World Cup History - 1978: Cruyff lässt Holland im Stich

Eurosport - So 16.Mai. 14:45:00 2010

Im Vorfeld der WM 2006, macht eurosport.de eine Zeitreise durch die Geschichte der Weltmeisterschaften. Von den Anfängen in Uruguay, über das Wunder von Bern, von der "Hand Gottes" bis zum deutschen Triumph in Italien. 1978 bejubelten die Gauchos den ersten WM-Triumph.

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Die Niederlande waren Ende der 70er-Jahre die wohl spielerisch beste Mannschaft der Welt. Doch ausgerechnet kurz vor dem größten Erfolg der "Oranjes", versagte das Herz der Mannschaft seine Unterstützung.

Ein neuer "Fußballgott"

Johan Cruyff hatte seinem Team den Rücken gekehrt und sich wegen der politischen Situation geweigert, nach Argentinien zu reisen. Angetrieben von den fanatischen Fans bezwang der Gastgeber die Niederländer im Finale mit 3:1 nach Verlängerung. Der Jubel in Buenos Aires kannte keine Grenzen.

In der Vorrunde mussten die Argentinier sich noch von Italien übertrumpfen lassen, doch in der Zwischenrunde schlugen sie eindrucksvoll zurück und zogen mit einem 6:0 über Peru ins Endspiel ein. Bei den "Gauchos" ging ein neuer Stern am Fußballhimmel auf. Mario Kempes, mit sechs Treffern Torschützenkönig des Turniers, wurde über Nacht zum neuen Weltstar.

"Eigenartige" Torflut

In der Zwischenrunde kam es zum Klassiker zwischen Argentinien und Brasilien. Als die Gastgeber für den Gruppensieg im letzten Spiel gegen Peru mit vier Toren Unterschied gewinnen mussten, schien den Brasilianern der Einzug ins Finale sicher. Doch wider aller Erwartungen setzten die Argentinier den Peruanern nicht weniger als sechs Bälle in die Maschen, darunter zwei Treffer von Kempes.

Diese Torflut machte seinerzeit selbst unbeteiligte Beobachter stutzig. Doch im Finale erwiesen sich die Männer von Cesar Luis Menotti als würdige Sieger gegen eine holländische Mannschaft, die ohne ihren Superstar an der letzten Hürde erneut ins Straucheln geriet.

Ralf Groschopp / Eurosport

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