Grand Prix Monaco - "Schande": Schumi attackiert Rosberg

Eurosport - So 16.Mai. 10:01:00 2010

Bröckelt der "Friede" bei Mercedes GP? Michael Schumacher beschwerte sich nach dem Qualifiying zum Großen Preis von Monaco über seinen Teamkollegen Nico Rosberg. "Das einzige Auto, das mich behindert hat, war das meines Teamkollegen. Es ist eine Schande, aber so ist es eben."

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Schumacher belegte beim Qualifying im Fürstentum den siebten Platz, einen Rang hinter Rosberg. Seinem Ärger über den aus seiner Sicht enttäuschend verlaufenen Samstag machte der Rekord-Weltmeister danach deutlich Luft.

"Ich muss sagen, aus meiner Sicht sind alle unsere Kollegen heute sehr fair gefahren. Das einzige Auto, das mich behindert hat, war das meines Teamkollegen. Es ist eine Schande, aber so ist es eben. Es passierte im dritten Quali-Abschnitt, als nur zehn Autos draußen waren." Auch Ferrari-Pilot Felipe Massa beschwerte sich über Rosberg.

Brawn nimmt's auf seine Kappe

Die von Schumacher beschrieben Behinderung durch Rosberg wurde von den TV-Kameras nicht eingefangen. Rosberg erklärte später, wie es zu dieser Situation kam. "Ich wollte eigentlich 20 bis 30 Sekunden eher aus der Garage. Aber es gab ein Problem mit dem Auto. Als ich endlich rausfuhr, war ich eingeklemmt zwischen Barrichello und Michael. Ich habe Michael gegen Ende seiner Runde behindert, weil ich Abstand zu Rubens lassen musste, um selbst eine schnelle Runde vorzubereiten. Dafür habe ich mich bei ihm entschuldigt."

Die Schuld dafür nahm allerdings ein anderer auf seine Kappe - Teamchef Ross Brawn. "Wir wollten beide Autos natürlich nicht an der gleichen Stelle der Strecke haben. Aber dann kam das Problem bei Nico und es ging nicht mehr anders. Die Plätze sechs und sieben sind sehr frustrierend."

Schumachers Ärger über Rosberg - ein weiteres Anzeichen dafür, dass der Kerpener im Duell mit seinem 17 Jahre jüngeren Kollegen langsam die Nerven verliert? Schumi verneint das vehement. "Ob ich jetzt ein bisschen vor oder hinter Nico bin, ist weniger wichtig. Klar würde man lieber vor als hinter seinem Kollegen sein, aber wenn man von einem halben Zehntel redet, dann brauchen wir uns nicht groß darüber unterhalten."

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Stefan Zürn / Eurosport

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