Eurosport - Di 16.Dez. 10:50:00 2008
Tag drei der UK Championship war der Tag der Favoriten: Alle gesetzten Spieler gewannen ihr Auftaktmatch. Am souveränsten gelang dies Mark Allen. Der Nordire hatte nach dem ersten Tag gegen Stuart Bingham mit 6:2 geführt und brauchte nur gut 30 Minuten, um sich die fehlenden Frames zum 9:2 zu holen.
Ungefährdet erreichte auch Stephen Maguire die zweite Hauptrunde. Die Nummer zwei der Weltrangliste bezwang Jamie Burnett mit 9:3. Burnett allerdings gelang am zweiten Tag mit 113 Punkten immerhin noch ein Hunderter-Break.
Murphy und Ebdon mit Zittersiegen
Ding Junhui legte den Grundstein zu seinem 9:6-Sieg über Steve Davis zu Beginn der zweiten Session. Nach den ersten acht Frames hatte es noch 4:4 gestanden, doch nach dem 5:4 holte Ding auch Frame zehn auf die letzte schwarze und baute mit Breaks von 70 und 80 Punkten seine Führung auf 8:4 auf. Davis konnte nicht an die guten Leistungen vom Vortag anknüpfen; zwar verkürzte er noch auf 6:8, doch die Niederlage war nicht mehr abzuwenden. Harte Arbeit musste John Higgins bei seinem 9:7 über Joe Swail leisten. Bis zum 7:7 war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann übernahm Higgins dank einer 73 wieder die Führung. Kurios die Entscheidung in Frame 16: Beim Versuch, hinter gelb zu snookern, spielte Swail zu kurz. Aus dem Freeball machte Higgins dann das entscheidende Break von 89 Punkten.
Shaun Murphy zitterte sich beim 9:7 über Martin Gould in die zweite Runde. Bei 7:3 deutete alles auf einen klaren Sieg des Ex-Weltmeisters hin, doch der Außenseiter gewann plötzlich vier Frames hintereinander und glich aus. Nervenstark und mit Kampfstärke vermied Murphy dann aber doch seine fünfte Erstrundenniederlage in dieser Saison. Am Rande einer Auftaktpleite stand auch Peter Ebdon, als er gegen Andrew Higginson mit 6:7 hinten lag. Dann jedoch schaffte Ebdon mit einer 75 den Anschluss und gewann auch die beiden letzten sehr umkämpften Frames zum 9:8.
McCulloch muss passen
Viel Energie musste Neil Robertson beim 9:7 über Michael Holt aufbringen. Bis zum 7:7 hatte nie einer mehr als einen Frame Vorsprung; Frame 14 dauerte sogar mehr als eine Stunde. Ohne höhere Breaks holte sich der australische Bahrain-Champion dann aber doch die nächsten beiden Frames. Einen arbeitsfreien Tag hatte dagegen Ali Carter; sein Gegner Ian McCulloch konnte wegen Krankheit zur zweiten Session nicht mehr antreten, so dass das Match mit 9:2 für den Captain gewertet wurde.
Am dritten Tag wurde auch die erste Session der ersten Achtelfinals gespielt. Titelverteidiger Ronnie O'Sullivan zeigte auch dabei wieder seine beiden Gesichter gegen Joe Perry. Sowohl zu Beginn als auch nach der Pause hatte er Anlaufschwierigkeiten, zeigte aber sonst mit dem neuen höchsten Turnierbreak von 143 Punkten, einer 127, einer 114 und einer 95 phantastisches Offensivsnooker. Im letzten Frame der Session wurde der Titelverteidiger aber wieder Opfer seiner eigenen Emotionalität, so dass Perry noch auf 3:5 verkürzen konnte. Zwischen Mark King und Stephen Lee steht es 4:4 nach der ersten Session; Lee hatte hier mit einer 136 für das Highlight gesorgt.
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