Eurosport - Mi 16.Jun. 16:21:00 2010
Mit dem Heim-Weltcup in München startet der Deutschland-Achter in die neue Saison. Gegenüber dem Weltmeister-Boot des Vorjahres rücken mit Lukas Müller (Düsseldorf) und Maximilian Reinelt (Ulm) zwei neue Akteure für Philip Adamski und Urs Käufer ins Flaggschiff des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV).
"Die beiden haben sich durch ihren zweiten Platz im zweiten Test ins Boot gerudert", begründet Trainer Ralf Holtmeyer die Umbesetzung.
Der 2,08 Meter große Lukas Müller soll mit seinen langen Hebeln für guten Durchzug im Boot sorgen. Maximilian Reinelt ist mit 21 Jahren das Küken an Bord, gilt aber als einer der physisch stärksten.
Damit sind im neuen Deutschlandachter noch sieben aus der WM-Crew von 2009 dabei. Schlagmann bleibt Sebastian Schmidt.
"Sebastian ist kein Schlagmann alten Typs", lobt ihn Steuermann Martin Sauer, "aber er ist unser Garant für Willenskraft und Kampfstärke." Toni Seifert, Schmidts Zweierpartner, bildet in der Schlagübernahme mit dem Schlagmann ein bewährtes Duo.
Gold im Visier
Wie sehr der WM-Triumph von Posen das Selbstbewusstsein der Crew hat wachsen lassen demonstrierte DRV-Aktivensprecher Florian Mennigen, der im Achter auf der Position vier sitzt: "Die Titelverteidigung ist unser Ziel. Als Weltmeister können wir gar kein anderes Ziel haben." Auch DRV-Chefcoach Hartmut Buschbacher legt die Latte hoch: "Ganz klare Ansage: Bei Olympia 2012 in London wollen wir um Gold kämpfen!".
Aber nicht nur dem Achter gilt die Konzentration im Dortmunder Leistungszentrum. "Wir haben in diesem Jahr eine größere Breite", freut sich Coach Holtmeyer. "Deshalb wollen wir auch einen Vierer entwickeln, der international erfolgreich sein kann." Beim Weltcup in München sollen am Wochenende deshalb gleich drei Vierer getestet werden.
Spendenaktion für Sporthilfe
Bei der Präsentation der neuen Crew in Dortmund wurde auch das neue Boot für die Saison 2010 enthüllt. Es ist in den Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold gehalten. Sowohl Männer- als auch Frauenachter stellen ihre Werbeflächen in dieser Saison der Stiftung Deutsche Sporthilfe zur Verfügung und werben für die Aktion "Dein Name für Deutschland".
"Ohne die Unterstützung durch die Sporthilfe wäre die Doppelbelastung aus Beruf oder Ausbildung und Leistungssport gar nicht machbar", begründete Florian Mennigen die Unterstützung. Das Team wolle ein Zeichen setzen. Bisher hat die Sporthilfe insgesamt rund 2.750 Ruderinnen und Ruderer mit fast 24 Millionen Euro gefördert. Dr. Michael Ilgner, Vorstands-Vorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe, ist begeistert:
"Der Deutschlandachter ist nicht nur das Flaggschiff des DRV, sondern des deutschen Sports." Die Spendenaktion "Dein Name für Deutschland" solle eine Bürgerbewegung werden, erläuterte er. Erstmals sollen nicht nur Unternehmen und Institutionen als Unterstützer gewonnen werden, sondern jedermann. Schon ab einem Betrag von drei Euro im Monat könne jeder zum Unterstützer des deutschen Sportes werden.
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na supi
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