World Cup History - 1990: "Aller guten Dinge sind drei"

Eurosport - Mi 12.Mai. 13:48:00 2010

Im Vorfeld der WM 2006, macht eurosport.de eine Zeitreise durch die Geschichte der Weltmeisterschaften. Von den Anfängen in Uruguay, über das Wunder von Bern, von der "Hand Gottes" bis zum deutschen Triumph in Italien. Ohne Niederlage machte Deutschland 1990 den driten WM-Triumph perfekt.

- 0

Deutschland siegte in einem Turnier, das von Defensiv-Fußball geprägt wurde. Das Finale im Römer Olympiastadion gegen Argentinien war wohl das uninteressanteste Endspiel in der gesamten Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft.

Brehmes goldener Schuss

Symptomatisch für diese WM, dass auch dieses Spiel erst durch einen späten Elfmeter entschieden wurde, den Andreas Brehme verwandelte. Damit stieg Deutschland in den erlauchten Kreis von Italien und Brasilien auf, der zwei anderen Mannschaften, die bereits drei Mal Weltmeister waren.

Die Argentinier waren die erste Mannschaft, die im Endspiel kein Tor erzielte Außerdem war es auch das erste Mal, dass eine Mannschaft gleich zwei Spieler durch Rote Karten verlor. Positive Schlagzeilen machte dagegen "Gaucho"-Keeper Sergio Goycochea.

Der Elfmeter-Killer

Goycochea war als Ersatzmann für Stammtorhüter Nery Pumpido in die Mannschaft gerutscht, nachdem dieser einen doppelten Schienbeinbruch erlitten hatte. Der Schlussmann einer wenig begeisternden, aber höchst effektiven Mannschaft war mit seinen überragenden Leistungen der entscheidende Faktor für den Finaleinzug der Argentinier.

Beim Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Jugoslawien und schließlich im Halbfinale gegen Italien brillierte Goycochea mit einer Parade nach der anderen. Nur den wichtigsten Strafstoß des gesamten Turniers konnte er nicht abwehren...

Der "tanzende Löwe"

Die Weltmeisterschaft 1990 war der Höhepunkt der Karriere von Roger Milla. Mit 38 hatte er eigentlich seine Karriere bereits hinter sich und spielte für eine kleine Mannschaft auf der Insel Reunion. Für die WM kehrte er in die Elf der "unbezähmbaren Löwen" zurück und er hinterließ einen denkwürdigen Eindruck.

Milla schaffte es mit Kamerun bis ins Viertelfinale. In Erinnerung bleibt sein ungewöhnlicher Torjubel, bei dem er stets ein Tänzchen mit der Eckfahne aufs Parkett legte.

Ralf Groschopp / Eurosport

Kein Yahoo!-Nutzer? Kostenlos .

WM-Spezial weltweit