Eurosport - So 17.Feb. 14:44:00 2008
Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen ist ein Sprintrennen beim Weltcup der Nordischen Kombinierer im tschechischen Liberec dem Wind zum Opfer gefallen. Nach zwei vergeblichen Versuchen, ein Springen unter fairen Bedingungen über die Bühne zu bringen, strich die Jury das Rennen ersatzlos.
Beim ersten Abbruch des Springens lag Eric Frenzel in Führung. Der Oberwiesenthaler hatte bei böigem Wind sogar den von Thomas Morgenstern und Janne Ahonen gehaltenen Schanzenrekord von 139 auf 140,5 Meter verbessert. Nach 44 von 50 Springern sah die Jury aber keine Chance mehr, einen fairen und gefahrlosen Wettbewerb zu garantieren.
Doch auch einer Neuansetzung war kein besseres Ende beschieden. Im zweiten Versuch kamen nur 33 Athleten über den Backen, bevor die Jury dem Ganzen endgültig ein Ende setzte. "Die Winde kamen mit unterschiedlicher Stärke aus allen Richtungen, das wären keine fairen Springen gewesen und gefährlich obendrein", befürwortete Ronny Ackermann, der mit Platz drei am Vortag seinen Vorsprung in der Weltcup-Gesamtwertung ausbaute, den Abbruch.
"Ein richtiger WM-Test war das nicht, dazu waren es einfach zu schlechte Bedingungen", beklagte Ackermann die äußeren Umstände im WM-Ort von 2009. Im Hinblick auf die WM muss gerade um die Schanze einiges getan werden. "Ich hoffe, dass mit Windnetzen etwas abgefangen werden kann. Zumindest muss der Zeitplan überdacht werden und ein Ausweichprogramm in der Schublade liegen, falls es wieder zu Ausfällen kommt", forderte der FIS-Renndirektor Ulrich Wehling.
Fabian Kunze / Eurosport