Eurosport - Fr 16.Nov. 16:15:00 2007
Fernando Gonzalez hat dem Weltranglisten-Ersten Roger Federer beim ATP Masters Cup den Halbfinaleinzug geschenkt . Durch die 4:6 und 3:6-Pleite gegen den ausgeschiedenen Nikolai Dawidenko verspielte die Nummer sieben der Welt seine gute Ausgangsposition auf das Erreichen der Vorschlussrunde.
Das abschließende Match der Roten Gruppe zwischen US-Star Andy Roddick und Federer war somit bedeutungslos. Beide Spieler waren bereits für die Runde der letzten Vier qualifiziert. Roddick hatte seine ersten beiden Spiele locker gewonnen. Der Schweizer hatte zunächst gegen den Chilenen verloren, bevor er Dawidenko keine Chance ließ.
Trotzdem ließ sich der unangefochtene Dominator des Herren-Tennis nicht lange bitten. In genau einer Stunde Spielzeit fegte er den US-Amerikaner mit 6:4 und 6:2 vom Platz. Damit schnappte der Eidgenosse seinem Gegner sogar noch den Gruppensieg vor der Nase weg.
Gonzalez' Niederlage gegen den bis dahin sieglosen und enttäuschenden Russen kam unerwartet, denn mit einem Sieg hätte der Doppel-Olympiasieger von 2004 das Halbfinal-Ticket fast schon sicher buchen können. Nach seinem grandiosen Auftaktsieg gegen Federer war der Südamerikaner in Shanghai schon zum Turnierfavoriten hochgejubelt worden. Mit diesem Druck konnte er augenscheinlich nicht umgehen.
Dawidenko stark verbessert
Erst setzte es eine klare Niederlage gegen Aufschlag-Wunder Roddick und zum Abschluss überrumpelte ihn nun Dawidenko. Das Spiel des flinken Russen hatte nichts mehr mit seinen behäbigen Auftritten in den ersten beiden Gruppenspielen gemein. Unermüdlich erlief er die Grundschläge seines Kontrahenten und raubte diesem schnell die Zuversicht. Dazu unterliefen ihm deutlich weniger vermeidbare Fehler als zuvor.
Gonzalez hingegen fand, besonders bei eigenem Aufschlag, nie seinen gewohnten Rhythmus. Dies ermöglichte seinem Gegner die hohe Quote von insgesamt 15 Breakchancen. Dawidenko durchbrach den Service seines Gegners vier Mal und war somit auf der sicheren Seite. Nach einer Stunde und 55 Minuten verwandelte der Russe den Matchball zum ungefährdeten 6:4 und 6:3-Erfolg.
Für Dawidenko, bei dem bereits vor der Partie das Ausscheiden feststand, endet die Saison damit mit einem kleinen Erfolgserlebnis. Sein Gegner wird die Heimreise enttäuscht antreten, denn die Chance auf das Halbfinale war für Gonzalez groß wie nie.
In der Vorschlussrunde trifft nun der ungeschlagene Spanier David Ferrer auf Roddick. Im zweiten Match treffen die Turnierfavoriten Federer und Rafael Nadal aufeinander.
Tobias Hlusiak / Eurosport