Bundesliga - Teamcheck: Eintracht Frankfurt

Eurosport - Do 16.Jul. 21:17:00 2009

Neuer Trainer, neues Glück. Für Frankfurt soll es mit Michael Skibbe nach Jahren der Mittelmäßigkeit unter Vorgänger Friedhelm Funkel (zuletzt Platz 14,14, 9, 13 in der Liga) wieder höher hinausgehen. Wohin führt der Weg der Eintracht in der Saison 2009/2010? eurosport.yahoo.de macht den Teamcheck.

FOOTBALL 2009-2010 Bundesliga Frankfurt Skibbe - 0

Ausgangslage: Das Stadion ist neu und die Ansprüche sind groß, wie immer. Aber da ist zunächst mal das Verletzungspech. Zuerst traf es Stürmer Martin Fenin. Der Tscheche fällt wegen einer weichen Leiste die komplette Vorbereitung aus. Ein Einsatz zu Saisonbeginn kommt somit nicht in Frage. Auch der Brasilianer Chris muss pausieren, ihn zwickt es im Rücken. Da auch Kapitän Ioannis Amanatidis nach langer Verletzungspause erst wieder ins Team zurückfindet (ja, es war mal wieder die Wade beim Griechen), muss sich Skibbe ernsthafte Sorgen um seinen Angriff machen. Zum Glück gibt es da noch einen Nikos Liberopoulos, der in der vergangenen Saison immerhin neunmal traf.

Und dann sind da ja auch noch die Finanzen. "Die Finanzkrise trifft uns viel stärker als Vereine in anderen Regionen", betont Vorstandschef Heribert Bruchhagen im "Kicker". Ein Drittel der Logen sei noch nicht vermarktet. Zusammen mit dem TV-Vertrag steht eine Mindereinnahme von etwa fünf Millionen Euro im Raum, so Bruchhagen. Überdies seien die Spieler, deren Verträge man verlängerte, im Zuge der Finanzkrise teurer geworden. Was das für die nahe Zukunft bedeutet? "Bevor wir uns um mögliche Verstärkungen bemühen, muss ich erst Spieler verkaufen", sagt Bruchhagen, und dann: "Mir fehlt das Geld."

Wer kam, wer ging: Bisher wurden lediglich Abwehrmann Maik Franz (Karlsruher SC), Mittelfeldspieler Selim Teber (1899 Hoffenheim) und Torwart Ralf Fährmann (Schalke 04) verpflichtet - drei Transfers, die der Eintracht Stabilität verleihen. Mehr aber auch nicht. Dazu kommt der zuletzt an den MSV Duisburg ausgeliehene Marcel Heller. Gut möglich, dass das eine oder andere Talent des Vereins neben Sebastian Jung noch den Sprung in den Profikader schafft. Trainer Skibbe ist bemüht, noch "Spieler zu finden, die uns qualitativ weiterhelfen". Bei den begrenzten finanziellen Möglichkeiten ist das aber schwierig (siehe oben). Vielleicht tut sich ja noch etwas im Sommerschlussverkauf - in beide Richtungen. Verlassen haben den Verein bisher vier Spieler: Michael Fink (Besiktas Istanbul), Junichi Inamoto (Stade Rennes), Leonard Kweuke (Dunajska Streda), Kreso Ljubicic (Hajduk Split).

Stärken und Schwächen: In der vergangenen Saison stellte die Eintracht mit 60 Gegentoren in 34 Spielen die drittschlechteste Abwehr der Liga. Das ist an sich nicht weiter tragisch, wenn vorne die Tore fallen. Doch das war bei der Eintracht nicht der Fall. Resultat: mit 39 Treffern viertschlechtester Sturm. Die Frage ist, wie sich das mit Skibbes Vorliebe für attraktiven, offensiven Fußball verträgt, den hat er jedenfalls zum Amtsantritt versprochen. Ihm stehen ja bis auf ein paar Ausnahmen die Spieler aus der Vorsaison zur Verfügung.

eurosport.yahoo.de-Prognose: Die Neuverpflichtungen machen zwar Sinn, aber wenn sich nichts mehr tut, wird die Eintracht Probleme bekommen, die Klasse zu halten. Dies hatte Michael Skibbe bereits nach dem 0:3 im Test gegen NK Osijek festgestellt: "Das war enttäuschend und ernüchternd. So reicht es nicht, weder in der Bundesliga noch in einem Testspiel", wetterte der Trainer. Die fehlende Qualität in der Breite und das Fehlen von hochkarätigen Spielern, die heutzutage nun mal den Unterschied ausmachen, wird sich früher oder später auf den Tabellenstand auswirken. Wichtig wäre ein guter Start, dann geht es vielleicht (nach Platz 13 in der Vorsaison) nicht so weit nach unten. Am Ende der Saison werden sich die Fans den alten Trainer Friedhelm Funkel zurückwünschen, denn der hat eines geschafft: Er ist mit der Eintracht nie abgestiegen. Diese Saison ist es soweit: Frankfurt wird Letzter - kann aber sein, dass Skibbe das als verantwortlicher Trainer nicht mehr erlebt.

Das sagt der Experte Maurizio Gaudino gegenüber eurosport.yahoo.de: "Puh, das ist schwer zu sagen, wo die Eintracht landen wird. In der vergangenen Saison ist sie ja ganz gut gestartet, aber diesmal wird es sehr schwer, einen Mittelfeldplatz zu erreichen. Das ist nicht trainerabhängig. Der Verein hat sich seit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga vor ein paar Jahren immer noch nicht erholt. Es fehlt einfach die spielerische Qualität."

Die bisherige Eurosport-Tabelle für die Saison 2009/2010

18. Eintracht Frankfurt

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Kommentare 1 - 3 of 3

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  1. frankfurt ist nicht schlecht wenn sie wollen und werden­ nie im leben in die 2 liga abstuerzen

    Von LITT, am Sa 8.Aug. 10:58
  2. Dieser Artikel ist so schlecht! Gaudino sollte lieber­ den neuen Ferrari bewerten und Eurosport? Dazu kann man­ nichts mehr sagen. Grottenschlecht.

    Von mcpez.rm, am Sa 8.Aug. 0:59
  3. "Da auch Kapitän Ioannis Amanatidis nach langer­ Verletzungspause erst wieder ins Team­ zurückfindet"
    spycher wird neuer kapitän!

    Von rf_al, am Do 30.Jul. 11:57
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