte Day sogar mit 4:3 geführt. Doch mit dem Rücken zur Wand spielte Hendry sein bestes Snooker und schoss sich mit Breaks von 71 und 55 Punkten zum Sieg.
Spektakulär war auch Frame fünf, wo Stephen Hendry am Ende von der letzten roten mit 35 Zählern die Maximalpunktzahl holte und mit 64:63 zwischenzeitlich mit 3:2 in Führung gegangen war.
"The Rocket" besiegt Davis
Volles Haus gab es im Newport Centre beim 5:3 von Ronnie O'Sullivan über Steve Davis. Mit Breaks von 72 und 88 Punkten war O'Sullivan mit 2:0 in Führung gegangen, aber Davis hielt dagegen und verkürzte mit einer 63. Dank einer 57 stand der Altmeister auch im vierten Frame mit 63:8 auch kurz vor dem Ausgleich, aber O'Sullivan schaffte mit einer 68er-Clearance auf die letzte schwarze das 3:1.
Als er nach der Pause auch noch auf 4:1 erhöhte deutete alles auf ein schnelles Ende hin, aber Davis verkürzte noch einmal auf 3:4 und spielte dabei mit 76 auch sein höchstes Break im Match. Eine 69er-Clearance von O'Sullivan in Frame acht entschied aber dann das Match.
Auf eindrucksvolle Weise stoppte John Higgins mit 5:1 Ding Junhui. Breaks von 114, 81 und 75 Punkten halfen dem Weltmeister, bis zur Pause klar mit 4:0 zu führen. Zwar gab Ding nach Wiederbeginn mit einer 115 noch einmal ein Lebenszeichen von sich, aber John Higgins ließ sich nicht mehr gefährden.
Aus für den Titelverteidiger
Ausgeschieden ist auch Titelverteidiger Neil Robertson. Der war bis zur Pause gegen Ali Carter mit 0:4 schon vorentscheidend in Rückstand geraten. Nach dem Interval startete er mit einer 100 zwar eine Aufholjagd, die ihn bis auf 3:4 heranbrachte, aber Carter überquerte in Frame acht dank einer 89 die Ziellinie.
Die restlichen drei Plätze im Viertelfinale sicherten sich Joe Perry, Stephen Lee und Mark Selby. Vize-.Weltmeister Selby beherrschte Ken Doherty mit 5:2 klar. Joe Perry gegen Stuart Bingham und Stephen Lee gegen Michael Judge setzten sich ebenfalls mit 5:2 durch.
Rolf Kalb / Eurosport