Eurosport - Mi 12.Mai. 13:05:00 2010
Im Vorfeld der WM 2006, macht eurosport.de eine Zeitreise durch die Geschichte der Weltmeisterschaften. Von den Anfängen in Uruguay, über das Wunder von Bern, von der "Hand Gottes" bis zum deutschen Triumph in Italien. 1998 war das Jahr der "Equipe Tricolore" mit einem überragenden Zidane.
Oh là là, was für ein Turnier in Frankreich. Die 16. Weltmeisterschaft war die größte aller Zeiten. Zum ersten Mal traten 32 Nationen zum Kampf um den Weltpokal an. Am Ende stand ein glorreicher Triumph des Gastgebers.
Überraschungen und Tränen
Die Spannung im Land von Wein und Käse war kaum zu überbieten. Dafür sorgten Überraschungsteams wie Paraguay, das erst nach Golden Goal gegen den späteren Titelträger scheiterte, oder auch die kroatische Mannschaft, die bei ihrer ersten WM-Teilnahme gleich den dritten Rang belegte. Im Viertelfinale hatten die Kroaten das deutsche Team mit 3:0 abgefertigt.
Die Achtelfinalbegegnung zwischen England und Argentinien hat ihren Platz in den Fußball-Geschichtsbüchern sicher. Bereits in den ersten zehn Minuten gab es für beide Mannschaften jeweils einen Strafstoß. Michael Owen erzielte mit einem Traumtor die 2:1-Führung für die Elf von der Insel.
Beckham der englische Sündenbock
Nach der Pause gab es keine Treffer mehr, dafür aber dramatische Situationen im Überfluss: David Beckham wurde wegen Nachtretens gegen Diego Simeone des Feldes verwiesen, ein Treffer von Sol Campbell wurde wegen eines Fouls am argentinischen Torhüter nicht anerkannt.
Verlängerung, Elfmeterschießen - Carlos Roa hielt den fünften und letzten Elfmeter für England, getreten von David Batty, und sicherte so seiner Mannschaft das Weiterkommen. David Beckham vergoss nach dem Spiel bittere Tränen. Er wurde in der Heimat mit bösen Schmähungen überhäuft.
"Zizou" der Held der "Grande Nation"
Ganz anders erging es Frankeichs Nationheld Zinedine Zidane. Die Mannschaft des Gastgebers steigerte sich von Spiel zu Spiel. Angetrieben von den frenetischen Fans war für "Les Bleus" keine Hürde zu hoch. Im Finale wartete die Übermannschaft von Titelverteidiger Brasilien, die sich unter anderem gegen die Niederlande durchgesetzt hatte.
Der 12. Juli sollte für ganz Frankreich ein "Tag des Ruhmes" werden. Durch zwei Kopfballtreffer in der ersten Halbzeit fegte der französische Spielmacher Zidane Brasilien quasi im Alleingang vom Thron. Am Ende hieß es 3:0. Als der Schiedsrichter die Partie im Stade de France abpfiff, versank eine ganze Nation in einem riesigen Freudentaumel.
Kommentare 1 - 1 of 1
Die Erinnerung ist wirklich gelungen, aber ich denke, wenn es möglich wäre, könnte sie ruhig etwas ausführlicher ausfallen.
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