Eurosport - Mi 12.Mai. 13:15:00 2010
Im Vorfeld der WM 2006, macht eurosport.de eine Zeitreise durch die Geschichte der Weltmeisterschaften. Von den Anfängen in Uruguay, über das Wunder von Bern, von der "Hand Gottes" bis zum deutschen Triumph in Italien. 1994 kam es bei der ersten "Soccer"-WM in Übersee im Finale zu einem Elfer-Krimi.
Skepsis herrschte vor der ersten Weltmeisterschaft im Land von Baseball, Football und Basketball. Doch die WM 1994 sollte alle Erwartungen übertreffen. Das einzige was zu Wünschen übrig ließ, war die spielerische Klasse des Endspiels.
Erst Langeweile, dann Hochspannung
Die 120 torlosen Minuten entlockten den Millionen Fans in aller Welt nur ein herzhaftes Gähnen. Dafür konnte die Partie zwischen Brasilien und Italien danach mit einem Elfmeter-Krimi allererster Güte aufwarten. Roberto Baggio, der Mann, der Italien überhaupt erst bis ins Finale gebracht hatte, musste schließlich zum entscheidenden Elfmeter antreten.
Der von Baggio getretene Ball flog jedoch hoch über das Tor in den blauen kalifornischen Himmel, und so waren die Südamerikaner Weltmeister. Brasilien war damit auch das erste Land, das vier Mal die WM-Trophäe errang.
WM der Rekorde
Doch was das Finale an Klasse vermissen ließ, bekamen die mehr als 3,5 Millionen Zuschauer in den Stadien in den anderen Partien geboten. Die WM in Übersee entwickelte sich zu einem Spektakel, angefüllt mit Traum-Fußball und jeder Menge Rekorde. Der Russe Oleg Salenko machte sich in nur einer Stunde unsterblich.
Der Russe war nicht einmal in der Anfangsaufstellung bei den Vorrundenspielen. Doch beim 6:1-Erfolg über die Kameruner "Löwen" erzielte er in seinem siebten Länderspiel in weniger als 60 Minuten sage und schreibe fünf Treffer. Nach diesem Rekord für die Ewigkeit verschwand Salenko wieder in der Versenkung der großen Fußball-Welt.
Fußball-Opa Milla
Wer erzielte den Ehrentreffer Kameruns bei der 1:6-Niederlage gegen Russland? Roger Milla, wer sonst. Damit ist Milla der älteste Torschütze bei einer WM-Endrunde. Der "Löwe" war beim Turnier in den USA sage und schreibe 42 Jahre, 1 Monat und 8 Tage alt.
Doch nicht nur positive Schlagzeilen machten die Runde. Drogen, Doping und sogar ein tödliches Attentat warfen dunkle Schatten auf das Fest des Welt-Fußballs. Diego Maradona, Argentiniens Superstar, wurde positiv auf Drogen getestet und vom Turnier ausgeschlossen.
Eigentor endet tödlich
Tragisch waren die Ereignisse um den Kolumbianer Andres Escobar, der wenige Tage nach seiner Rückkehr nach Kolumbien ermordet wurde. Im Spiel gegen die Gastgeber war Escobar ein Eigentor unterlaufen.
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