World Cup History - 1962: Brasilien auch ohne Pele vorne

Eurosport - So 16.Mai. 14:59:00 2010

Im Vorfeld der WM 2006 macht eurosport.de eine Zeitreise durch die Geschichte der Weltmeisterschaften. Von den Anfängen in Uruguay, über das Wunder von Bern, von der "Hand Gottes" bis zum deutschen Triumph in Italien. 1962 kam es in Chile zur "Schlacht von Santiago.

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Die Wahl der FIFA, die sich für Chile entschieden hatte, sorgte für Erstaunen und auch Unverständnis. Das Land an der Westküste von Südamerika hatte in vielen Bereichen Mängel aufzuweisen und schien nicht in der Lage zu sein, als Gastgeber ein Ereignis in dieser Größenordnung zu organisieren.

Überraschungself CSSR

Das störte die Brasilianer freilich wenig. Die "Selecao" sicherte sich am Fuß der Anden ihren zweiten Titel. Und das sogar ohne Superstar Pelé, der nur im Eröffnungsspiel dabei war, bevor er sich verletzt aus dem Turnier verabschiedete. Im Finale in Santiago schlug Brasilien die Tschechoslowakei mit 3:1 durch Tore von Amarildo, Zito und Vava.

Die Tschechen hatten bereits in der ersten Runde ein 0:0 gegen die Brasilianer erreicht. Auch ihr Sieg gegen die Ungarn im Viertelfinale kam einem Fußball-Wunder gleich. Dazu kam eine Besonderheit von Vaclav Masek.

Beim Spiel Tschechoslowakei gegen Mexiko erzielte er nach sage und schreibe 15 Sekunden das erste Tor für seine Mannschaft. Ein Rekord, der erst 2002 von Hakan Sükür gegen Südkorea geknackt wurde. Der Türke brauchte vom Anstoß weg nur elf Sekunden für sein Blitztor.

"Die Schlacht von Santiago"

Das Turnier sah auch eines der berüchtigtsten Spiele der WM-Geschichte - die "Schlacht von Santiago" zwischen Italien und Chile, bei der zwei Italiener des Feldes verwiesen wurden. Einer von ihnen hatte, nach einem harten linken Haken eines chilenischen Spielers, einen Nasenbeinbruch erlitten.

Ralf Groschopp / Eurosport

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